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Test: Batman Begins

Auch auf den Konsolen kann man nun mit der zweibeinigen Fledermaus den neusten Trip nach Gotham City in Angriff nehmen.
 Batman Begins
Sachte gleitet das finstere Wesen mit seinen gezackten Schwingen zu Boden, huscht durch die Schatten der Großstadt, beobachtet sein Opfer - Und bevor sich der Gangster auch nur vor Angst in die Hose pinkeln kann, hat ihn der dunkle Ritter auch schon am Schlafittchen gepackt. Tja, das Verbrecherleben ist nicht leicht in Gotham City, solange Batman sich für das Wohlergehen der Schwachen einsetzt....
Passend zur bisher wohl besten Filmumsetzung des Stoffs hat EA Batman Begins auch auf die heimischen Fernseher gebracht. Mal sehen was der alte Fledermausmann dem großen Publikumsliebling Spidey entgegenzusetzen hat.

Bekannte Orte

Das Spiel orientiert sich eng an der Filmvorlage was die Schauplätze der Handlung betrifft. So erlernt Bruce Wayne etwa im Himalaya die Künste der Ninja, stattet den Docks von Gotham City einen Besuch ab, turnt zwischen den Hochhäusern der Metropole von Gerüst zu Gerüst oder schlägt sich auf seinem eigenen Anwesen mit lästigen Eindringlingen herum.
Batmans Fähigkeiten sind dabei bekanntlich nicht so überirdisch wie bei manchem Superhelden-Kollegen, seine düstere Ausstrahlung, praktische technische Gerätschaften und die tatkräftige akustische Unterstützung von Butler Alfred (der etwa hilfreiche Hinweise - oder auch nur wieder zynische Sprüche - durchgibt) machen diese vermeintliche Schwäche jedoch spielend wett. Und wenn man mit Bedacht vorgeht, sehen sämtliche Schergen des Bösen schnell alt aus.
Sehr atmosphärefördernd wirken in dieser Hinsicht zahlreiche belauschte Gespräche und rechts unten eingeblendete „Bilder im Bild“. Oft geht es lediglich um die miese Laune der als Wachen abgestellten Gauner, doch abgesehen davon deuten sie z.B. auch an, dass sie sich gleich auf die Socken machen – Batman bleibt so Zeit, um in Deckung zu gehen und die Feinde dann vielleicht schleichend aus dem Hinterhalt heraus anzugreifen.
Ein Hilfsmittel zur Vermeidung unliebsamer Überraschungen ist neben dem Spähen um Ecken außerdem die Möglichkeit, per optisches Kabel durch verschlossene Türen zu sehen. Droht dahinter keine Gefahr, setzt der Held des öfteren sein mitgeschlepptes Handwerkszeug ein: In einem Timing-basierten Minigame wird das Schloss geknackt.
Reichen Sprung- bzw. Schwebekünste mal nicht aus, zückt er flugs seine Batarangs, um sich einen Weg durch zertrümmerte Fensterscheiben zu bahnen oder auch irgendwelche Halteseile an potenziellen Klettergeräten zu kappen. Und um die höchsten Punkte der oft ziemlich vertikal angelegten Levelkonstruktionen zu erreichen, wird ein Wurfhaken auf festgelegte Haltepunkte gefeuert oder Zäune, Ketten usw. als Leiterersatz zweckentfremdet.
Insgesamt sind die Geschicklichkeitseinlagen hier recht kurzweilig und die Steuerung, abgesehen von typischen Third Person-Kameraschwächen, erfreulich zuverlässig. Doch leider nimmt einen das Spiel, etwa bei der Item-Wahl, schon viel zu sehr an die Hand. So wird z.B. stets eingeblendet, welcher Gegenstand gerade benutzt werden muss, und alternative Wege sind nicht vorhanden.

Furcht und Schrecken

Schleichen und Akrobatik sind gut und schön, doch von Zeit zu Zeit ist Angriff schlichtweg die beste Verteidigung. Das Kampfsystem von Batman Begins ist optisch dank schön inszenierter Moves recht ansprechend, an sich aber eher simpel gestrickt. Zwei Tasten reichen aus, um Schläge bzw. Kicks anzuwenden, eine dritte aktiviert je nach Situation Spezialattacken wie einen Rundumschlag. Das Blocken kann man sich eigentlich komplett sparen.
Martial Arts-Training hin oder her, in der direkten Konfrontation mit Schützen hat Batman praktisch keine Chance. Schon allein deshalb kommt neben den Stealth-Anleihen ein weiteres zentrales Element des Spiels zum Tragen: Angst.
Screen 1
Das wahre Gesicht des Helden
Screen 2
Die Kämpfe sind schick inszeniert, aber simpel
Screen 3
Starke Beinmuskulatur
Screen 4
Balancieren...
Screen 5
...von der Decke baumeln...

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Packshot
Action-Adventure
von EA
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PS2Juni 2005
XboxJuni 2005

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