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Test: Gladius
Ihr habt Gladius noch nicht gekauft? Dann wird es ja langsam Zeit :)| Gladiatoren, Arenakämpfe, Figuren namens Valens oder Julius - Das hört sich doch schwer nach einem Ausflug ins alte Rom an. Nicht ganz ;) Der rundenbasierte Strategie-Rollenspiel-Mix Gladius fußt zwar auf der Geschichte dieser antiken Weltmacht, wurde von den zuständigen Entwicklern jedoch in einer eigens dafür erfundenen, teilweise magischen Fantasy-Welt angesiedelt. Begegnungen mit mythologischem Getier wie etwa den trinkfesten Satyren oder bissigen Riesenwölfen gehören für die menschlichen Bewohner dieses Reiches gewissermaßen zum Alltagsgeschehen. Ansonsten zeichnen sich die Einheimischen offenbar durch ihre überdurchschnittliche Kampfeslust aus. Seit dem Ende des großen Krieges zwischen Imperia (Gegenstück zu unserem Rom) und dem "babarischen" Nordagh dienen Gladiatorenspiele praktisch als einigermaßen friedliche Methode, um aufgestaute Aggressionen ohne Massensterben abzubauen. In Gladius leitet man die Geschicke einer aufstrebenden Gladiatorenschule von den bescheidenen Anfängen bis zum ruhmreichen Sieg in der ultimativen Herausforderung. Der Musterkrieger und die BarbarenschönheitZur Wahl stehen gleich zwei komplette, nichtlineare Kampagnen, welche sich im Verlauf der Geschichte auch überschneiden. Für Neulinge wird wegen des niedrigeren Schwierigkeitsgrades der Handlungsstrang rund um Ursula, die Tochter von Nordaghs König, empfohlen. Die junge Frau wird von den Hexen des Landes dank einer Prophezeiung als zukünftige Erweckerin des "dunklen Gottes" angesehen. Um sein Kind vor dem schlechten Einfluss des verrückten Magierpacks zu bewahren, zog König Orin Ursula und ihren Zwillingsbruder Urlan recht isoliert an einem sicheren Ort auf. Das Leben im goldenen Käfig wird der resoluten Kriegerprinzessin aber irgendwann zu langweilig und nach endlosem Betteln darf sie Urlan in die große weite Welt begleiten.Muskelpaket Valens ist dagegen der Sohn des berühmtesten imperianischen Gladiators. Nachdem Papa Munio bei einem feigen Angriff sein Leben lassen musste, hat der sympathische Jüngling dessen Kämpfer-Schule geerbt und möchte diese zu neuem Ruhm führen. Ganz nebenbei kommen die Helden selbstverständlich auch noch so manchem Geheimnis auf die Spur... Zu Beginn der beiden Kampagnen verfügt man lediglich über je zwei schlecht ausgerüstete spielbare Charaktere, doch später schwellen die eigenen Ränge durch rekrutierte Kämpfer erheblich an. Um an der letzten Schlacht teilnehmen zu dürfen, muss man zuerst unzählige örtliche Liga-Kämpfe, Regionalmeisterschaften und Landes-Wettkämpfe in den vier Bereichen der Spielwelt überstehen und so fleißig Trophäen oder andere Zertifikate als Teilnahmeberechtigungen sammeln. Freundlicherweise hat die Gruppe meist einige Alternativen zur Verfügung und kann zwischendurch durchaus ein paar lästige Herausforderungen überspringen. Da jeder einmal klein anfängt, bieten Tutorial-gestützte Provinz-Turniere zwischen Schweinesuhlen und Holzzäunen genug Gelegenheiten, um die grundsätzlichen Spielmechaniken kennen zu lernen. Taktische Planungen und kleine ReaktionstestsEine etwas trockene, optisch schlichte, Oberwelt als Verbindung zwischen den einzelnen Städten existiert zwar auch, die meiste Zeit verbringt man jedoch in den eigentlichen Arenen. Abhängig von der Art des Charakters bewegen sich die Figuren pro Runde unterschiedlich weit über das Schlachtfeld, wobei flinke Gladiatoren naturgemäß öfter zum Zug kommen als ihre schwerfälligen (dafür aber kräftigen) Kollegen. Eine Art "Stein-Schere-Papier-Prinzip" regelt grundsätzliche Stärken und Schwächen der Krieger. So können wahre Kolosse ihren Durchschnitts-Kontrahenten gewaltig eins auf die Mütze geben, müssen sich dafür aber vor kleinen Sausewinden besonders in Acht nehmen.Durch geschickte Manöver und Kniffe lassen sich etwaige Nachteile jedoch recht schön ausgleichen. Eine Rolle spielt, wie bei vielen anderen Games dieser Art, das individuelle Terrain der betreffenden Arena. Schläge aufs Haupt erhöhen in diesem Fall also beispielsweise nicht das Denkvermögen, sondern tun dem Feind extra viel weh. Wenig überraschen dürfte auch die Tatsache, dass Attacken von der Seite oder aus dem Hinterhalt mehr Schaden anrichten. Das Ganze funktioniert hier interessanterweise aber nur, falls das Opfer gerade durch die Auseinandersetzung mit einem anderen Gladiator abgelenkt ist. Eine Besonderheit von Gladius ist die so genannte Schwunganzeige, welche etwas Action ins taktische Getümmel bringt. Um von der vollen Durchschlagskraft eines Angriffs zu profitieren, muss der Spieler nämlich z.B. im richtigen Moment den A-Knopf drücken. Trifft man dabei den roten Bereich auf einer Linie, entfaltet das Manöver sein ganzes Potenzial. Wer zu spät dran ist, den bestraft auch hier das Leben. Dann geht die Aktion nämlich in die Hose und die Attacke entlockt dem gewünschten Ziel nur ein müdes Lächeln. Für komplexere Bewegungen gibt es Knopf-Kombinationen zu meistern, während andere Aktionen Track and Field-ähnliches Button-Hämmern voraussetzen. Notfalls lässt sich diese Funktion auch automatisieren - das zufallsgesteuerte Ergebnis dürfte aber nur arg reaktionsschwache Spieler zufriedenstellen. |
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Gladius

Strategie
von Activision, LucasArts
USK-Freigabe ab 12 Jahren
von Activision, LucasArts
USK-Freigabe ab 12 Jahren
| Gamecube | November 2003 | |
| PS2 | November 2003 | |
| Xbox | November 2003 |
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