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Test: Ninja Gaiden
Erwecke den Ninja in dir!Kennt Ihr noch die alte Frosties-Werbung, in welcher das sportliche Tiger-Maskottchen am Ende immer "Erwecke den Tiger in dir" entgegenbrüllte? Der selbe PR-Mensch muss wohl zu Microsoft gewechselt sein, ziert das Backcover von Ninja Gaiden doch ein "Erwecken Sie den Ninja in sich!". Ok, das ganze mag ein klein bisschen weit hergeholt sein. Warum ich das dann hier schreibe? Nun, im Gegensatz zum Kelloggs-Äquivalent verspricht dieser Werbeslogan wahr zu werden.Erzürne niemals einen NinjaEs gibt wirklich schlechte Ideen. Die einen veranlassen einen zum Falschparken vor einer Polizeistation, die anderen zum Wählen der Partei Unabhängiger Bibelfester Salatgurkenzüchter (kurz: PUBS). Doch das sind alles geniale Geistesblitze gegenüber der Idee, sich mit Ryu Hayabusa anzulegen, seines Zeichens Frontmann der Dead or Alive-Truppe und Meister-Ninja des namensgebenden Hayabusa-Clans. Doch, wie meine Oma immer sagte, es wird jede Minute ein Idiot geboren. Tja, und wenn dieser Idiot auch noch abgrundtief böse ist und nach dem mächtigen Dark Dragon Blade (nicht verwandt oder verschwägert mit Soul Calibur) lechzt, dass eben in Ryus Heimatdorf aufbewahrt wird, dann haben wir den Salat. So muss er eines Tages zusehen, wie aus seinem zerstörten Heimatort das alte Schwert gestohlen wird und macht sich in das böse vigoorische Reich auf, um seine Familie zu rächen und das Artefakt sicher zu stellen.Erwecke den Ninja in dir!Fortan müsst ihr euch durch 16 Kapitel kämpfen, um auch dem letzten Endgegner das Lebenslicht auszublasen und das verdiente Happy-End zu erhalten. Wobei hier wirklich die Betonung auf "verdient" liegt. Denn selten bekommt man ein derart forderndes Spiel auf seine Flimmerkiste. Schon die kleinsten Gegner können besonders Ninja Gaiden Neulinge zur Verzweiflung und zum nächsten Ladebildschirm bringen, von den vielen Zwischen- und Endgegner Situationen einmal ganz abgesehen. Doch dank Team Ninjas Dead or Alive Erfahrung hat unser Protagonist eine geniale Steuerung verpasst bekommen, die keine Stelle im Spiel unlösbar macht. Sind es doch nur zwei verschiedene Angriffsbuttons, ein Sprung Knopf und einer zum Blocken; die Aktionenvielfalt muss sich vor keinem "echten" Beat 'em Up verstecken..."Noch ca. 30 Meter. Der vigoorische Soldat wäre eigentlich kein Problem für Ryu. Auch seine 9mm Halbautomatik nicht. Viel mehr Sorgen bereitete ihm der granatwerfende Irre hinter ihm, die explosive Munition auf dem Weg zu ihm und die Tatsache, dass er in der engen Häuserschlucht nirgends Deckung fand. 8 Sekunden, dachte Ryu, als er anfing zu rennen. 20 Meter. Die Schüsse waren nicht gut gezielt, trotzdem rollte er sich vorsichtshalber ab, nur um dann einen schnellen Satz nach vorne zu machen. 15 Meter, 6 Sekunden. Ryu konnte die ängstlichen Augen des jungen Soldaten unter der schwarzen Maske erkennen. 10 Meter. Die letzten Schüsse waren nur knapp an ihm vorbeigeflogen. Wieder eine Granate. Ryu sprang hoch. Zitternd vor Angst zog der weiß gekleidete Soldat seinen Elektrostab, doch er war nicht Ryus Ziel. Noch nicht. Immernoch 6 Sekunden, korriegierte er sich, als er einen der schwarzen Elite-Soldaten im Hintergrund erkannte und rechts gegen die Wand sprang. 3-4-5-6 Schritte und ein gut ausbalancierter Oberkörper ließen Ryu an der Wand und über den verdutzten Soldaten entlanglaufen. Auch die beiden Soldaten hinter dem armen Kerl, der nun mit dem Rücken zu Ryu stand, versuchten nun ihre Waffen gegen den Elektrostab zu tauschen. Doch sie waren zu langsam. Mit einem Ruck stoß sich der Ninja von der Wand ab, rollte sich einmal in der Luft ab, bekam noch im Flug den Kopf des Grenadiers zu packen und ließ ihn mit der puren Gewalt seines Körpers über sich fliegen. Während der Vigoorianer unsanft gegen eine weitere Häuserwand prallte, nutzte Ryu seinen Schwung und die zum Trampolin umfunktionierten Schultern des dritten Soldaten, um sich mehrere Meter in die Luft zu katapultieren. 3 Sekunden. Die Stelle der Wand, die gerade mehrere Knochenbrüche am besagten granatwerfenden Irren verursacht hatte, nutzte Ryu nun, um sich gekonnt von ihr noch weiter in die Lüfte zu schwingen. 6 Meter über den Köpfen der bedauernswerten Soldaten zog der Ninja sein Drachen-Schwert und stürzte sich tötend nach unten. Zwei klaffende Wunden an den Hälsen der Gegner, die wahrscheinlich vor ihrem Tod nicht mehr wissen würden, was überhaupt genau geschehen war, später ließ Ryu sein Windshuriken in Kopf des letzten Soldaten fliegen. 11 Sekunden waren vergangen. Ryu war langsam geworden." |
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