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Test: Eurosport Winter Stars
Endlich wird es wieder richtig Winter!
Früher wusste man zumindest ungefähr anhand des Wetters, welche Jahreszeit gerade angesagt war, heute gibt es in Deutschland statt Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter nur noch Matsch. Um aber einen Hauch der Illusion von wechselndem Niederschlag und der Sonnenintensität aufrechtzuerhalten, haben wir ja die Videospiele und seit einigen Tagen weiß ich, dass die kälteste Jahreszeit anbrechen muss. Das liegt daran, dass ich Winter Stars testen darf, es müssen also Schnee und Eis her, und da meine PS3 von der globalen Erwärmung nicht betroffen ist, heißt es dort: Ski und Rodel gut!Schwerer Unfall, aber: »Er atmet noch!«Eines muss man den Jungs von 49Games lassen: In diesem Jahr haben sie wirklich etwas geändert. Das fängt beim Namen an und zieht sich zum Glück wie ein roter Faden durch das ganze Spiel. Es gibt ein paar neue Disziplinen, einige andere sind gestrichen worden, die Steuerung wurde überarbeitet und noch so ein paar Kleinigkeiten, die das Leben eines Wintersportlers deutlich interessanter gestalten.Es beginnt schon mit dem Start, wenn wir ohne Vorwarnung plötzlich auf Ski bei einem Abfahrtsrennen den Berg hinunterbrausen – und schwer verunglücken. Schlimme Sache, aber die Worte des Sanitäters bringen etwas Erleichterung: „Er atmet noch.“ Er, das ist in diesem Fall Jake Otis, die große Abfahrtshoffnung, dessen Karriere nun aber einen kleinen Knick bekommt. Als er wieder laufen kann, findet er von seinem ehemaligen Team nur noch ein paar Mitglieder, verdingt sich ab sofort als Manager, weil seine Knochen zu nichts anderem taugen. Voilà, der Start der Kampagne ist geglückt. Was hier beginnt, motiviert zum Weiterspielen, was natürlich auch am Aufleveln der einzelnen Charaktere und der verwobenen Baumstruktur der Eventreihenfolge liegt, bei der wir uns auf verschiedenen Wegen nach oben kämpfen können. Dazu gibt es in der Kampagne auch noch kleine Zwischensequenzen, die mehr oder minder komisch sind und das Ganze deutlich auflockern. Und natürlich gibt es auch noch einen Rivalen, mit dem wir um die Krone des Wintersports streiten. Darüber hinaus enthält das Spiel auch noch einen Multiplayer-Modus – sowohl on- als auch offline. Da dürfen dann neben den normalen Wettkämpfen auch so skurrile Veranstaltungen ausgetragen werden wie Erobere die Flagge, Coin Tornado, Fun Race und Rocket Race. Unschwer zu erkennen, dass diese Bezeichnungen nicht aus dem Wintersport stammen, sondern mit einem erhöhten Spaßfaktor zu betrachten sind. Eine kluge Entscheidung der Entwickler. Offline funktioniert das alles auf dem Splitscreen mit bis zu vier Spielern – einen Hotseat-Modus oder ein Nacheinander Antreten gibt es bei keinem der Wettbewerbe – und auch online geht es zu viert gegeneinander. Wer nicht genug Mitspieler findet – was zum Testzeitpunkt regelmäßig der Fall war –, der bekommt KI-Gegner gestellt, deren Stärke in vier Stufen ausgewählt werden darf. Gute Tutorials und elf DisziplinenGehen wir dann doch einfach mal auf die Piste und sehen uns an, was das Spiel wirklich taugt. Positiv fallen gleich die Tutorials auf, die den Spieler die Steuerung in einer Einleitung selbst erlernen lassen. So gut diese Tutorials auch sind, sie sind ein eigenständiger Ladevorgang – die sind sehr langatmig – und danach geht es nicht direkt zum Wettkampf, sondern erst einmal wieder zurück ins Menü, von wo aus dann der Wettkampf angewählt werden kann. Ein wenig umständlich das Ganze, was auch für das Upgraden der einzelnen Wettkämpfer gilt, denn diese Funktion ist nicht immer offensichtlich zugänglich, muss mitunter durch das Verlassen der Karriere aus dem Hauptmenü gestartet werden. |
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