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Test: Medieval Moves

Kloppen auf Schienen für Playstation Move
 Medieval Moves
Als Playstation Move auf den Markt kam, war Sports ChampionsWeitere Infos eines der besten Spiele für die Bewegungssteuerung. Dort konnte man u.a. Bogenschießen, Schwertkämpfe bestehen und Frisbees werfen. Dabei fiel besonders die Steuerung positiv auf, die die Bewegungen des Spielers sehr genau umsetzte.
Schwert und Bogen? Da könnte man doch …? So was in der Art haben sich wohl die Entwickler von Sports Champions gedacht und aus der Umsetzung der drei Disziplinen ein neues Spiel gestrickt.

Aus Edmund wird Deadmund

Die Story, die in recht ansprechenden Comic-Sequenzen erzählt wird, ist leider wenig einfallsreich. Prinz Edmund wird vom bösen Magier Morgrim aus seiner Burg vertrieben. Schlimmer noch, alle Menschen in der umliegenden Stadt werden in willenlose Skelette verwandelt – so auch Edmund selbst, doch dank eines magischen Amulettes bleibt sein Wille erhalten. So macht er sich als Deadmund auf den Weg, das in Teile zersplitterte Amulett (mein Gott, wie oft wollen Entwickler das eigentlich noch in Spielestories verwursten??) wieder zusammenzusetzen und Morgrim aufzuhalten.

Kloppen auf Rädern

Deadmund als (meist) durchsichtigen Schemen vor uns, stellen wir uns den Myriaden von Skeletten. Die Steuerung von Schwert, Schild, Bogen und Wurfsternen (Frisbees) ist dabei 1:1 aus dem Sport-Titel übernommen, geht entsprechend gut von der Hand und ist auch recht genau. Wahlweise kann man einen oder zwei Move-Controller einsetzen. Ansonsten bewegt dich Deadmund allerdings von allein, wir haben nicht einmal die Möglichkeit uns groß umzugucken.
Daraus ergibt sich leider die größte Schwäche des Spiels, denn das Schema des Spielablaufs wiederholt sich dauernd. Deadmund bewegt sich, bleibt stehen, Skelette tauchen auf, werden bekämpft (ggf. dreht Deadmund sich zwischendurch mal selbsttätig um). Dann bewegt die Spielfigur sich wieder von allein bis zum nächsten Ort, Skelette tauchen auf und so weiter und so weiter.
Der Eindruck immer dasselbe zu machen wird durch die innerhalb eines Kapitels nicht gerade große Zahl verschiedener Gegner, die noch dazu mit den immer gleichen blöden Sprüchen auftauchen, noch verstärkt. Hin und wieder darf man einmal zwischen Wegen wählen, Rätsel gibt es gar nicht und auch die Kämpfe gegen Bossgegner laufen nicht wirklich anders ab als der Rest.
Dazu kommt durch den Ablauf auf Schienen manchmal unnötig Hektik auf, so a la „Schnell noch den Bonusschatz abschießen … nein, nicht umdrehen Deadmund, bleib stehen ... Mist.“
Positiv fällt das Prinzip eigentlich nur auf, wenn es mal etwas rasanter wird, man z.B. mit einer Lore über Gleise rast und durch schnelle Bewegungen Hindernissen ausweichen oder Bonusgegenstände einsammeln muss.
Der Kampagne zugutehalten kann man den gelegentlich auftretenden Humor und den ordentlichen Umfang. Wobei man allerdings wohl eher länger zum Durchspielen braucht, weil die Schulter nach einer Weile eine Pause fordert. So um die zehn Stunden kann man rechnen, wobei es durch die unterschiedlichen Wege einen gewissen Wiederspielwert gibt.

Abseits der Geschichte

Neben der Geschichte kann man auch noch in den Kampfmodus wechseln. Dieser bietet die Möglichkeit, allein oder zu zweit noch mehr Skelette zu kloppen. Der Mehrspieler läuft dabei entweder vor einem geteilten Bildschirm oder online ab. Spielt man gegeneinander, geht es aber nur darum, mehr Skelette zu plätten als der Gegner, im Duell gegeneinander antreten darf man nicht.
Man kann das allenfalls als netten Bonus auffassen, ein Kaufgrund ist der Multiplayer allerdings sicher nicht, da haben die Schwertkämpfe bei Sports Champions gegeneinander mehr Spaß gemacht.

Für Kinder oder nicht?

Das Gekloppe ist vom Ablauf her eher auf Kinder um die 10 Jahre zugeschnitten. Die Skelette sehen nicht wirklich bedrohlich aus und zerplatzen einfach in Sternen. Wer also fantasiert, er könne hier Gliedmaßen abtrennen oder Ähnliches, denkt falsch. Zudem „befreit“ man laut Spiel die armen zu Skeletten gewordenen Bürger sogar, indem man sie umhaut. Die simple Story und das sich dauernd wiederholende Gameplay dürfte für Kinder bis 12 Jahren wohl auch nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Dem entgegen stehen aber die doch recht komplexen Bewegungsabläufe und die geforderte Genauigkeit beim Zielen. Und auch die USK meint, das Spiel sei nicht für jüngere Kinder geeignet und vergab ein „ab 12“-Siegel.
Insgesamt haben wir hier quasi genau den entgegengesetzten Fall wie bei Die Abenteuer von AragornWeitere Infos im Vorjahr. Dort konnte man sich zwar frei bewegen, dafür war die Kampf-Steuerung vermurkst und die Grafik mau. Hier ist es nun umgekehrt. Eine Mischung aus beiden Titeln, und wir hätten ein gutes Spiel.
Screen 1
Comicsequenzen führen durch die Story
Screen 2
Jede Menge Skelette wollen umgehauen werden
Screen 3
Mit Schwert und Schild ...
Screen 4
... oder dem Bogen
Screen 5
Das heranfliegende Geschoss müssen wir mit dem Schild abwehren
Screen 6
Im Split-Screen oder online kann man auch zu zweit spielen

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Packshot
Action-Adventure
von Sony
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PS3November 2011

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24.11.11
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Im Test: Medieval Moves

 
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