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Test: True Crime: Streets of LA

Ein sprücheklopfender Cop sorgt in Los Angeles mit ungewöhnlichen Methoden für Zucht und Ordnung.
 True Crime: Streets of LA
Im Vorfeld wurde True Crime oft als potenzieller GTA-Konkurrent betrachtet und das ambitionierte Game aus dem Hause Activision hat letztendlich auch einiges mit den höchst beliebten Rockstar-Titeln gemeinsam. So stehen erneut actionreiche Touren durch eine von kriminellen Gestalten bevölkerte Großstadt auf dem Programm, der Held schwingt sich oft hinter das Steuer eines schnellen Flitzers und geht vor allem nicht gerade zimperlich mit seinen Widersachern um. Da Nick Kang, der halbchinesische Protagonist von True Crime, als Cop zur Gegenseite gehört hat er sich durch ebendiese unkonventionellen Methoden und sein eigenmächtiges Handeln eine Suspendierung vom normalen Polizeidienst eingehandelt. In seiner jetzigen Spezialeinheit E.O.D. (Elite Operations Devision) ist der Umgangston unter den Kollegen deutlich rauer, Nick kann seine neue Partnerin Rosie zuerst absolut nicht ausstehen (was auf Gegenseitigkeit beruht) und hinter der zunehmenden Aktivität von chinesischen Triaden und russischen Mafiosi steckt diesmal scheinbar weitaus mehr als der gewöhnliche „Geschäftssinn“ dieser Unruhestifter.

Ein interaktiver Actionstreifen

In zwölf Kapiteln nimmt Nick geleitet von Anweisungen seiner Vorgesetzten und den Ergebnissen seiner eigenen Nachforschungen die Ermittlungen auf. Jede Episode besteht aus einigen Missionen, welche zum einen durch actionfilmreife In Game-Zwischensequenzen, zum anderen von meist beliebig ausdehnbaren Streifzüge durch Los Angeles unterbrochen werden. Die storyrelevanten Aufgaben lassen sich dabei grob in drei große, ständig wechselnde, Bereiche einteilen: Auto, Prügelei, ballern J Das hört sich jetzt vielleicht arg simpel an, doch zum Glück wird in jedem Untergenre genug Abwechslung geboten um möglicherweise auch Verächter des jeweiligen Prinzips zu überzeugen.
So soll man mit einem Fahrzeug etwa innerhalb eines Zeitlimits einen auf der Übersichtskarte markierten Ort erreichen, einen Verdächtigen verfolgen ohne gesehen bzw. abgehängt zu werden oder ein paar schwerbewaffnete, hartnäckige Fieslinge abschütteln. Zu beachten gibt es unter anderem den aktuellen Zustand des jeweiligen Gefährts, denn ein explodierender Motor und platte Reifen wirken sich natürlich nicht unbedingt positiv auf die Geschwindigkeit aus. Kaputte Karren lassen sich in Werkstätten reparieren oder auch (Achtung! Preisgünstige Alternative *g*) gegen „geliehene“ Autos der städtischen Bevölkerung austauschen. Die aus der Tür gezerrten entrüsteten Ex-Besitzer werden ihren fahrbaren Untersatz zwar wahrscheinlich nie wieder zu Gesicht bekommen (höchstens in Form von Altmetall), aber es geht schließlich um Recht und Ordnung. Da muss man als braver Bürger schon ein paar Opfer bringen ;)
Leider beschränkt sich die Auswahl an Vehikeln auf vierrädrige Maschinen. Motorräder sind also – obwohl von früheren Screenshots angedeutet – nicht drin. Aber mit schicken Sportwagen, robusten Jeeps und der eingebauten Sirene von Nicks eigenem Wagen kann man trotzdem recht zufrieden sein.

Asiatische Kampfkünste und amerikanische Schießprügel

Es hat offensichtlich deutliche Vorteile wenn der eigene Bruder eine Kampfschule besitzt, denn Nicks Martial Arts-Fähigkeiten machen so manchen Schwarzgurt neidisch. Mit Schlägen, Tritten und Sprungkicks überwindet der Polizist je nach Situation die Deckung der Gegner, Angriffe werden abgeblockt und benommene Feinde lassen sich vorübergehend mit viel Elan auf den Boden bzw. auf alle möglichen herumstehenden Objekte knallen. Das krachende Auseinandernehmen von kompletten Einrichtungen macht jedem verkappten Vandalen höllisch viel Spaß und funktioniert mit später erlernten coolen Spezialangriffen mindestens noch einmal so gut.
Der dritte Bereich befasst sich schließlich mit Schießereien aller Art, vom gezielten Ausschalten eines Scharfschützen bis hin zu regelrechten Massenschlachten. Nick hantiert übrigens stets mit zwei Waffen gleichzeitig, mit denen man außerdem mehrere Ziele zur selben Zeit anvisieren kann. Durch einen geschickten Tritt werden fallengelassene Mordwerkzeuge außerdem in die starken Hände des Helden befördert und man darf den Verbrechern alles mit gleicher Münze heimzahlen (bis die Munition verbraucht ist – dann geht es ganz normal mit den bisherigen Pistolen/Gewehren und ihren unbegrenzt vorhandenen Kugeln weiter). Für zusätzliche Action sorgen ein paar ansehnliche Zeitlupenmanöver mitten im Flug, während präzisionsabhängige Schüsse eher in der optionalen Ego-Perspektive gelingen.
Screen 1
Wolltest du im neuen Jahr nicht mit dem Rauchen aufhören?
Screen 2
Schlechtes Wetter bekommt man im Spiel nur selten zu Gesicht
Screen 3
Showdown im Gang
Screen 4
Interessante Kampfmontur

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True Crime: Streets of LA

Packshot
Action
von Activision, Luxoflux
USK-Freigabe keine Angabe
GamecubeNovember 2003
PCMai 2004
PS2November 2003
XboxNovember 2003
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