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Test: X-Men: Legends

Erfrischend anders: Das Action-Rollenspiel aus dem Marvel-Universum überzeugt auf ganzer Linie.
 
Wenn Alison Crestmere die Beherrschung verliert, bricht das Chaos aus: Dann verwandelt sich ihr Körper in ein flammendes Inferno, das die Erde erbeben lässt und halbe Stadtviertel in Schutt und Asche legt. Deshalb sind jetzt die Typen von der Genetic Research and Security Organisation auf sie aufmerksam geworden. Doch ausgerechnet am Tag ihrer Verhaftung gelingt es einem tonnenschweren Mutanten namens Blob, die junge Frau zu entführen – im Auftrag der Bruderschaft der Mutanten, niederträchtigem Gesindel, das nur Böses im Sinn hat. Von den X-Men wurde kein geringerer als Wolverine damit beauftragt, den Spuren des dicken Trampels zu folgen und das Mädchen zu finden.

Abgefahren: Ein Action-Rollenspiel im Marvel Universum

So weit erst mal zur Story von X-Men Legends. In der Rolle von Wolverine kämpft ihr euch anfangs durch die New Yorker Innenstadt, quer über verwüstete Straßen, durch U-Bahn-Stationen und den Central Park. Landet ihr mal in einer Sackgasse, braucht ihr nicht lange zu suchen, um in der Nähe einen versteckten Seitenweg zu entdecken. Nach und nach erhaltet ihr Tipps zur Bedienung der Steuerungselemente. Mit dem linken Stick bewegt ihr euren Charakter, mit dem rechten die Kamera. Zwei verschiedene Angriffe können sowohl ergiebig als auch sinnvoll miteinander kombiniert werden. Die Popup-Combo ist beispielsweise eine Folge von zwei einfachen Schlägen und einem Uppercut. Bei der Stolperfalle ist die dritte Attacke stattdessen ein Fußfeger. Manche Combos wie der Lähmangriff erzielen auch besondere Wirkungen.
Mit einem weiteren Knopf könnt ihr Gegner packen und durch die Gegend schleudern. Hier kommt der Bud-Spencer-Effekt ins Spiel: Mit den Würfen lasst ihr zwei oder mehr Gegner zusammenprallen und fügt so gleich mehreren Feinden Schaden zu. Auch viele Gegenstände lassen sich aufheben und werfen. Wahrscheinlich seid ihr aber anfangs zu schwach, um solche Dinge wie ein Schneemobile oder Krankenhausbetten zu stemmen.
Ein ganz wesentlicher Aspekt des Spiels ist übrigens der Randale-Faktor. Auf eurem Weg hinterlasst ihr stets eine Spur der Zerstörung und des Chaos: Blumenkübel werden einfach an der nächsten Hauswand zerdeppert, Parkbänke, aber auch Autos und Bushaltestellen werden eingetreten und in sämtliche Einzelteile zerlegt. Auch Laternenpfähle und Stützpfeiler werden geknickt und zermalmt wie getrocknete Brezeln. Innerhalb von Gebäuden könnt ihr sogar ganze Wände zum Einsturz bringen, entweder mit bloßen Händen oder mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel explosiven Kanistern.

Vielseitig und geheimnisvoll: die Gegnerschaft

Gegner erwarten euch von der ersten Sekunde an reichlich. Das sind meist humanoide Typen wie die „Bruderschafts–Aufständischen“. Anfangs bekommt ihr es mit einfachen Schlägern zu tun. Später gehören auch bewaffnete Einheiten zu euren Feinden. Deren Ausrüstung besteht zum Beispiel aus MGs, Handgranaten, Blendfeuer und Lähmgeschossen.
Wenn ihr mal umzingelt seid, springt ihr einfach aus der Gefahrensituation heraus. So gelangt ihr natürlich auch über Hindernisse wie Kisten, parkende Autos und Baustellenzäune. Insgesamt sind die Sprungeinlagen aber nur ein Nebenaspekt des Spiels, weil viele Abgründe durch unsichtbare Barrieren vor tödlichen Abstürzen gesichert werden.
Besonders interessant sind die Endgegner des Spiels. Die geheimnisvolle Mystique zum Beispiel kann sich in andere Figuren verwandeln. Und bevor sie ihre Ballermänner abfeuert, lässt sie die Teile erst mal rotieren wie ein Cowgirl. Gut für euch – so könnt ihr rechtzeitig ausweichen, bevor es Kugeln hagelt. Die Lady hat aber noch mehr auf dem Kasten: Hin und wieder wirft sie euch Minihandgranaten vor die Füße oder ruft ein paar Handlanger der Bruderschaft zu Hilfe. Nicht nur die Vielseitigkeit, sondern auch die Regelmäßigkeit, mit der euch die unterschiedlichsten Hauptfiguren des Marvel-Universums empfangen, ist ein Markenzeichen des Spiels. Während der reptilienartige Pyro euch mit einem Flammenwerfer entgegentritt, benutzt ein zwergenähnlicher Knilch namens Toad im Kampf seine Zunge als Waffe.

„Einmalige“ Gegenstände: Black Toms Stock und Sunfires Maske

Für besiegte Gegner und zertrümmerte Objekte erhaltet ihr häufig nützliche Gegenstände. Besonders in Mülltonnen versteckt sich der ein oder andere Leckerbissen. Rote Päckchen frischen Gesundheit wieder auf, blaue Päckchen Energie. Anfangs könnt ihr bis zu zehn von jeder Sorte hamstern – in schwierigen Situationen werdet ihr sie brauchen. Hin und wieder findet ihr auch Ausrüstungsgegenstände. Infos dazu gibt´s im Spielmenü. Ein Eintrag könnte zum Beispiel lauten: Basis-Gewebe-Generator (Selten) (Cyclops) Regeneriert 2 Gesundheit/Sekunde bis zu 25% nach 5 untätigen Sekunden. Verkauf 250 Tech-Teile.
Screen 1
Bomm! - Die Straßen-Arschbombe ist eine der Spezialitäten des Blobs - neben Bauchplatscher und Autoweitwurf.
Screen 2
Seine Speckschwarte verleiht dem Blob physische Resistenz - doch der optische Strahl schmorrt auch Schinkenspeck ohne Gnade.
Screen 3
Gleißend: Der Optische Sweep brutzelt mehrere Gegner auf niedriger Flamme - und sieht fantastisch aus.
Screen 4
Coole Sau: Mit seinem Gefrier-Stoß kann Iceman Gegner verlangsamen oder einfrieren - je nach Spielstufe.
Screen 5
Tische, Stühle, Bushaltestellen - die X-Men machen alles kaputt.

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X-Men: Legends

Packshot
Action-Rollenspiel
von Activision
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PS2Oktober 2004
XboxOktober 2004

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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12.11.05
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