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Test: Grand Theft Auto: San Andreas
Die Gangsta pimpen jetzt auch auf eurer zugecrackten Xbox. Ob sich der Gang zum Softwaredealer lohnt damit CJ auch in eure Hood kommt, klärt unser voll krasser Test.
Viel zu lange mussten Xbox-Besitzer auf die Umsetzung des beliebten „Gangstersimulators“ warten, der auf Sonys PS2 eine Topwertung nach der anderen abgesahnt hat. Dabei waren die beiden Vorgänger schon spielerisch absolute Ausnahmetitel. Sollte es Rockstar tatsächlich gelungen sein, diese noch zu toppen? Für die darbenden Fans haben wir eine Antwort parat.The Motherf**ckin‘ Saga ContinuesDer Spieler schlüpft in die Haut von Carl Johnson, kurz CJ. Carl trieb sich die letzten fünf Jahre in Liberty City herum. Ein Anruf seines Bruders bringt ihn jedoch dazu, in seine alte Heimatstadt Los Santos im fiktiven US-Staat San Andreas zurückzukehren. Die an Los Angeles angelehnte Metropole ist ein von Drogen, Bandenkriegen und korrupten Cops beherrschter Moloch. Eine Stadt, die nie zur Ruhe kommt. Schießereien gibt’s an praktisch jeder Ecke. Wem sein Leben lieb ist, der bleibt nachts besser daheim, und Unterhaltungen finden ausschließlich im übelsten Ghettoslang statt. Dagegen hat man sich im indizierten Kinpgin (Name von der Red. geändert) noch richtig höflich ausgedrückt. Kurz gesagt: Los Santos ist das Paradies auf Erden für jeden krassen Gangsta.Aus Spaß an der Freude kehrt CJ aber nicht in seine Heimatstadt zurück. Ganz im Gegenteil. CJs Mutter wurde bei einem Angriff einer verfeindeten Gang erschossen und der klägliche Rest der Familie (Dad hat’s scheinbar schon vor längerer Zeit erwischt) muss sich nun um die Organisation des Begräbnisses kümmern. Carl hat jedoch weitergehende Pläne: er will die Mörder seiner Mutter finden, sich rächen und ganz nebenbei der fieseste Gangster in da Hood werden. Aber bis dahin ist es ein langer und steiniger Weg: CJs ehemalige Gang, die Orange Groove Familiy, ist zur Bedeutungslosigkeit verkommen und seine Homies (=Kumpel) wissen schon fast nicht mehr wie er aussieht. Die nächsten 30-50 Stunden (je nach Spielweise) wird der Spieler damit beschäftigt sein, sich den Respekt seiner Gang zu sichern, Gebiete von anderen Gangs zurückzuerobern, einzubrechen, mit den verschiedensten Vehikeln herumzufahren, stylishe Klamotten zu kaufen, ins Fitnessstudio zu gehen und und und... Unterstützt wird er dabei von Sweet (dem Bruder), dem fetten Smoke und dem notorischen Kiffer Ryder. Be a real GangstaSpielerisch geht GTA:SA wohl noch am ehesten als Actionspiel mit Rollenspielelementen durch. Wer die beiden Vorgänger kennt, sollte ohne Probleme zurechtkommen. Gesteuert wird CJ dabei wie gewohnt aus der Verfolgerperspektive. Die ersten paar Spielstunden ist der Ausgangspunkt jeder Mission CJs Haus. Hier kann man den Spielstand speichern oder sich andere Kleidung anziehen (die man natürlich vorher im Laden kaufen muss). Daneben gibt’s noch eine Garage wo man seine geklauten Autos abstellen kann. Will man eine der Storymissionen starten, braucht man bloß in eine der roten Markierung zu laufen (manchmal bekommt CJ seine nächste Mission auch per Handyanruf). Nach einer kurzen, gut gemachten Zwischensequenz geht’s dann zur Sache.Generell kann man in Los Santos aber erstmal machen was man will: ob man jetzt einfach in der Gegend rumläuft und schaut was es so alles gibt, oder die Storymissionen in Angriff nimmt, ist dem Spieler selbst überlassen. Die Storymissionen bestehen dabei meist aus Action oder Geschicklichkeitsaufgaben: In einer Mission z.B. muss man mit einem BMX-Bike vor einem Fahrzeug mit ballernden Gangstern fliehen. In einer anderen geht es darum, mit einem Lowrider (das sind diese Autos, die per Hydraulik hüpfen können) eine Art Tanzwettbewerb zu gewinnen. Dazu müssen wie in den bekannten Musikspielen im Takt der Musik bestimmte Tasten gedrückt werden. Timing ist hier entscheidend. Wieder in einer anderen Mission muss des Nachts bei einem Waffennarren eingebrochen werden: Mit einem Transporter geht es in tiefster Nacht zum Tatort. Um an drei Kisten mit Knarren ranzukommen, muss sich CJ unbemerkt in das Haus schleichen, jede Kiste leise hinaustragen und in den Transporter laden, ohne dabei den militanten Hausbewohner zu wecken. Ein Balken verrät CJs Lautstärke. Wenn man diese Mission geschafft hat, kann man übrigens nachts nach Lust und Laune auf Klautour gehen und in zahlreiche Häuser einbrechen. Gemopste Videorekorder und Stereoanlagen lassen die Kassen klingeln. |
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