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Test: Babel Rising

Wolltet ihr schon immer mal ein sadistischer Gott sein?
 Babel Rising
Lemmings war in meiner Jugend ein absolutes Kultspiel. Die kopflosen Viecher rannten blind in ihr Verderben und wir mussten ihnen einen Weg ins Ziel bauen und so viele wie möglich dabei retten. Entwickler Mondo Productions dreht den Spieß um. In Babel Rising laufen Arbeiter auch mehr oder weniger kopflos auf die Baustelle des Turms zu Babel – aber diesmal ist es an uns, das Verderben über sie zu bringen, har, har, har ...

Es macht Spaß ein Gott zu sein

Tja, auch Götter haben ein Ego, und wenn man ihre Wünsche in den Wind schlägt und sich noch dazu erdreistet ihre Macht infrage zu stellen, wird es eben ungemütlich.
Im Spiel wird der Turm zu Babel immer dann ein Stück größer, wenn ein Arbeiter das obere Ende der Baustelle erreicht. Da wir als Gott dieses Bauwerk nicht dulden wollen, ist es unsere Aufgabe, die Arbeiter daran zu hindern, oben anzukommen. Dazu stehen uns vier Elemente mit je zwei Zaubern zur Verfügung, von denen wir uns vor Beginn der Mission zwei aussuchen dürfen (in der Kampagne sind meist die Elemente vorgegeben). Neben den zwei normalen Zaubern lädt sich bei Gebrauch auch noch ein Spezialangriff je Element auf, den wir dann zu gegebener Zeit als eine Art Smartbomb einsetzen können.
Bei „Erde“ können wir Steine herunterregnen lassen oder die Erde ein Stück aufreißen und Arbeiter so in den Tod reißen. „Wasser“ bietet Regen (verlangsamt die Arbeiter) und Eis, „Wind“ einen Blitz und einen Tornado und „Feuer“ einen Feuerball und eine Flammenwand. Diese Zauber haben jeweils eine kurze Cooldown-Phase, wir müssen also zwischen ihnen wechseln und können nicht immer die gleichen anwenden.
Als Smartbombs dürfen wir z.B. eine riesige Steinkugel die Baustelle hinabrollen lassen (Erde), überfluten die ganze Baustelle (Wasser), lassen mehrere Feuerbälle auf einmal herabregnen (Feuer) oder entfesseln einen länger andauernden Sturm (Wind).
Die Steuerung geht dabei recht einfach von der Hand. Mit dem rechten Stick drehen wir die Kamera um die Baustelle herum, mit dem linken bewegen wir einen Cursor, an dessen Position wir unsere Zauber auslösen. Die Zauber sind auf die vier Buttons gelegt, die Smartbombs auf L1 und R1.
Das Spiel unterstützt auch die MOVE-Steuerung, hier ist aber vor allem das Kamerahandling bockig, wenn der Turm schon höher ist und man auf den unteren Ebenen zuschlagen will. Der normale Controller ist da vorzuziehen.

Keine Gnade

Im Verlauf der Kampagne werden erst nach und nach die Elemente freigeschaltet. Außerdem bekommen wir es mit speziellen Gegnern zu tun. Priester weben einen Schutzschild gegen ein Element (zu erkennen an der Farbe des Schildes) und müssen dann mit einem Zauber des anderen uns zur Verfügung stehenden Elementes zur Strecke gebracht werden. Andere Arbeiter schleppen verfluchte Krüge auf die Baustelle, zerstören wir diese versehentlich, wird der eingesetzte Zauber eine Weile abgeschaltet, was üble Folgen haben kann. Abwechslung ergibt sich außerdem in der Art des Turms. In späteren Missionen erklimmen nicht mehr alle Arbeiter die Baustelle auf demselben Weg, sodass wir unterschiedliche Pfade im Auge haben müssen. Ein Minispiel, in dem ankommende Schiffe abgeschossen werden müssen, lockert den Spielverlauf ab und zu auf.
Auch die Missionsziele in der Kampagne sind unterschiedlich: Mal muss eine bestimmte Zahl Arbeiter zur Strecke gebracht werden, mal eine bestimmte Zeit überstanden werden, ohne dass der Turm fertig wird oder es gilt viele Punkte zu machen. Punkte gibt es für tote Arbeiter, wobei es umso mehr (Multiplikator) gibt, je mehr gleichzeitig bzw. in einer kurzen Spanne ihr Leben aushauchen. Im Überleben-Modus gilt es hingegen einfach so lange wie möglich den Ansturm der Arbeiter abzuwehren.

Zwei Sadisten

Man kann das Spiel auch zu zweit im Splitscreen spielen. Entweder zockt man parallel an zwei Türmen und versucht einfach mehr Punkte zu machen/länger zu überleben als der Gegner, oder man kombiniert seine Kräfte an einem Turm im CoOp, wobei jeder Spieler zwei der vier Elemente hat, und versucht zusammen die Arbeiter abzuwehren. Durchaus spaßig, auch wenn es auf dem halben Bildschirm etwas unübersichtlicher wird.
Anders als bei der App, die bereits 2010 erstmals auf dem iPhone für Furore sorgte, bietet Babel Rising diesmal echte 3D-Grafik, in der wir um den Turm herumscrollen können. Die Grafikeffekte sind nett, aber kaum der Rede wert. Die Gesänge der Arbeiter und deren Schreie sind motivierend, ansonsten wird für's Ohr nicht viel geboten.
Screen 1
Eine Flammenwand wird den Arbeitern zum Verhängnis
Screen 2
Die Erde tit sich auf, um die Arbeiter zu verschlingen
Screen 3
Mit seinem eisigen Hauch lässt der Gott die Arbeiter zu Eis erstarren
Screen 4
Der Tornado wirbelt die Arbeiter von der Baustelle

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Babel Rising

Packshot
Strategie
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCJuni 2012
PS3Juni 2012 (PSN)
360Juni 2012 (XBLA)
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besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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13.06.12
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Im Test: Babel Rising

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