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Test: Command & Conquer 3

Echtzeitstrategie auf der Xbox 360 - Klappt es diesmal mit der Steuerung?
 Command & Conquer 3
Nach Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2Weitere Infos (SuM 2) bittet EA alle RTS-Fans mit Command & Conquer 3 – Tiberium Wars (C&C 3) zum zweiten Mal an die 360-Controller. Klappt es diesmal mit der Steuerung?

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Scrin

Nach den ersten beiden Tiberium-Kriegen ist es Mitte dieses Jahrhunderts ruhiger geworden auf der Welt. Zwar mucken einige unverbesserliche NOD-Anhänger in den miesen, weil teils tiberiumverseuchten Gelben Zonen gern hier und da auf. Doch in den von der GDI beherrschten sauberen Blauen Zonen ist die Welt fast wieder heile. Man spricht von Abrüstung und Umweltprojekten für die derzeit vollkommen unbewohnbaren Roten Zonen. Doch plötzlich und unerwartet taucht er wieder auf: Kane (wieder gespielt von Joe Kucan). Mit einem Pauken- oder besser Raketenschlag stürzt er die sich stabilisierende Weltordnung ins neuerliche Chaos. Die beiden ewigen Feinde GDI und NOD stehen sich wieder gegenüber.
Je nach Kampagne kämpft der Spieler erst 17 Missionen mit der GDI und danach weitere 17 mit NOD. Alles verläuft wie gehabt, bis plötzlich die neue Partei der Scrin die Bühne betritt. Die fiesen Aliens mischen die Erde gewaltig auf, was irgendwie an Film und Buch Krieg der Welten erinnert. Vier Missionen einer Mini-Scrin-Kampagne hat EA zum Abschluss des Spiels noch spendiert.
Die einfach gestrickte Story um Sieg und Ehre endet – ohne zu viel zu verraten - mehr als fortsetzungsverdächtig. In alter Tradition wird sie wieder durch schick trashige Videosequenzen vorangebracht. Im Hintergrund läuft quasi ein kompletter Spielfilm ab, da die HD-Videos mit einer Gesamtlänge von über einer Stunde schon gewaltig ausfallen. Hinzu kommt, dass Billy Dee Williams (Star Wars), Michael Ironside (Starship Troopers), Jennifer Morrison (House M.D.) und weitere professionelle Schauspieler versuchen ihr Bestes zu geben – was ihnen nicht immer ganz so überzeugend gelingen will.

Tiberium War in Köln, Stuttgart und München

Im Verlauf der Kampagnen bestreitet der Spieler Missionen in den USA, Nordafrika, auf dem Balkan (Sarajevo – Kanes alter Tempel stand dort) in Italien (dem Beginn der Tiberiumausbreitung) oder gar in Deutschland (im zerbombten Stuttgart, Köln und München).
Vor jeder Mission kann man einen der drei Schwierigkeitsgrade auswählen. Dabei fällt auf, dass die ersten Missionen ohne viel Federlesens erledigt sind. Später wechseln sich knackig knifflige Aufgaben mit Pillepalle-Missionen ab. Auch das Missionsdesign ist durchwachsen. So gibt es etwa schnöde, lieblose Konvoi-Schutzmissionen oder einfallslos gestrickte Hau-alles-platt-Aufgaben, aber auch Anspruchsvolleres. In einer Mission etwa müssen wir zuerst mit einem kleinen Trupp den Landeplatz säubern. Doch Verstärkung kommt noch nicht, da wir erst einige Flugabwehrstellungen ausknipsen müssen. Danach gilt es eine zerbombte Brücke zu reparieren, um anschließend überzusetzen. Nun gilt es der eigentlichen Aufgabe, der Zerstörung eines feindlichen Labors, nachzugehen.
Ein anderes Mal sollen wir unter Zeitdruck eine Aurora-Raketenrampe in Schutt und Asche legen. Auf direktem Wege ist dies mit dem kurzen Countdown nicht zu schaffen. Also starten wir Plan B und vernichten erst einmal die Kraftwerkphalanx am anderen Ende der Karte mit Flugeinheiten, um die Anlage vorerst zum Schweigen zu bringen. Dann schlagen wir mit der derweil erstellten Hauptarmee zu. Immer wieder sind die Missionen mit zahlreichen Bonusaufgaben gespickt, für die es bei der Endabrechnung der Mission Extralorbeeren gibt.

Schaffe, schaffe – Basis baue

Neben einigen Aufgaben mit nur einer handvoll Einheiten, beginnt das Gros der Missionen mit dem klassischen Basenbau. Traditionell setzen wir Kraftwerke für den Energiebedarf, Kaserne, Waffenfabrik oder Landeplattform in die Landschaft. Verschiedene Abwehrstellungen gegen Land- oder Luftangriffe gilt es geschickt zu platzieren. Der angekündigte Mauerbau hat es übrigens nicht ins fertige Spiel geschafft. Forschungsgebäude für Spezialfähigkeiten wie Blitzturm (Scrin) oder Minenabwurf (NOD), sowie Gebäude für die Einheiten-Upgrades wie Railgun oder Ionensturm gehören ebenfalls zum Bauprogramm. Letztere werden – sobald einmal erforscht – automatisch(!) bei den Einheiten eingebaut. Mit den zum Teil recht mächtigen, aber auch teuren Spezialfähigkeiten kann man zum Teil ganze Schlachten entscheiden. So legt die Ionenkanonen (GDI), die Atomrakete (NOD) oder der Spalt (Scrin) eine halbe Basis in Schutt und Asche. Zum Glück sind die Countdowns bis zum Wiederaufladen der Fähigkeiten ausreichend lang vorgegeben.
Jede Partei – auch die neuen Scrin – hat im Grunde ganz ähnliche Gebäude aufzuweisen. Bei den einen heißt es eben Raffinerie, bei den anderen Extraktor, von denen aus mit Hilfe von Sammlern die einzige Ressource Tiberium abgebaut wird. Die Gebäudevielfalt ist überschaubar, für einen C&C-Teil aber doch schon recht hoch ausgefallen.

Der Mammut ist back

Was für die Gebäude gilt, trifft auch auf die Einheiten zu. Nahezu jede Einheit hat ihr Pendant auf der Seite der Gegner. So sorgt der Bazooka-Kampftrupp der NOD, genau wie der Raketentrupp der GDI oder der Shock-Trooper der Scrin für denselben durchschlagenden Erfolg bei gepanzerten Fahrzeugen. Die Mächtigsten in den Reihen der Kontrahenten sind die Annihilator-Tripod (Scrin), der Mammut-Panzer (GDI) oder der Avatar-Kampfbot (NOD). Dank dem traditionell eingesetzten Stein-Schere-Papier-Prinzip sind auch diese nicht unverwundbar und haben alle ihre Schwachstelle. Genauso ergeht es Lufteinheiten wie den Orcas (GDI), den Planetaren Trägerschiffen (Scrin) oder den Vertigo-Bombern (NOD). Alles in allem eine ausgewogene Mischung.
Noch ein Wort zu den neuen Scrin: Diese haben sowohl flinke und preiswerte Bodeneinheiten für schnelle Rush-Taktiken, als auch mächtige aber träge Fahrzeuge und Flugeinheiten (etwa das Mutterschiff) für den Endkampf. Einige Einheiten mit Teleporterfähigkeiten und Gedankenkontrolle können für spezielle Taktiken genutzt werden. Per lokalem Kraftfeld lassen sich sogar Einheiten kurzzeitig vor Angriffen schützen. Erst einmal hinter die Gebäudestruktur und Einheitenhierarchie der Scrin gestiegen, macht es Spaß sie auf dem Schlachtfeld einzusetzen.
Alle Einheiten im Spiel sammeln übrigens durch Angriffe auf Feinde Erfahrung. Dadurch können sie mehrstufig bis zum Veteranen aufleveln und werden widerstandsfähiger und verursachen mehr Schaden. Verschiedene Kampfstellungen wie „offensiv“ oder „Stellung halten“ sind möglich. Auch die gute Ghost-Formationsvorschau ist in der Xbox 360-Version enthalten.
Screen 1
Die mächtigen Mammut-Panzer greifen an
Screen 2
Hier prallen effektvoll NOD- und GDI-Truppen aufeinander
Screen 3
Die Scrin greifen ein
Screen 4
Schauspieler Michael Ironside (u.a. Starship Troopers) in einer Videosequenz
Screen 5
Die Mauern sind fest vorgegeben in dieser Mission - selber darf man sie nicht bauen.

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Packshot
3D-Echtzeitstrategie
von EA
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCMärz 2007
360Mai 2007

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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