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Test: Project Gotham Racing 2
Ein Musterbeispiel dafür, wie ein motivierendes Rennspiel aussehen kann."Was in aller Welt sind Kudos?" habe ich gedacht, als ich zum ersten Mal von Project Gotham Racing 1 gehört habe. Ein Rennspiel, bei dem man merkwürdig benannte Punkte sammeln soll. Wie albern. Da fahre ich doch lieber weiter Colin McRae Rally. Außerdem besaß ich zum damaligen Zeitpunkt noch überhaupt keine XBox. Mittlerweile habe ich eine XBox. Und bei den Topwertungen, die der Nachfolger eingeheimst hat, wurde ich neugierig und habe mir die Demo besorgt. Nach den ersten Runden war ich noch etwas skeptisch, habe das Spiel dann aber doch bestellt, weil ich endlich mal wieder ein nettes Rennspiel über XBox-Live zocken wollte. Und seit ich Project Gotham Racing 2 zu Hause habe, spiele ich fast nichts anderes mehr.Punkte-Sammel-SuchtIn Rennspielen geht es normalerweise darum, bei Rennen einen bestimmten Platz zu erreichen (i.d.R. Erster zu werden). Nicht (ganz) so bei Project Gotham Racing 2. Kernstück des Spiels ist die Kudos-Weltmeisterschaft. Hier geht es darum möglichst viele Kudos-Punkte zu erhalten. Diese bekommt man zwar auch für gute Platzierungen und schnelle Rundenzeiten, aber genauso für fehlerfreies Fahren und besondere Fahrmanöver, wie z.B. Drifts, Sprünge und Überholen aus dem Windschatten heraus. Dadurch ist es nicht mehr so wichtig mit einem Bleifuss wie die wilde Sau (Sorry!) über die Piste zu brettern, sondern man ist erfolgreicher, wenn man Ideallinie fährt und auf Kollisionen verzichtet. Eine saubere Fahrweise wird also honoriert, vor allem weil man einen zusätzlichen Kombibonus bekommt, wenn man mehrere Fahrmanöver aneinander reiht. Alle Punkte eines Rennens werden addiert, dazu kommen dann noch die Abschlussboni (z.B. für ein fehlerfreies Rennen) und dieser Endstand wird dem Gesamtpunktekonto gutgeschrieben. Überschreitet man mit diesem Gesamtpunktekonto nun eine bestimmte Grenze (Level), wird, wie in einem Rollenspiel, ein neuer Rang erreicht und man erhält sogenannte Kudos-Token, über die man sich neue Fahrzeuge frei schalten kann.Fetter UmfangDie Kudos-Weltmeisterschaft besteht aus 14 Auto-Serien. Angefangen von der Sport Mittelklasse (Mini Cooper S, Ford Focus RS,...) über Sport-Coupé (Lexus SC430, Cadillac XLR,...) bis hin zu reinrassigen Supersportwagen (TVR Tuscan Speed 6, Ferrari 360 Modena,...) ist alles vertreten, was sich der automobilbegeisterte Spieler wünscht. Auch Sonderserien wie Geländewagen (z.B. Porsche Cayenne), Roadster (z.B. Lotus Elise) oder Oldtimer (z.B. Mercedes 300SL Flügeltürer) sind vorhanden. Insgesamt warten über 100 Autos darauf, ausprobiert zu werden. Doch sind nicht alle Autos bereits von Beginn an auswählbar. Nur zwei Wagen je Serie stehen direkt zur Verfügung. Alle anderen müssen erst über Kudos-Token freigeschaltet werden. Hat man in einer Serie alle Rennen gewonnen (egal in welchem Schwierigkeitsgrad), so wird die nächsthöhere Serie freigeschaltet.Gefahren wird in zehn Städten (Moskau, Yokohama, Stockholm, Chicago, Edinburgh, Hongkong, Sydney, Florenz, Barcelona und Washington D.C.), die alle detailliert nachgebildet wurden. In jeder Stadt stehen diverse Rundkurse zur Verfügung, so dass man auf eine stattliche Anzahl an Kursen kommt. Dabei gibt es sowohl breite und übersichtliche Kurse, in denen man gut überholen kann (z.B. Moskau), aber auch enge und verwinkelte Strecken, die eine optimale Fahrzeugbeherrschung erfordern (z.B. Hongkong). Das Sahnestückchen ist mit Sicherheit die Nordschleife des Nürburgrings, die mit einer Länge von 20,8 km und 73 Kurven jeden Fahrer bis zum Letzten fordert. Fordernd ist übrigens auch das Fahrverhalten der Computergegner, die sich relativ stur an die Ideallinie halten und auch mal versuchen einen abzudrängen. Das ist aber andererseits ein gutes Training für XBox Live-Rennen, in denen es einem keinen Deut besser ergehen wird. ;) Bei den Kudos-Rennen gibt es neben "normalen" Rennen gegen einen (Fahrerduell) oder mehrere Computergegner (Straßenrennen) noch Rennen mit Zeitvorgabe, heiße Runde (eine bestimmte Rundenzeit unterbieten), Slalom (eine bestimmte Anzahl an Kudos-Punkten durch das saubere Durchfahren eines Kurses einsammeln), Blitzgerät (mit einer bestimmten (Mindest-)Geschwindigkeit durch eine Radarfalle fahren) und Überholen (eine bestimmte Anzahl an Autos in einer vorgegebenen Zeit überholen). Bei jeder Rennart entscheidet man sich vor dem Rennen, ob man um eine Stahl-, Bronze-, Silber-, Gold- oder Platin-Medaille fährt. Dadurch legt man den Schwierigkeitsgrad der Computer-Gegner und die zu unterbietende Zeit fest. Außerdem bekommt man einen höheren Abschlussbonus,. wenn man um eine wertvollere Medaille fährt. Hat man bereits in einem Rennen eine Medaille gewonnen und gewinnt dieses, z.B. in einem höheren Schwierigkeitsgrad, noch einmal, so bekommt man die Punktzahl nur einmal auf sein Gesamtpunktekonto angerechnet (natürlich die höhere von beiden). |
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Project Gotham Racing 2

Renn-Simulation
von Microsoft, Bizarre Creations
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
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| Xbox | November 2003 |
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