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Test: Top Spin 2

Game, set and match: Top Spin 2? Der zweite Teil versucht seinem beliebten Vorgänger nachzueifern.
 Top Spin 2
Top Spin ist bis heute eins der besten Sportspiele für die Xbox und gerade unter Xbox Live-Usern nicht unbeliebt. Nun gilt es die Frage zu klären, ob der mit Spannung erwartete Nachfolger erfolgreich in die großen Fußstapfen des Erstlings treten kann.

Prominente Unterstützung

Optimal für kurze Spielchen zwischendurch ist das einzelne Match: Hier greift man auf eine volle Ladung Profi-Power zurück, nämlich zwölf mehr oder weniger berühmte männliche und ebenso viele weibliche Stars der echten Tennis-Szene, alle ausgestattet mit individuellen Stärken - während „Covermodel“ Roger Federer durch gute Leistungen in allen Kategorien zu begeistern weiß, sind andere Kollegen beispielsweise Volley-Spezialisten oder besonders flink auf den Beinen. Mit von der Partie sind unter anderem Tommy Haas, Andy Roddick, Carlos Moya, Lindsay Davenport und Venus Williams.
Nach Belieben lassen sich außerdem verschiedene Outfits, der Austragungsort, Spiel- und Satzzahl sowie vor allem auch der Schwierigkeitsgrad (leicht, normal oder schwer) aussuchen. Wahlweise gibt es zusätzlich die Möglichkeit, ein Doppel zu bilden oder das Spiel mit bis zu vier menschlichen Teilnehmern zu bestreiten.
Wenn´s etwas länger dauern darf, bietet sich ein individuelles Turnier mit festgelegten Rundenzahlen und anderen Details an. Hier kann man zwischendurch notfalls auch mal speichern, falls was Dringendes dazwischen kommen sollte.
Weiteren Spaß für bis zu vier Leute versprechen drei kurzweilige Partygames. Während jedem Spieler bei einer Variante bis zum nächsten Punktgewinn die knapp bemessene Zeit davonläuft und deshalb ein Ausscheiden droht, versucht man bei einem weiteren, die hinter dem Gegner positionierte Mauer aus Blöcken zu demolieren oder färbt im dritten Spielchen dessen Spielfeldseite durch Treffer bunt ein.

Der Traum vom ersten Platz

Das Herzstück des Singleplayerbereichs und gleichzeitig ein umfangreicher Zeitfresser für Nachwuchsspieler ist jedoch vor allem der Karrieremodus. Schon beim Erstellen des eigenen Sportlers sind kreativen Köpfen da kaum Grenzen gesetzt. Die eindrucksvolle Flut von feinen Einstellungsmöglichkeiten kann für sich genommen schon eine ganze Weile in Anspruch nehmen, wenn man nicht bloß mit einem nichtssagenden 08/15-Charakter in die fünf Jahre dauernde Laufbahn starten möchte. Neben gröberen Details wie Geschlecht, Nationalität und Statur wissen gerade die vielen Abstufungen bei Haartrachten und ganz besonders den Gesichtszügen zu gefallen. Egal ob es die Zahl der Leberflecken oder die Form der Augenbrauen sein soll, die Entwickler haben nahezu an alles Wichtige gedacht.
Man startet die Karriere als Newcomer ohne große Erfahrung und auf Weltranglistenplatz 200. Es ist ein weiter Weg bis an die Spitze, und nur die Fleißigsten kommen durch. Für je zwei Wochen auf dem virtuellen Terminkalender darf man ein Event bzw. eine Trainingslektion in Angriff nehmen. Regelmäßige Abstecher in den Trainingsbereich sind gerade anfangs schwer zu empfehlen, sonst sieht man im Wettstreit mit übermächtigen Gegnern kein Land.

Aller Anfang ist schwer

In den Übungen schult man verschiedene Techniken und darf als Belohnung kleine Sterne auf Werte wie Vorhand, Rückhand, Power, Präzision und Aufschlag verteilen. Bei den Lektionen gilt es beispielsweise, Kegel mit gezielten Schlägen umzuwerfen oder bei Angaben bestimmte Zonen des Feldes zu treffen. Und das meistens mit knappem Zeitlimit. Schon diese Trainingseinheiten verlangen dem Spieler also einiges an Fingerspitzengefühl ab. Die Arbeitszeit des virtuellen Coaches ist zudem leider nicht umsonst - für jeden Versuch muss man ordentlich blechen.
Da sollte man bei Gelegenheit auch endlich dicke Preisgelder einstreichen. Je nach erkämpfter Ranglistenposition stehen einem im Laufe des Spiels zahlreiche Veranstaltungen, vom lokalen Turnier bis zum prestigeträchtigen Grand Slam an bekannten Orten rund um den Globus, offen. Faule Sportler können einzelne Matches auch zeitsparend simulieren lassen, aber das Ergebnis fällt dabei längst nicht immer zu Gunsten des Spielers aus. Man sollte schon allein deshalb lieber versuchen, mit spielerischem Können noch einiges rauszureißen. Selbst große Unterschiede bei der Sterne-Zahl (diese sind in der Karriere an der Tagesordnung) lassen sich mitunter ausgleichen, wenn auch nicht ohne Anstrengung und gelegentliche Frustmomente. Trotz des vorbildlichen Xbox 360-Controllers sind überstrapazierte Daumen keine Seltenheit, aber für das stolze Gefühl nach einem tapfer eroberten Punktgewinn nimmt man das gern in Kauf.
Screen 1
„Echte“ Profis …
Screen 2
… oder ein Nachwuchstalent Marke Eigenbau?
Screen 3
Ohne gutes Timing sieht man schnell alt aus
Screen 4
Fast überall gibt es neugierige Zuschauer

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PCDezember 2006
360April 2006

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