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Test: Call of Duty 2

Zweiter Weltkrieg wohin man schaut - Gelingt es Call of Duty 2, die Spieler trotz des ausgelutschten Szenarios zu fesseln?
 Call of Duty 2
Anders als die Version für die bisherigen Konsolen, Stichwort Big Red One, stammt Call of Duty 2 für die Xbox 360 von den selben Entwicklern wie das PC-Spiel gleichen Namens und ist auch inhaltlich weitgehend identisch. Erneut versucht man, aus der Masse von World War II-Egoshootern hervorzustechen.

Mittendrin im Kampfgetümmel

Eben noch bei -30° durch Stalingrad gelaufen und gerobbt, um die belagerte Stadt zurückzuerobern, dann mit der Sprengung von Munitionsdepots den Wüstenfuchs und sein Afrikakorps in Ägypten vom Nachschub abgeschnitten, kurz darauf in Frankreich von einer zerbombten Häuserruine zur nächsten geflitzt und schließlich auch noch einen mörderischen deutschen Hügel erstürmt - Die Soldaten im Zweiten Weltkrieg mussten ja so einiges mitmachen, aber dieses Pensum ist dann doch zu viel für einen einzigen Mann, egal wie heldenhaft oder verzweifelt er auch sein mag.
CoD 2 lässt stattdessen gleich vier Soldaten der verschiedenen alliierten Streitkräfte einige zentrale Wendepunkte des Krieges erleben. Aufgeteilt in drei Kampagnen mit zusammen zehn Kapiteln (jeweils bestehend aus ein paar Untermissionen) fordert das Spiel uns etwa dazu auf, feindliche Stellungen zu erobern, übermächtige Panzer durch angeheftete Sprengsätze lahm zu legen, Flugabwehrgeschütze zu bedienen, Artillerieangriffe zu koordinieren oder ein Gebäude über mehrere Angriffswellen hinweg zu verteidigen.
Mit den nur schwach ausgearbeiteten Hauptcharakteren kann man sich dabei nicht so sehr identifizieren, auch wenn vor jedem Einsatz Tagebucheinträge versuchen, einem die Sorgen der Helden etwas näher zu bringen.
Die eigentliche Dramatik des Geschehens wird viel mehr durchs komplette Drumherum vermittelt. Da fallen die Kameraden reihenweise im Kugelhagel oder werden wie Puppen durch die Luft geschleudert, Propaganda ertönt aus Lautsprechern, Granaten reißen tiefe Krater in den gefrorenen Boden, Panzer grummeln aus allen Rohren ballernd heran, Kampfbomber jagen über die eingezogenen Köpfe der Infanteristen hinweg … Diese und viele andere Szenen tragen viel dazu bei, dass die Atmosphäre sehr spannend und, sofern man das von einem Spiel behaupten kann, authentisch rüberkommt. Zahlreiche gescriptete Ereignisse erschaffen eine fast filmreife Erzählweise – was andererseits aber natürlich auch die Handlungsfreiheit des Spielers gelegentlich einschränkt, weil man erst einen bestimmten Punkt erreichen muss, um die Geschichte voranzutreibenden. Call of Duty 2 ist, trotz mancher Wahlmöglichkeit was die Reihenfolge von Zielen betrifft, eben letztendlich ein ziemlich linearer Shooter.

Geniale Rauchwolken

Wer schon öfter Xbox-Egoshooter in die Finger bekommen hat, findet sich hier sicherlich schnell zurecht. Für alle Fälle gibt es aber auch mehrere mögliche Controllerbelegungen (z.B. eine für Linkshänder, mit vertauschten Sticks) und eine Trainingsmission im eisigen Moskau schafft außerdem noch die letzten Fragen aus der Welt. Das einzige, was ich im Hinblick auf die Handhabung manchmal ein wenig vermisst habe, ist eine Funktion zum „um die Ecke schauen“, etwa bei Türrahmen oder Mauern.
Die Bewegungen und Buttons für wichtige Aktionen wie Waffenwechsel, Nachladen, Kinnhaken (im Nahkampf), springen oder ducken hat man schnell im Griff – bleiben als handliche Helferlein unter anderem noch Splitter- sowie Rauchgranaten. Die daraus hervorquellenden Schwaden sind ohne Frage der realistischste Qualm, der mir je in einem Spiel vor die kurzsichtigen Äuglein gekommen ist. Da muss man fast husten ;)
Natürlich sieht sowas aber nicht nur ungemein schick aus, sondern nimmt Feinden vorübergehend die Sicht und eröffnet dem eigenen Trupp so die Möglichkeit eines Überraschungsangriffs. Nachteil: Man selbst ist im künstlichen Neben halt auch blind wie ein Maulwurf.
An Waffen erwartet den geneigten Nachwuchssoldaten so ungefähr alles, was in der damaligen Zeit zum mehr oder weniger alltäglichen Handwerkszeug der kämpferischen Gesellen gehörte. Auch die Mordwerkzeuge getöteter Gegner dürfen selbstverständlich eingesackt werden. Mehr als zwei Schießprügel gleichzeitig passen jedoch nicht ins Marschgepäck. Da muss man schon entscheiden, ob man sich zum Beispiel lieber mit Maschinenpistole und Scharfschützengewehr oder gar mit einer monströsen Panzerfaust in den schweißnassen Händchen ins nächste Schlachtgetümmel stürzt.
Screen 1
Immer schön aufpassen, damit man nicht eigene Leute trifft und damit „Mütterchen Russland“ verrät
Screen 2
Bei der Kälte sind Handschuhe wohl eine gute Idee
Screen 3
Wenn man die Luft anhält, klappt der Scharfschuss noch besser
Screen 4
Cpt. Price läuft einem immer wieder über den Weg
Screen 5
Hier gibt´s keine Kamele, dafür viele Panzer und anderes Gerät

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Call of Duty 2

Packshot
3D-Shooter
von Activision
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCNovember 2005
360Dezember 2005

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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