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Test: Metal Slug 4
Im 2D-Krieg wird mal wieder aus allen Rohren geballert - und ihr steckt mittendrin ...Für die meisten Zocker sind die Neo Geo-Spiele aufgrund des äußerst happigen Preises nie mehr als ein exotischer Traum gewesen – Wie gut, dass einige der interessanten Arcadegames nun eben nach und nach auch den Weg auf die weit verbreiteten Konsolen PS2 und Xbox finden. Während sich US-Bürger über ein Set aus Metal Slug 4 und 5 freuen durften, wurde dieses bei uns in zwei separate Veröffentlichungen aufgespalten. Jetzt kann man sich also schon mal den Weg durch Numero vier freiballern, die Fortsetzung folgt dann voraussichtlich im nächsten Frühjahr.Wie in alten ZeitenFür alle, die noch nichts von der traditionsreichen Serie gehört haben: Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Als 2D-Charakter im Comicstil durchquert man ohne großen Storybalast ebenso zweidimensionale Areale und sollte es dabei tunlichst vermeiden, in gegnerischen Kugelhagel, tödliche Explosionen oder unter die Räder eines herangrummelnden Panzerfahrzeugs zu geraten. Metal Slug 4 gibt sich dabei ganz altmodisch und schnörkellos. Steuerkreuz und vier Actionbuttons (von denen man meist sogar nur drei benutzt) – mehr ist nicht nötig. Die wahre Kunst besteht darin, trotz der von allen Seiten nahenden Gefahren am Leben zu bleiben. Denn schon ein winziger Fehltritt oder missglückter Ausweichsprung kostet den Helden einen seiner wertvollen Versuche. Wären nicht die unendlich vielen Continues, würde wohl kaum jemand ohne eifriges Üben auch nur annähernd bis zum Ende der knackig schweren Missionen vordringen. Durch die hier angebotene, stets mögliche Fortsetzung kommen aber natürlich selbst absolute Grobmotoriker ans Ziel.Immer noch mit viel Witz, optisch etwas angestaubtVier Helden, zwei männliche und zwei weibliche, hat man zur Auswahl, wobei das nur optische Unterschiede mit sich bringt. Jedem dieser Helden stehen ein Maschinengewehr als Standardwaffe sowie ein Messer für den Nahkampf und einige Handgranaten zur Verfügung, mit denen er beispielsweise zwischen Schützengräben, auf einem Kreuzfahrtschiff und in verschneiten Gebieten gegen feindliche Soldaten, wildgewordene Seeräuber und gefährliche Hubschraubergeschwader zu Felde zieht. Viel Wert wurde dabei erneut auf humorvolle Details gelegt. So hüpfen etwa plötzlich Gegner aus Schneemännern oder die mumifizierten Bewohner einer Pyramide verwandeln den unvorsichtigen Spielcharakter vorübergehend selbst in solch eine lahme wandelnde Mullbinde. Die Highlights sind mal wieder riesige Zwischenbosse, darunter etwa ein gepanzertes U-Boot oder eine gigantische Metallkreatur, deren Angriffsmuster man genau beobachten sollte.Doch selbst die sympathischen Ideen und hübschen Explosionen täuschen nicht darüber hinweg, dass dieses Spiel eben schon einige Jährchen auf dem Buckel hat. Die Optik ist grobpixelig wie eh und je, wurde sie doch auf den aktuellen Konsolen keinem Facelifting unterzogen. Also eher ein Fall für Nostalgiker, denen kurzweilige Action wichtiger ist als fotorealistische Polygongebilde. Mickriger UmfangBei so massiver Gegenwehr kommt man allein mit schwächlichen Feuerwaffen nicht sehr weit – zum Glück lassen sich vielerorts stärkere Kaliber wie Lasergewehre, Flammenwerfer und kleine Roboterraketen auf Rädern auftreiben, die teilweise auch von dankbaren befreiten Kriegsgefangenen gespendet werden. Noch effektiver und vor allem spaßiger sind außerdem herumstehende Maschinen, in welche die Protagonisten an bestimmten Stellen klettern dürfen. Mit Panzern oder einem seltsamen Affenroboter heizt man den Widersachern kräftig ein, bevor die arg strapazierten Vehikel früher oder später wieder den Geist aufgeben.Das alles gibt´s auf Wunsch auch im Doppelpack, denn durch Betätigen der Starttaste auf dem zweiten Controller darf ein weiterer Spieler ins Kampfgeschehen einsteigen und den anderen unterstützen. Das war´s dann aber leider auch schon an zusätzlichen Spielmodi. Neben den sechs aufeinander folgenden Levels besteht lediglich noch die Möglichkeit, diese nach dem ersten Durchspielen einzeln anzuwählen, um etwa den eigenen Highscore zu verbessern oder einen anderen der insgesamt vier wählbaren Schwierigkeitsgrade auszuprobieren. Irgendwie doch ein wenig dünn, zumal ein Durchgang durchs komplette Spiel kaum eine Stunde dauert. Zusätzliche Varianten und freischaltbare Extras hätten der Umsetzung keineswegs geschadet. |
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