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Test: Lollipop Chainsaw
Eine Cheerleaderin mit Kettensäge im Kampf gegen den Zombiehorror ...
Die Japaner haben mitunter einen recht eigentümlichen Sinn für Humor. In dem durchgedrehten 3rd-Person-Actionspiel Lollipop Chainsaw schwingt ihr als Cheerleaderin und Zombiejägerin Juliet Starling die Kettensäge und metzelt euch durch Horden von Zombies. Mit Horror-Survival im klassischen Sinne hat das eher wenig zu tun, vielmehr handelt es sich wohl um eine Parodie auf das Genre. Da gibt es spielsüchtige Zombies, die eine Spielhalle stürmen, andere, die im Fitnesscenter auf dem Laufband trainieren, und von guten Manieren haben die Hinkebrüder mit ihren dreckigen Sprüchen auch noch nichts gehört. Mit der Kettensäge zur SchuleEs ist gerade Juliets 18. Geburtstag, als die Zombieepidemie ausbricht. Schon auf dem Schulweg stellen sich ihr allerhand zombiefizierte Mitschüler, Lehrer und Polizisten in den Weg, und auch ihr Freund Nick wurde bereits gebissen. Um ihren Liebsten zu retten, sägt sie ihm kurzerhand den noch nicht zombifizierten Kopf ab (!) und trägt ihn fortan als sprechendes Andenken mit sich herum. Die Story ist stellenweise ziemlich abgedreht, die Dialoge sind aber trotzdem etwas langatmig und nicht so witzig, wie man es vielleicht hätte erwarten können.Die Steuerung ist recht einfach gehalten und auf schnelles und intuitives Button-Mashing ausgelegt. Die Viereckstaste dient zum Prügeln und löst leichte Hiebe und akrobatische Kicks aus. Diese richten zwar nur wenig Schaden an, können Gegner aber betäuben, sodass man sie anschließend leichter mit der Kettensäge weiterverarbeiten kann (Dreieck). Für Tiefschläge etwa gegen kriechende Zombies ist die X-Taste reserviert. Per Kreistaste kann Juliet Ausweichsprünge vollführen oder sich aus dem Griff der Zombies befreien. Nach und nach lassen sich auch diverse Kombos freischalten. Außerdem hat Juliet auch noch einige Spezialaktionen auf Lager. Mit einem vollen Powerbalken kann man sie zeitweise in einen wilden Berserker verwandeln und somit besonders deftig reinhauen lassen. Ansonsten kann auch noch Kumpel Nick beziehungsweise sein Kopf zu Hilfe gerufen werden, sei es, um ihn zum Beispiel auf Feinde zu feuern oder wie ein Lasso wild herumwirbeln zu lassen. Später erhält man auch noch einen Blaster, dieses Feature wurde allerdings recht halbherzig umgesetzt. Die durchschnittlichen Zombies beschränken sich zumeist auf einfache Taktiken wie Umzingelung und Knabberangriffe, nur die durchgeknallten Bossgegner sind in ihren Verhaltensmustern etwas variantenreicher. Zu den Vorboten der Finsternis, wie sie heißen, zählen unter anderem ein Heavy Metal-Wikinger auf einem fliegenden Geisterschiff und ein Funky Freak in einer fliegenden Untertasse. Von Basketball bis MähdrescherDer Schwerpunkt des Spiels liegt zwar auf den zahlreichen Kämpfen, teilweise werden diese aber durch andere Spielelemente etwas aufgelockert. Zum Beipiel müssen manchmal Hindernisse übersprungen oder in Stücke gesägt werden. An anderer Stelle muss man Juliet über die Köpfe einiger Zombies hinwegtanzen oder an einer Pole Dance Stange wild herumwirbeln lassen – und die Zombies ringsum enden als Hackfleisch. Für eine gewisse Abwechslung im Zombieschnetzelalltag ist also gesorgt, viele der Minispielchen zwischendurch beschränken sich allerdings auf einfache Quick Time Events oder schnelles Tastendrücken. Oft wurden die guten Ideen auch nur halbherzig umgesetzt. Mit einem Mähdrescher ein Feld voller Zombies “abzuernten” oder beim Zombiebasketball den Korb mit möglichst vielen Zombieköpfen zu füllen, mag für ein paar Sekunden ganz witzig sein, doch viel Tiefgang haben all diese Spielchen nicht. Zudem beschränkt sich das Leveldesign überwiegend auf langweilige Schlauchlevels, die streng in vorgegebene Abschnitte unterteilt sind. Um weiter zu kommen, muss man in der Regel erst eine oder mehrere Zombiewellen erledigen.Dafür erhält man dann häufig Medaillen, die Währung des Spiels. Ab und zu findet man einen Shop, wo man neue Moves, Upgrades, Klamotten, Artworks und Musikstücke einkaufen kann. Vor allem ein paar Lollies sollte Juliet immer dabei haben, der Verzehr bringt sie wieder zu Kräften. In 5 bis 6 Stunden ist der kurze Spaß dann auch schon vorbei. Die Motivation, anschließend noch mal neu zu starten, um Levelstatistiken oder Online-Ranking aufzuwerten, hält sich in Grenzen. Auch grafisch kein HitGrafisch ist Lollipop Chainsaw kein allzu beeindruckendes Spiel. Die Szenarien sehen allesamt recht unspektakulär aus, und die Effekte, Icons und die ganze Technik wirken recht billig und amateurhaft gemacht. Zu den typischen Vorkommnissen gehört zum Beispiel, dass ein zersägter Baumstamm einfach so zu Nichts verpufft oder Busse völlig unnatürlich herumschlingern wie Luftkissenboote. Häufig mangelt es auch einfach an Details.Besser ist dagegen der Sound, ein unerwartet rockiger Mix mit teilweise bekannten Rockstücken. Dass die derben Kraftausdrücke aus dem englischsprachigen Raum nicht übersetzt wurden, ist vielleicht ganz gut so, die deutschen Untertitel sind aber auch nicht ohne. |
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Lollipop Chainsaw

Survival-Horror
von Warner Bros. Interactive Entertainment
USK-Freigabe ab 16 Jahren
von Warner Bros. Interactive Entertainment
USK-Freigabe ab 16 Jahren
| PS3 | Juni 2012 | |
| 360 | Juni 2012 |
| will ich haben | habe ich angespielt | besitze ich | bin Profi (durchgespielt) |
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