Auf dem PC ist die Battlefield-Reihe eine feste Größe im Bereich Taktik-Shooter. Eigentlich ist Taktik-Shooter nicht ganz richtig, denn auf kaum einem Server - Battlefield wird fast ausschließlich online gespielt - wird taktisch vorgegangen. Ausgenommen mögen da mal die zahlreichen Clanserver sein, auf denen sich Nicht-Clanmitglieder gerne mal eine virtuelle blutige Nase holen.
Meist ist doch eher wilde Action angesagt, wenn man versucht, mit den zahlreichen Fahrzeugen, Flugzeugen und Booten möglichst schnell und möglichst nicht alleine einen gegnerischen Flaggenpunkt zu erreichen und für die eigene Seite einzunehmen. Je nach vorhandener Gegenwehr klappt das dann auch mehr oder weniger gut und auf geht’s zum nächsten Flaggenpunkt. Für eroberte Flaggen, für Hilfestellungen (Heilung, Munitionsnachschub) aber auch für Kills bekommt man Punkte. Am Ende einer Runde sieht man dann in einer Rangliste, wie gut oder schlecht man mit seinen Punkten im Vergleich zu den anderen Spielern war. Eine Runde ist zuende, wenn alle Tickets einer Seite aufgebraucht sind. Jede Seite startet mit einer bestimmten Anzahl an Tickets, von denen jeweils eines abgezogen wird, wenn ein Mitspieler nach seinem Ableben wieder an einer eigenen Fahne ins Spiel einsteigt (wird er von einem Sanitäter wiederbelebt, kostet das kein Ticket). Das Spiel zieht aber auch der Seite automatisch Tickets ab, welche die Minderheit der Flaggenpunkte besitzt. Je nach Karte besitzen entweder beide Seiten einen festen Flaggenpunkt, der von den Gegnern nicht eingenommen werden kann, oder nur eine Seite, wobei das Spiel dann sofort endet, wenn die andere Seite keinen eigenen Flaggenpunkt und keine lebenden Spieler mehr hat.
Ich bin so alleine
Als Besonderheit gegenüber der PC-Version bietet Battlefield 2: Modern Combat einen echten Einzelspielermodus. Hier geht es darum, auf den zahlreichen Schlachtfeldern bestimmte Ziele zu erreichen. Diese ändern sich auch schon einmal während der Mission. Eingeleitet wird eine Mission von einem kurzen Video. Das Ganze ist ganz ok, reicht aber bei Weitem nicht an die erzählerische Klasse eines Call of Duty 2 oder Brothers ins Arms heran.
Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sich der Einzelspielermodus nicht um das Schicksal eines einzelnen Soldaten dreht, denn man kann und muss während einer Mission fast beliebig zwischen den einzelnen Soldaten hin und her wechseln. Ist man beispielsweise als Sturmsoldat unterwegs, braucht aber gerade eine Panzerabwehrgranate, dann schaut man sich einfach nach dem passenden Kollegen um, visiert ihn an und wechselt per Y-Knopf direkt in seine Haut. Auf die gleiche Art und Weise kann man natürlich auch sein Alter Ego verlassen, wenn dieses an einer Bleivergiftung einzugehen droht. Zwar kann man auch nach seinem Tod in einen Kollegen schlüpfen, man bekommt dann aber Punkte abgezogen. Während man im Onlinemodus direkt alle Waffen und Klassen zur Auswahl hat, muss man sich diese im Einzelspielermodus erst freischalten. Ingesamt stellt der Einzelspielermodus ein nett gemachtes Tutorial dar. Ein Kaufgrund ist er aber nicht.