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Test: Oddworld: Strangers Vergeltung

Oddworld just got Stranger - Stürzt euch in ein abgefahrenes Abenteuer. Es lohnt sich ;)
 
Vorhang auf für Stranger, die neuste Kreation der Oddworld Inhabitants. Der geheimnisvolle Fremde mit der megatiefen Stimme ist cooler als ein Eimer voll Eiswürfel, hat aber leider ein dickes Problem. Eine Operation soll sein Leben retten (mehr wird hier nicht verraten – findet lieber selbst heraus welche Überraschung die Story für euch bereit hält). Operative Eingriffe sind im Wilden Oddworld-Westen jedoch offenbar eine verdammt kostspielige Angelegenheit – und da soll nochmal jemand sagen, nur das deutsche Gesundheitssystem hätte seine Macken. Die Krankenkasse gibt jedenfalls nix dazu und so muss der geplagte Hauptdarsteller alles selbst durch eingesacktes Kopfgeld finanzieren. Als Bounty Hunter macht sich der Jägersmann auf die Suche nach dem Abschaum seiner gefährlichen Welt.

Leichter Jump&Run-Touch

Wenn es an die Fortbewegung geht, steuert sich Oddworld: Strangers Vergeltung erstmal wie ein typisches Third Person Action-Adventure. Sprünge und weitere Doppelhüpfer gehören genauso dazu wie das Klettern an Seilen oder kurze Vollbäder in Flüssen und Seen. Rennt man längere Zeit in eine Richtung, lässt sich der Held auf alle Viere herunter und galoppiert in Raubtiermanier über Steppen oder plattgetrampelte Böden. Da sein Schädel trotz Schlapphut-Polsterung und Löwenmähne reichlich hart ist, kann er dann auch durch Rammattacken andere Leute aus den Latschen kippen lassen. Im Stillstand verteilt er außerdem Kopfnüsse, und wirbelnde Schläge bilden eine weitere Angriffsmethode. Auf die gleiche Art lassen sich außerdem hölzerne Gegenstände wie (teilweise geldspendende) Fässer oder Bretterzäune zertrümmern.
Trifft man aber auf feindliche Charaktere, wandelt sich im Normalfall die gesamte Spielweise: Auf Knopfdruck wechselt ihr in die Egoperspektive, um die Störenfriede mit der doppelläufigen Armbrust zu beharken. Diese bietet gleichzeitig Platz für jeweils zwei Munitionstypen (abgefeuert per Schultertaste links bzw. rechts), womit wir auch schon bei der größten Besonderheit des Spiels angekommen wären. Anders als herkömmliche Helden begnügt sich der Stranger keineswegs mit simplen Kugeln, Granaten oder sonstigem künstlichen Zeug. Nein, in diesem Fall heißt das Motto stattdessen „Zurück zur Natur“. Verschiedene kleine Viecher füllen unser Waffenarsenal und können nach einem kurzen Antippen des Steuerkreuzes jederzeit ohne Zeitdruck ausgewechselt werden. Diese liebenswerten Plagegeister stelle ich jetzt einfach mal kurz vor.

Sind sie nicht süß?

Die Grundlage bildet praktisch die so genannte Zappfliege, denn dieses elektrische Geschöpf ist als einzige Munition unbegrenzt vorhanden. Allerdings benötigt sie vor jedem starken Schuss eine gewisse Aufladephase. Dafür kann man mit den Stromstößen dann nicht nur schwächere Gegner vorübergehend ins Land der Träume schicken, sondern unter anderem auch Knöpfe für Brücken betätigen oder an bestimmten Stellen Schalter aktivieren, die gewaltige Felsbrocken auf nichtsahnende Widersacher plumpsen lassen.
Optisch herzallerliebst kommt das Arschbackenhörnchen daher – jedenfalls bis es sein Schnäuzchen öffnet ;)
Der gestreifte Nager ist nämlich eine furchtbare Quasselstrippe und lockt durch seine rotzfrechen Kommentare Feinde aus dem direkten Umkreis an.
Rein äußerlich mit obigem Schandmaul verwandt, aber was die Wirkung betrifft völlig unterschiedlich, präsentieren sich die Stunks. Feuert ihr diese müffelnden Kerlchen in eine Gegnergruppe, wird es eklig. Beim Geruch der Viecher dreht es selbst härtesten Gesetzlosen den Magen um. Und während die Ärmsten ihr gesamtes Frühstück auf den Boden ausleeren, könnt ihr sie ganz locker außer Gefecht setzen.
Eine weitere gute Betäubungstaktik garantieren die Bolamiten. Auf einen Outlaw gefeuert, wickeln sie diesen sehr charmant in ihr klebriges Netz ein.
Die bissigen Fuzzles kennen Oddworld-Fans schon von früher. Sie ermöglichen gleich zwei unterschiedliche Angriffsarten. Entweder man feuert sie direkt ab (und die Hinterteile der Feinde machen unliebsame Bekanntschaft mit messerscharfen Zähnchen) oder man präpariert Oberflächen mit ein paar Fuzzles und wartet bis jemand in diese feine Falle tappt.
Brachialer geht es beim Einsatz von durchschlagenden Gürtelkäfern oder gar Flederbomben zu. Letztere bewirken eine flächendeckende, für viele Gegner sofort tödliche Explosion. Als nicht besonders starker, dafür aber immerhin rasant aus der Armbrust schießender Maschinengewehrersatz wären zu guter Letzt noch die summenden Stechbienen zu nennen. Upgrades verändern im späteren Spielverlauf außerdem die Stärke und Wirkungsweise der hilfreichen Kreaturen.
Pfiffige Spieler haben natürlich schon längst gemerkt, dass sich durch die Eigenschaften der beschriebenen Munitionstierchen allerhand äußerst nützliche Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Gewitzte Kopfgeldjäger nutzen beispielsweise ihre Arschbackenhörnchen, um Störenfriede in die Fuzzle-Falle zu lotsen, oder stehen mit einem Bolamiten im Anschlag bereit sobald ein Gegner durch Druckwellen von seiner Plattform geschleudert wird.
Screen 1
Der Held hat ein Geheimnis
Screen 2
Was mich hier wohl erwartet?
Screen 3
Ich hätte gern drei Arschbackenhörnchen, fünf Stunks und eine Cola zum Mitnehmen
Screen 4
Vorsicht ist hier die Mutter der Porzellankiste
Screen 5
Staubsauger raus und weg mit dem Müll

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Oddworld: Strangers Vergeltung

Packshot
Action
von EA
USK-Freigabe ab 12 Jahren
XboxMärz 2005

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
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