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Test: Splinter Cell - Double Agent
Anders: Die CurrentGen-Versionen des Doppelagenten unterscheiden sich deutlich von denen für Xbox 360 und PC ...
Nachdem wir euch die Xbox 360-Version von Splinter Cell Double Agent bereits vorgestellt haben, kommt nun die etwas andere CurrentGen-Fassung für PS2 und Xbox an die Reihe. Sie wurde im Gegensatz zu NextGen- und PC-Version nicht von Ubisoft Shanghai, sondern von Ubisoft Montreal entwickelt. Trotz gleichem Cover und Titel sind die Versionen inhaltlich sehr verschieden. Allein die Schauplätze und der grobe Handlungsablauf stimmen überein.Das Dilemma des DoppelagentenSchon die erste Mission spielt sich auf CurrentGen deutlich anders als auf NextGen. So wurde statt zwei knappen Trainingseinheiten hier ein spielinternes Tutorial inklusive Videosequenzen integriert, das die Steuerung in einer ausführlichen und daher auch für Genreneulinge verständlichen Form erklärt. Auffallend ist auch, dass es viel häufiger zu Funkkontakten und regen Konversationen kommt, was der Story sehr zugute kommt. Als Doppelagent wird Sam von der National Security Agency (NSA) damit beauftragt, eine terroristische Organisation zu infiltrieren: die John Brown´s Army (JBA). Dazu wird er als Pseudo-Häftling in das Kansas Ellsworth-Gefängnis eingeschleust, wo er einen Kontakt zum JBA-Mitglied Jamie Washington herstellen soll.Die doppelte Arbeit für den Geheimdienst einerseits und die Terroristen andererseits steht teilweise in krassem Widerspruch zueinander und stellt Sam immer wieder vor Zwickmühlensituationen, sogenannte Directed Moments, in denen er eine Entscheidung zugunsten oder zu Ungunsten einer der beiden Seiten treffen muss. Anfangs wird zum Beispiel euer Kollege Jamie von einem anderen Häftling bedroht. Wenn ihr den Aggressor in dieser Situation packt und tötet, wird euch das später einen Vertrauensbonus bei der JBA einbringen, zugleich aber auch einen Vertrauensverlust bei der NSA. Von der Vertrauenssituation am Ende einer Mission hängt es ab, ob ihr von der NSA oder den Terroristen mit neuen Waffen beliefert werdet. Raus aus dem Knast, rein in die Terrorzelle!Während des Gefängnisausbruchs muss Sam zusammen mit seinem Mitgefangenen Jamie immer wieder auf Koop-Aktionen wie Räuberleitern und ähnliches zurückgreifen, um weiterzukommen. Dabei muss er zunächst ohne Waffen und Spionagegadgets zurechtkommen. Es führt sogar so weit, dass Sam einmal Jamie aus einer Gaskammer befreien und wegen einer Verletzung ein Stück weit tragen muss. In der Xbox 360-Version hingegen bin ich Jamie eigentlich nur einmal kurz am Ende des Knastlevels begegnet. Statt Seite an Seite mit ihm auszubrechen, kommunizieren die beiden Ausbrecher hier lediglich über Funk etwas miteinander. So erklärt die CurrentGen-Version deutlich plausibler das allmählich enger werdende Vertrauensverhältnis der beiden.Nach dem Gefängnisausbruch wird Sam von Jamie in das JBA-Hauptquartier eingeschleust, wo er weitere Mitglieder der JBA kennenlernt: Carson Moss, den unsympathischen Sicherheitschef, Enrica Villablanca, eine zur JBA übergelaufene Ex-Ökoterroristin, mit der ihr eine Affäre eingehen könnt, und Emile Dufresne, den psychopathischen Kopf der Organisation. Schreitet ihr weiter voran, erhaltet ihr nach und nach Zugang zu höheren Sicherheitsstufen und neuen Bereichen innerhalb der JBA-Basis. Entweder er war beim Frisör ... oder er hat ´n Elektrorasierer von Aldi!Spieltechnisch ist Splinter Cell Double Agent noch immer weitgehend ein traditionelles Stealth-Action-Game geblieben, das – abgesehen von den Koop-Aktionen – viele Parallelen zum Vorgänger Splinter Cell Chaos Theory aufweist. Die meisten Widersacher bringt ihr ohne viel Aufsehen zur Strecke, indem ihr sie still und heimlich von hinten packt und ihnen entweder das Genick brecht oder einen betäubenden KO-Schlag verpasst. Lockt ihr durch Pfeifen oder geworfene Objekte einen Feind in eure Nähe, könnt ihr ihm diesmal hinter einem Mauervorsprung auflauern. Befragungen der Überrumpelten sind zwar möglich, aber selten informativ. Häufig müsst ihr durch Lüftungsschächte und schmale Mauerschlitze kriechen oder an Leitern und Rohrleitungen entlang hangeln, um weiterzukommen. Während Sam kopfüber an einem Rohr baumelt, kann er diesmal Gegner von oben erwürgen oder erschießen. Klassische Manöver wie der Spagatsprung stehen euch natürlich ebenfalls wieder zur Verfügung. In kleinen Minispielchen zwischendurch knackt ihr Schlösser, dechiffriert verschlüsselte Emails und so weiter. Manchmal geschieht dies unter Zeitdruck. Während sich Sam auf NextGen automatisch regeneriert, wird auf den „alten“ Konsolen die Gesundheit noch an gelegentlichen Arzneischränkchen aufgefrischt. Kleine Weltreise gefällig?: Sams EinsatzgebieteSeine Arbeit führt Sam diesmal zu Einsatzgebieten in der ganzen Welt, zum Beispiel Cozumel in Mexiko, Kinshasa im Kongo, New York City und Los Angeles. Das Leveldesign ist grundsätzlich linear, aber interessant und einfallsreich gestaltet und immer wieder mit kleinen Verzweigungspunkten und gelegentlichen Nebenräumen ausgestattet. Zudem findet die Action hier noch häufiger im Dunkeln statt, statt auch mal tagsüber wie auf NextGen. Die Szenarien enthalten sowohl primäre, als auch optionale sekundäre und tertiäre Ziele wie Geiselbefreiungen und Fundorte von Extrawaffen, die für einen hohen Wiederspielwert sorgen. Die ausführliche Statistik hält für Schleichprofis motivierende Belohnungen wie Waffen und Upgrades parat, etwa 32 Stück insgesamt. |
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