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Test: Disney Universe

Kleine Disney-Fans, die sich gern verkleiden, sind hier genau richtig.
 Disney Universe
Ein futuristisches Vergnügen der besonderen Art: Im neuen Freizeitpark "Disney Universe" haben die Besucher die einmalige Chance, die Abenteuer aus spannenden Filmen selbst zu erleben - völlig gefahrlos, versteht sich. Bis die künstliche Intelligenz eine Persönlichkeitsspaltung durchmacht und die roboterähnlichen Statisten beginnen, Amok zu laufen...

Karneval der Knirpse

Die eskalierende Situation wird hier aus Rücksicht auf die junge Zielgruppe natürlich recht harmlos präsentiert. Die böse Seite der KI macht eher einen lustigen Eindruck, kleine Slapstick-Einlagen in Spielgrafik (die ein wenig an die Zwischensequenzen der LEGOWeitere Infos-Games erinnern – und das bleibt längst nicht die einzige Parallele...) leiten die Spielabschnitte ein, und bei aufgebrauchter Lebensenergie werden die Figuren putzmunter in der Nähe zurück ins Geschehen gebeamt. Schließlich findet das Ganze nur in Simulatoren statt.
Diese beinhalten sechs große Welten, darunter die sandigen Gegenden aus Aladdin, das Wunderland oder Fluch der Karibik mit seinen Schiffen und Hafengebäuden, welche jeweils aus drei Levels mit diversen Unterschauplätzen bestehen. Die Welten können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden, sobald man sie mithilfe gesammelter Micky-Maus-Symbole geöffnet hat.
Die enthaltenen Orte besitzen einen hohen Wiedererkennungswert und wurden mit typischen Elementen wie bunten Pilzen putzig ausgeschmückt, außer der oben geschilderten Situation gibt es dabei aber leider praktisch keine Story. Wer eine Kingdom HeartsWeitere Infos-Alternative erwartet, wird also enttäuscht. Abseits der Umgebungen ist der Bezug zu den Vorlagen meiner Meinung nach zu schwach ausgeprägt. Da wird vielleicht mal ein Robo-Löwe abgeballert, der Simbas Erzfeind Scar nachempfunden ist, aber die Geschichten und wichtigen Charaktere der Kinohits spielen dabei keine wirkliche Rolle.
Stattdessen schlüpfen die kleinen Helden mit den ulkigen Hautfarben einfach in allerlei Disney-Kostüme, von denen man nach und nach weitere in den Levels freischaltet und anschließend kauft. So kann man etwa als weißes Kaninchen, Daisy Duck, Clownfisch Nemo oder auch die Kakerlake aus Wall-E durch die Gegend flitzen.
Welches Outfit der Spieler wählt, ist letztendlich Geschmackssache je nachdem welcher Look ihm am besten gefällt, die Fähigkeiten unterscheiden sich nicht. Hier hätten sich die Entwickler mehr einfallen lassen können. Die Kostüme sind dafür immerhin süß gestaltet und können durch entdeckte Upgrades in mehreren Stufen aufgelevelt werden, wodurch sie robuster bzw. die dazugehörigen Waffen stärker werden. Wer alle eingebauten Verkleidungen freischalten will, muss die Orte mindestens zweimal besuchen. Nach dem ersten Durchgang wird der Schwierigkeitsgrad automatisch etwas erhöht. Außerdem stehen bereits einige kostenpflichtige Kostüme sowie eine zusätzliche Welt (Nightmare before Christmas) über PSN und Xbox Live zum Kauf bereit.

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Das eigentliche Gameplay legt relativ wenig Wert auf Geschicklichkeitspassagen mit Sprüngen oder Kletterpartien, sondern zeigt sich mehr von der kampflastigen Seite. Die Helden prügeln sich so durch Horden frecher Schurken, bemannen zwischendurch Geschütze auf einem fahrenden Zug oder nehmen mit Kanonen den Kampf gegen ein nahendes Piratenschiff auf. Das Spielgefühl ist unterhaltsam, allerdings meist ziemlich hektisch bis chaotisch. Ich habe es nur mit zwei Spielern ausprobiert, schon da geht manchmal ein wenig die Übersicht flöten und man verkloppt aus Versehen den Begleiter. Bei drei oder gar vier Teilnehmern in Kombination mit dem gemeinsamen Bildschirm und vorgegebenen Kameraperspektiven dürfte es entsprechend noch eine Ecke wilder zugehen.
Der Mehrspielermodus ist im Herzen kooperativ, man kann sich etwa auf Bodenschalter stellen, um Kollegen das Einsammeln mancher Gegenstände zu ermöglichen, es kommen aber auch noch kleine Wettkampfelemente zum Tragen. Unter anderem wird am Ende jedes Abschnitts verglichen, wer die meisten Items eingesackt hat, oder das Spiel vergibt nach den zahlreichen kurzen Herausforderungen Pokale je nach Leistung. In den Challenges soll man etwa Meteoritenschauern ausweichen oder innerhalb des Zeitlimits eine bestimmte Menge Gegner besiegen.
Abseits der Kämpfe und Herausforderungen warten immer wieder einfache, auf die Welt abgestimmte Rätsel. So kann man sich beispielsweise an magischen Schreinen in einen Zombiepiraten verwandeln, der auf dem Meeresgrund herumspaziert, andernorts werden Riesenpflanzen durch Wasserbomben zum Sprießen gebracht und bewegliche Pfropfen stöpseln Geysire zu. Einsteigerfreundliche Pfeile zeigen genau an, welche Objekte manipuliert werden müssen, um es wenigstens etwas anspruchsvoller zu machen, kann man diese Hinweise aber auch deaktivieren.
Screen 1
Alle Figuren haben passende Waffen, spielen sich aber weitestgehend gleich
Screen 2
Zwischendurch sorgen Powerups und solche Fallen für noch mehr Chaos
Screen 3
Bei dem ganzen Getümmel geht öfters mal die Übersicht flöten...
Screen 4
...bei den Rätseln weiß man dagegen durch Hinweise gleich wo es weitergeht

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Disney Universe

Packshot
Action-Adventure
von Disney Interactive
USK-Freigabe ab 6 Jahren
PCOktober 2011
PS3Oktober 2011
360Oktober 2011

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28.12.11
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