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Test: Prince of Persia: Warrior Within

Der säulenhüpfende Sandmann ist zurück und sieht sich nun seinem größten Feind gegenüber: Seinem eigenen Schicksal.
 Prince of Persia: Warrior Within
Seit der Prinz von Persien im Vorgänger seinem sicheren Tod durch die Öffnung des Zeitsandes entrinnen konnte, wird er von einer grausamen Kreatur namens Dahaka verfolgt. Diese versucht unerbittlich unseren Helden seinem gerechten Schicksal zuzuführen. Doch der Prinz denkt sich, wenn er schon zehn Meter an einer steilen Wand entlang laufen kann, sollte dieser Vorfall doch zu verhindern sein. Und so macht er sich auf zur Insel der Zeit, wo er in der Vergangenheit die Erschaffung des Sandes verhindern will.

Neues Kampfsystem

Doch da die Herrscherin der Zeit davon Wind bekommen hat, schickt sie ihre Krieger aus, um dem namenlosen Hauptcharakter das Leben nach Möglichkeit zu erschweren. Und genau diese unterbrechen auch das stimmige Intro, indem sie dessen Schiff entern. Im Anschluss zeigt einem das Tutorial per eingeblendeten Texten ausführlich die verschiedenen Kampf- und Sprungmanöver. Prince of Persia-Veteranen werden bei dieser Aussage wohl etwas verwundert sein, waren die Kämpfe im Vorgänger doch nur eine nette Dreingabe. Aber dank des neuen Free Form Fighting System bieten sich unzählige Kombos, die neben normalen Mehrfachangriffen noch Sprungschläge oder Würfe beinhalten, an - insgesamt wird mehr Vielfalt geboten als bei so manchem Beat’em Up. Passend dazu wurde auch die KI der Gegner erhöht, die oft in Gruppen auftreten und auch entsprechend reagieren. Sie versuchen ständig den Prinzen zu umkreisen, zeigen aber besonders bei Fernattacken per Messerwurf etc. ihre Schwächen – darauf reagieren sie nämlich überhaupt nicht, außer durch ihr plötzliches Ableben. Leider gibt es recht wenig Gegnertypen, weshalb man nur einen sehr kleinen Teil der Kombos benutzt, was die Kämpfe doch sehr monoton macht. Einzig bei den großen Zwischengegnern versucht man neue Attacken, aber sobald man die richtige gefunden hat, setzt die bekannte Monotonie ein.

Des Prinzen neue Kleider

Eine weitere Veränderung zum Vorgänger geschah im grafischen Bereich, denn alles wirkt wesentlich düsterer. Das fällt zum ersten Mal beim Betreten des Hauptmenüs auf, denn anstatt orientalischer Klänge säuselt einem ein Heavy Metal-Soundtrack um die Ohren. Auch der Prinz ist nun von Narben gezeichnet und wird so seiner Rolle als blutiger Rächer durchaus gerecht. Die Levels sind ebenfalls düsterer aufgebaut und diesmal genauso opulent gelungen wie man es aus der Serie gewöhnt ist. Obwohl hier wieder die Jade-Engine zum Einsatz kommt, verwöhnt das Spiel auch dieses Jahr das Spielerauge mit sanften Animationen sowie schönen Texturen und bringt die PS2 an ihre Grenzen. Lediglich das Wasser bleibt hinter den Erwartungen zurück und lässt übliche Standards wie Umgebungsreflexionen gänzlich vermissen.
Neben der Puls antreibenden Musikwahl können auch die restlichen Soundeffekte überzeugen, wobei ein wenig Abwechslung bei den immer gleichen Tönen nicht geschadet hätte. Die Sprachausgabe ist leider ein anderes Thema, denn hier lassen die Sprecher jegliche Emotionen vermissen, was besonders beim Prinzen auffällt. Diesem will man seinen Rachefeldzug bei den dahingeklatschten Standardreden nicht so richtig abnehmen. Aber prinzipiell kann man auf die Unterhaltungen auch gut und gerne verzichten und sie einfach überspringen. Denn die Story verschwindet, trotz riesigem Potential durch den Vorgänger, im Durchschnittsnirwana. Das zeigt, dass sich die Entwickler erst um die Features gekümmert haben, welche neue Kunden anlocken und dann versuchten eine einigermaßen passende Story darum zu stricken. Wegen des nur mäßig erfolgreichen Sands of Time ist das zwar verständlich, wird aber viele Serienfans abschrecken.
Screen 1
Selbst beim balancieren ist man vor gegnerischen Angriffen nicht sicher
Screen 2
An schönen Umgebungseffekten herrscht wahrlich kein Mangel
Screen 3
Die Fallen stellen teilweise schier unüberwindbare Hindernisse dar
Screen 4
Wen der Prinz nicht aufpasst, segnet ihn hier bald das zeitliche

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Prince of Persia: Warrior Within

Packshot
Action-Adventure
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCDezember 2004
PS2Dezember 2004
XboxDezember 2004

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