Geschafft! Nachdem die Xbox 360-Fassung von Battlefield 2: Modern Combat mehrmals verschoben wurde, dürfen sich nun auch die Fans der neuen Generation auf fiktiven Schlachtfeldern der Moderne tummeln: Mit bis zu 24 Spielern geht es im Online-Modus heftig zur Sache. Zum Glück hat EA aber auch an einen Einzelspieler-Modus gedacht, sodass Action-Fans ohne Gold-Account nicht in die Röhre schauen müssen.
Geteilte Freude ist doppelte Freude
So oder so ähnlich könnte das Motto des Spiels lauten, der Schwerpunkt des Ego-Shooters liegt nämlich ganz eindeutig auf dem sehr komplexen Mehrspielermodus. Dennoch hat man sich ins Zeug gelegt und sichtlich Zeit und Mühe in den Einzelspielermodus investiert. Hintergrund ist hier ein (fiktiver) Konflikt zwischen der NATO und China, bei dem ihr als Soldat auf beiden Seiten kräftig mitmischt. Wie in einem Militär-Shooter üblich, sind die Missionen dabei typischer Kriegs-Alltag: Ihr müsst beispielsweise eine Raffinerie in die Luft jagen, einem eingeschlossenen Trupp aus der Patsche helfen oder eine strategisch wichtige Bohrinsel zurückerobern.
Als taktische Besonderheit haben die Entwickler die so genannte „Hotswap“-Funktion eingebaut. Auf Knopfdruck könnt ihr in die Haut eines eurer Kameraden schlüpfen und euch so dessen Eigenschaften zu Nutze machen. Seid ihr zum Beispiel als Sturmsoldat unterwegs und ein Panzer biegt plötzlich um die Ecke, visiert ihr schnell einen verbündeten Grenadier in eurer Nähe an und drückt den X-Knopf. Nach einem kurzen Flug über das Schlachtfeld seht ihr selbiges durch seine Augen. Jetzt könnt ihr Dank der Panzerfaust des Grenadiers mit dem gegnerischen Gefährt kurzen Prozess machen. Einige Missionen lassen sich ohne diese Funktion gar nicht erst meistern, eure kleinen grauen Zellen sind also des Öfteren gefordert.
Auf ins Getümmel
So richtig in Fahrt kommt das Spiel aber erst, sobald ihr euch bei Xbox Live anmeldet. Auf großen Karten gilt es nun, im Team die richtigen Entscheidungen zu treffen und den Überblick zu bewahren. Habt ihr euch einer Fraktion angeschlossen, müsst ihr euch für eine von fünf Soldaten-Klassen entscheiden. Der Sturmsoldat ist ein Allrounder, der mit Sturmgewehr und Granatwerfer stets an vorderster Front zu finden ist. Scharfschützen sind nicht nur aufgrund ihrer Überlegenheit auf große Entfernungen gefürchtet, sie können auch feindliche Fahrzeuge mit einem Laser markieren und anschließend Raketenbeschuss anfordern. Der Special-Ops-Soldat ist mit schallgedämpfter Maschinenpistole, Messer und C4 bewaffnet und damit besonders für heimliche Angriffe und Sabotageakte geeignet. Ein Pionier kann Landminen für feindliche Fahrzeuge auslegen oder eigene Vehikel reparieren. Besonders wichtig bei riskanten Manövern ist der Versorgungssoldat, der dank Erste-Hilfe-Ausrüstung verwundete Kameraden heilen kann. Ganz wehrlos ist er deshalb nicht: Auf seinen Befehl hin wird ein Gebiet mit Mörserbeschuss eingedeckt.
“Haltet die Stellung!“
Auf jeder Karte gilt es, möglichst viele der gleichmäßig verteilten Flaggenpunkte unter seine Kontrolle zu bringen. Diese dienen nämlich nicht nur eurem Team als Rücksetzpunkte („Spawnpunkte“) sondern lassen auch die Siegchancen eurer Gegner schrumpfen, denn jede Seite hat nur eine begrenzte Anzahl an „Tickets“ zur Verfügung: Hat eine Mannschaft auf der Karte die Überhand, verliert der Gegner diese. Das Team, das als erstes bei Null angekommen ist, verliert das Spiel. Wem das alles zu kompliziert ist, kann auch an einer klassischen Runde „Capture the Flag“ teilnehmen und fleißig in gegnerische Basen einbrechen, um dort die Flagge zu stibitzen.