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Test: Black

Die Macher der Burnout-Reihe bringen einen Ego-Shooter an den Mann. Kann die Zerstörungsorgie der Rennspiel-Reihe noch gesteigert werden?
 Black
Criterion Games haben sich bereits durch die Burnout-Reihe einen Namen gemacht und versuchen sich erstmals an einem Ego-Shooter. Um eines vorweg zu nehmen: Black besitzt keinerlei Innovationen. Auf Rätsel oder andere neumodische Elemente wurde verzichtet. Die Jungs von Criterion Games haben sich auf das konzentriert, was sie am besten können, und das ist Action gepaart mit einer fast unvergleichlichen Zerstörungsorgie auf den Bildschirm zu zaubern.

Immer wenn es brenzlig wird …

… ist Jack Kellar - der spielbare Charakter - zur Stelle. Offiziell gibt es denn Terror-Experten gar nicht und er arbeitet immer dort, wo alle anderen Mittel versagt haben. Jack Kellar ist ein Agent der Black Agency und sein neuester Gegner ist ein alter Bekannter. Ein ehemaliger Freund und Kollege hat in Russland seine eigene Terrorzelle ins Leben gerufen und nur ein Mann mit der selben Ausbildung kann ihm das Handwerk legen.
Die Story von Black wird in gefilmten Videosequenzen mit echten Schauspielern chronologisch rückwärts erzählt. Jack sitzt dabei in einem Raum und erzählt bei einem Verhör, wie er gegen die Terrorzelle vorgegangen ist. Die Story an sich ist eigentlich vollkommen uninteressant und nur Mittel zum Zweck, um ein furioses Action-Feuerwerk abzubrennen.

Gewalt ist die Lösung

Aus der Sicht des Einzelkämpfers startet man in einem kleinen Raum mit einer verschlossenen Tür, die man nicht auf übliche Weise öffnen kann. Zufälligerweise lehnt neben der besagten Tür eine Schrotflinte, die nur darauf wartet als Universalschlüssel missbraucht zu werden. Per Knopfdruck sammelt man die Waffe ein. Einen Schuss später fliegt die Tür aus ihren Angeln und der Weg ist frei für weitere Zerstörungsaktionen. So wird jedes Problem in Black gelöst. Großartiges Rätselraten gibt es nicht und Gewalt ist stets die beste Lösung. So makaber es auch klingen mag, aber genau diese Vorgehensweise macht den größten Reiz im Spiel aus. Fast die ganze Umgebung in Black ist zerstörbar und keine Deckung ist wirklich sicher. Begibt sich ein Gegner z.B. hinter einen Betonpfeiler, lohnt es sich, einfach mal ein ganzes Magazin auf die vermeintliche Deckung zu feuern. Wenige Sekunden später und nachdem sich die Staubwolke gelegt hat, sollte der feindliche Soldat am Boden liegen und sich der Pfeiler auf sein Stahlskelett verkleinert haben.

Ferien auf dem Bauernhof

Die erste Mission führt den Agenten in eine kleine russische Stadt. Das Hauptziel ist eigentlich in jeder der insgesamt elf Mission gleich und besteht darin, lebend von einem Punkt des Levels zu einem anderen Punkt zu gelangen. Es gibt zwar auch immer Sekundärziele wie z. B. „finde und zerstöre geheime Pläne“ oder „sprenge befestigte Stellungen“, die sich aber immer von selbst lösen, indem man einfach nur dem geradlinigen Spieldesign folgt. Ein etwas offenerer Spielverlauf hätte dem Spiel mit Sicherheit nicht geschadet.
Die elf Abschnitte führen den Spieler durch ganz Russland. Hier gilt es unter anderem eine riesige Brücke heil zu überqueren, in eine Nervenheilanstalt einzudringen oder ein Waldgebiet zu säubern. Die Länge eines Abschnittes variiert von 30 Minuten bis zur einer Stunde. Freies Speicher ist nicht möglich, stattdessen sind sehr wenige Checkpoints in den einzelnen Levels verteilt. Das ist teilweise ziemlich hart, denn nicht selten hat man es mit fünfzehn oder noch mehr Soldaten gleichzeitig zu tun und auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“, ist der Ego-Shooter schon kein Kinderspiel mehr. Die gegnerische KI ist aggressiv, sucht Deckung und agiert gerne im Team. Angeschlagene Soldaten ergreifen auch häufig die Flucht, aber nur um mit Verstärkung wiederzukommen. Teilweise sind die Widersacher wahre Bleischlucker, besonders die Jungs mit den Schrotflinten. Die sind nämlich extrem gut gepanzert, greifen ausschließlich im Nahkampf an und lassen sich nur schwer besiegen. Für solche Brocken sollte man immer ein paar Granaten im Gepäck haben, die selbst solche Gegner ins Jenseits schicken.
Screen 1
Die Marmorsäule löst sich in ihre Bestandteile auf
Screen 2
Die Waffen sind sehr detailliert
Screen 3
Jede Menge Partikeleffekt verschönern das Spiel
Screen 4
Selbst ganze Straßenzüge gehen in Flammen auf

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Black

Packshot
3D-Shooter
von EA
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS2Februar 2006
XboxFebruar 2006

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