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Test: Legacy of Kain - Defiance

Schützt eure Hälse und betet um euer Seelenheil - Kain und Raziel sind zurück!
 Legacy of Kain - Defiance
Wie es sich für einen braven kleinen Menschen gehört ziehe ich ja eigentlich liebend gerne als strahlender, absolut selbstloser Held in virtuelle Schlachten, befreie niedliche pelzige Gestalten aus fiesen Käfigen, sammle kunterbunte Bonbons und gebe allen bösen Buben ohne zu zögern richtig eins auf die Mütze. Doch da gibt es auch noch zwei dunkle Gruseltypen, deren spannende Streifzüge und Schandtaten selbst mich nettes Ding an den Bildschirm fesseln können. Die Rede ist von Vampirfürst Kain und seiner ehemaligen rechten Hand Raziel. Genau diese Herren aus den bekannten Blood Omen- respektive Soul Reaver-Games geben sich in Legacy of Kain: Defiance erstmals gemeinsam die Ehre als spielbare Figuren. Nach Lust und Laune aussuchen kann man den (Anti)Helden hier zwar nicht, aber durch den automatischen Wechsel der Charaktere je nach Level wird beiden Recken ein würdiger Auftritt garantiert.
Legacy of Kain- Kenner ahnen bereits, dass die populären Untoten im Laufe des Spiels unweigerlich aufeinandertreffen werden, doch am Anfang trennen sie sowohl Zeit (nämlich volle 500 Jahre) als auch Raum. Kains Geschichte beginnt in der Festung der vampirhassenden Sarafanen mit der Suche nach dem listigen Intriganten Möbius. Batman hat mit dem unsympathischen Zeitenwächter noch eine Fledermaus zu rupfen und erhofft sich Antworten auf so manche ungelöste Frage. Raziel vegetiert dagegen in der Geisterwelt unter der Fuchtel des gierigen Alten Gottes vor sich hin. Höchste Zeit für einen Ausbruchsversuch....

Ich wünsche dir noch einen schönen Flug ;)

Jeder der Helden hat zwar ein paar Eigenheiten zu bieten, doch ein Großteil der Steuerung ist weitgehend identisch. Raziel kann mit seinen zerrupften Flügeln beispielsweise lediglich etwas weiter durch die Luft gleiten und Kain reagiert auf gewöhnliches Wasser etwas „allergisch“ (Salzsäure lässt grüßen). Gleichzeitig führen beide grundsätzlich die selbe Waffe, genauer gesagt zwei Versionen des mächtigen Soul Reavers. Die geschwungene Klinge ist ein Albtraum für jeden Gegner, denn neben blitzschnellen Schlägen gehören auch noch ein paar raffiniertere Methoden zum Bewegungsrepertoire. Schwungvoll in die Luft geschleuderte Vampirjäger können hammerharten Sprungattacken nichts entgegensetzen, nach der Landung auf dem Boden reißt eine Druckwelle vielleicht noch sämtliche Kumpanen von den Stinkefüßen und wenn man dann den Blutdurst (bzw. „Seelendurst“) des jeweiligen Protagonisten durch kräftige Zubeißen oder Heransaugen stillt, ist endgültig Sense.
Durch regen Gebrauch wächst die Erfahrung des Schwertes, was ihm nach einer Weile weitere Spezialattacken mit wohlklingenden Namen wie etwa „Himmlischer Todesstoß“ beschert. Falls das Gesocks trotzdem mal außer Reichweite des Mordwerkzeugs herumstromert, kommen magische Fähigkeiten zum Einsatz. Durch Telekinese lassen sich freche Bogenschützen zum Beispiel wunderbar auf den Boden klatschen oder rückwärts von einer Mauer in die bodenlose Tiefe schubsen – nicht selten huscht bei solchen Aktionen ein hinterhältiges Grinsen über mein ehemals freundliches Gesicht.

Geisterstunde und kleine Reaver-Kunde

Die umfangreiche Story setzt sich aus insgesamt fünfzehn Kapiteln zusammen, was aber nicht heißt, dass man auch zwangsläufig ebenso viele große Über-Levels zu Gesicht bekommt. Stattdessen stehen teilweise „doppelte“ Abstecher in ein und das selbe Areal auf dem Terminkalender, da beide Hauptdarsteller sich dort individuell auf Spurensuche begeben oder mehrere Kapitel hintereinander am gleichen Ort verbringen. Bedingt durch den großen Zeitunterschied und andere Faktoren verändern sich jedoch verschiedene Elemente der Umgebung genau wie die Zusammensetzung der feindlichen Streitkräfte. Während Kain beispielsweise im munteren Schneetreiben, belästigt von übereifrigen Sarafanen, die Gegend rund um die geheimnisvollen Säulen von Nosgoth besucht, erkundet Raziel den ziemlich verwüsteten Bereich im Sommer, wobei ihm hammerschwingende Riesenkrieger in die Quere kommen. Zudem kann man teilweise neue Unterabschnitte öffnen und so weitere Geheimnisse enthüllen.
Screen 1
Ein Gesicht zum Verlieben *g*
Screen 2
Kain hat dich zum Fressen gern
Screen 3
Kommt nur her, wenn ihr euch traut
Screen 4
Ein Freiflug mit Kain Air
Screen 5
Raziel hat auch ein Händchen für Telekinese-Tricks

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Legacy of Kain - Defiance

Packshot
Action-Adventure
von Eidos
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCFebruar 2004
PS2Februar 2004
XboxFebruar 2004

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

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