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Test: Rainbow Six: Vegas
Wer knackt den Jackpot: Taktische Terroristenjagd in Las Vegas - Spielspaß oder Rohrkrepierer?
Es ist bald wieder Silvester, draußen wird geballert – und im heimischen Wohnzimmer auch: Mit Rainbow Six: Vegas wartet die Fortsetzung des bekannten und auch beliebten Taktik-Shooters auf die Spielergemeinde. Allerdings hat das Ansehen der Rainbow Six-Reihe zuletzt ein wenig gelitten, denn die Lockdown -Variante war nicht mehr als ein stumpfer Shooter. Doch das ist Schnee, nein, Geballer von gestern, denn mit Vegas kehrt Ubisoft zu den Wurzeln zurück und schickt den Spieler wieder auf taktische Pfade.Alte Geschichte mit einem neuen HeldenAn der Geschichte selbst hat sich grundsätzlich nichts geändert: Der Drei-Mann-Trupp muss die Welt retten und hat es wieder einmal mit Gewalt-Touristen zu tun, allgemein als Terroristen bekannt. Für einen Taktik-Shooter eine altbekannte, aber auch solide Basis. Der Weg bis zum Finale des Solo-Modus führt euch durch verlassene Straßen und Häuser in Mexiko und – wie es der Titel schon verrät – durch die Casinos von Las Vegas.Frisch im Dienst und zum ersten Mal als Teamleader aktiv, übernimmt der Spieler im Story-Modus den Elite-Soldaten Logan Keller. Neben Anführer Keller sind im Alpha-Team auch noch der Elektronik-Spezialist Gabriel Nowak und der Sprengstoff-Experte Kann Akahashi vertreten. Hier nun schon einmal ein Makel des Spiels: Während ihr Keller steuert, könnt ihr Nowak und Akahashi nur im Doppelpack bewegen – jeden Akteur einzeln agieren zu lassen, ist leider nicht möglich. Dabei wäre bei einigen Casino-Missionen ein Kreuzfeuer von drei Seiten hilfreich, ohne dass das Spiel dadurch zu einfach würde. Trotzdem bleibt die taktische Komponente ein tragender Faktor und die Befehle, die ihr den beiden Team-Kollegen gebt, sind ebenso einfach zu erteilen, wie sie von den Waffenbrüdern umgesetzt werden. Doch, Moment, hier gibt es den zweiten Knackpunkt im Spiel: Die KI der Kollegen hat mitunter ärgerliche Aussetzer, die entweder euch selbst oder die künstlichen Mitstreiter in Lebensgefahr bringen. Zwar sind diese Blackouts äußerst selten, fallen aber gerade deswegen auf, weil der Rest des Spieles hochwertig umgesetzt wurde. Wer braucht schon eine Krankenversicherung?Die Steuerung des Anführers Logan Keller ist komplex, aber eingängig. Und schon nach wenigen Spielminuten ist klar: Mit einem Rambo-Auftritt ist das Spiel nicht zu bewältigen. Es geht vor allem darum, immer wieder Deckung zu suchen und nach alternativen Wegen Ausschau zu halten. Habt ihr euch hinter einer Nische, einem Müllcontainer verschanzt, so könnt ihr aus der Deckung heraus gezielt schießen oder blind mit vorgehaltener Hand ballern, um den Gegner zu beschäftigen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ihr euren Teamgefährten Zeit verschaffen wollt, während sie zu einem taktisch klügeren Punkt hasten.Zwei schwere Waffen stehen euch zur Auswahl, dazu kommen noch eine Pistole und zwei Arten von Granaten. Die Auswahl an Waffen ist üppig, zumal ihr euch auch bei den Gegnern bedienen könnt. Allerdings trennen sich die Kontrahenten nur nach dem Tod von ihren Schießprügeln und die KI der Feinde ist extrem gut gelungen: Statt wie Opferlämmer in die Schusslinie zu laufen, gehen die Gegner in Deckung, nehmen euch sogar in die Zange. Gerade in den späteren Levels der Solo-Spieler-Mission kommen dann – wenn auch größtenteils geskriptet – zahlreiche Feinde auf euch zu und ihr müsst sowohl mit der Waffe als auch taktisch voll auf der Höhe sein, um am Ende zu überleben. |
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