Sechs lange Jahre mussten Fans auf ein neues Abenteuer von George Stobbart und Nicole Collard warten, denn soviel Zeit war nach dem Showdown im Maya-Tempel am Ende von Baphomets Fluch 2 vergangen. Mit dem dritten Ableger der Serie wagt Hersteller Revolution Software nun den Sprung in die 3.Dimension, inklusive direkter Steuerung und stark verändertem Gameplay.
Anwälte haben es auch nicht leicht
George hat sich aus dem Abenteuerleben zurückgezogen und arbeitet nun als Patentanwalt und hat den Auftrag einen Wissenschaftler im Kongo zu besuchen, doch aufgrund eines Sturmes stürzt sein Flieger ab und George wird Zeuge eines mysteriösen Mordes. Seine ehemalige Freundin Nico soll zeitgleich einen Hacker interviewen, der ebenfalls Opfer eines Mordes wird. Jener Hacker übersetzte einen Text, der Aufschluss über die andauernden Stürme und Erdbeben geben sollte. Somit sind die beiden Hauptcharaktere miteinander verknüpft und gehen beide auf unterschiedliche Art und Weise und in verschiedenen Standorten ihren Problemen auf den Grund.
Neue 3D Welt
Der größte Unterschied im Spiel ist wohl der Sprung in die 3D Welt. Wurde früher noch in zweidimensionalen Räumen mit der Maus auf die Objekte geklickt, werden nun die beiden Hauptcharaktere mit dem linken Analogstick durch die detaillierten Welten bewegt. Die Umgebungen sind schön anzusehen und auch die Charaktere machen einiges her. Obwohl die Hintergründe, wie etwa Straßen, ein wenig leer aussehen, ist das Gesamtkonzept stimmig. Der Grafikstil erinnert stak an Lucasarts Games wie Grim Fandango oder Monkey Island 4, wobei die Zwischensequenzen nach einer Passage kinoreif präsentiert werden. Das Spiel ähnelt also mehr einem interaktivem Film als einem Adventure. Für viele Fans der klassischen Adventures eher ein getrübter Anblick, aber für Genre Neulinge ein perfekter Einstieg. Grundlegende Änderungen sind auch im Handling des Spiels zu erkennen. Wichtige Objekte werden von den beiden Protagonisten automatisch anvisiert und auf dem Bildschirm kenntlich gemacht. Wenn es möglich ist mit diesen Gegenständen zu interagieren, werden die vier Haupttasten mit den jeweiligen Optionen belegt. Aufgesammelte Gegenstände lassen sich in einem kleinen Menü benutzen oder kombinieren. Des Weiteren ist die Möglichkeit gegeben zu schleichen oder zu rennen, wobei gerade letztere Eigenschaft sich als äußerst nützlich erweist, um die verschiedenen Schauplätze schneller erreichen zu können.