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Leise husche ich über den Hof. Tap, tap, tap! Ist da was, hört mich jemand? Nein, alles in bester Ordnung. Unbemerkt und ohne Zwischenfälle gelange ich an den Wächter heran, packe ihn von hinten und – zack – Katana in Hals – tot! Nur kurz stören ein abartiges Schlitzen, Röcheln und Zischen die Stille der Nacht, dann ist das blutige Abmurksen auch schon vorbei. Niemand hat was gemerkt, und so schmeiße ich die Leiche zur Spurenverwischung unbemerkt in den nächsten Wassergraben ... platsch! Mord ist sein HobbyTenchu Z ist der mittlerweile siebte Teil einer Stealth-Action-Serie aus dem Hause From Software. Der erste Teil erschien 1996. Das Geschehen versetzt euch in die Rolle eines Ninja während der japanischen Feudalzeit, also um 1700 herum. Die Ninja erfüllten Aufgaben als Meuchelmörder, Kundschafter, Spione und Saboteure. Ein spannendes Thema für ein Videospiel also, auch wenn sich die Story des Spiels nur auf eine einfache Actionspielhandlung mit ein paar Textzeilen als Einleitung und vielleicht einer kurzen Videosequenz am Ende jeder Mission beschränkt. Auf den Bürgerkrieg zwischen den japanischen Clans wird da nicht allzu genau eingegangen.Bevor es losgeht, darf zunächst ein eigener Ninja erstellt werden. Neben Geschlecht, Gesichtsform und Kleidung können dabei auch die Werte der drei Basiseigenschaften Vitalität, Stärke und Wendigkeit frei bestimmt werden. Auf die gleiche Weise wird anschließend ein zweiter Charakter kreiert. Der Partner tritt im weiteren Spielverlauf gelegentlich als Nebenfigur in Erscheinung. Allein wird man eigentlich immer die Einzelmissionen spielen. Über SystemLink oder Xbox Live können zwei bis vier Spieler gemeinsam Co-op Missionen oder gegeneinander Ranglistenspiele bestreiten und per Headset kommunizieren. In der Kürze liegt die WürzeSchätzungsweise die meisten der über 50 Missionen des Spiels sind Attentatsaufträge: Man durchstreift ein Wohngebiet, schaltet ein paar Wachen aus, tötet schließlich einen Boss wie einen korrupten Händler, einen pädophilen Priester oder den Leiter einer Spielhöhle, und das war´ s auch schon. Die Mission endet also direkt mit der Erfüllung der jeweiligen Aufgabe, so dass man sich über eine anschließende Flucht keine Gedanken machen muss.Zu den weiteren Aufgaben zählen zum Beispiel die Bergung von zehn (auf der Karte markierten) Sprengsätzen, das Durchbrechen eines feindlichen Postens, das Auffinden eines Informanten oder das Stehlen von geheimen Musketen-Plänen. Irgendwelche Nebenaufträge oder besondere Bedingungen müssen meistens nicht erfüllt werden, um die Mission abzuschließen. Zudem fällt die Spielzeit mit etwa 5 bis 15 Minuten pro Mission relativ kurz aus. Abgesehen von einigen Ausnahmen ist das jeweilige Missionsziel nicht als solches auf der Karte markiert. Folglich muss zum Teil erst ein ganzes japanisches Dorf mit all seinen Hütten, überdachten Gängen, Mauern und Gartenanlagen durchforstet werden, ehe die gesuchte Schatulle oder was auch immer gefunden ist. Leise murkst der MeuchlerWenn es sich irgendwie einrichten lässt, sollten Gegner stets möglichst ohne viel Aufsehen zur Strecke gebracht werden, also am besten von hinten, heimlich und so, dass sie weder Gegenwehr leisten, noch ihre Freunde alarmieren können. Generell gibt es unterschiedliche Methoden, den Gegner zu überwältigen, zum Beispiel durch einen Sprung auf den Buckel, eine Judorolle oder den klassischen Schwitzkastengriff. Sogar ein Überraschungsangriff von vorne ist möglich – wenn alles schnell genug geht. Wohlgemerkt hat man die Wahl, den überwältigten Gegner nur zu betäuben oder mit seinem Katana kurzerhand abzumurksen.Lautlose Morde und insbesondere Schiebewandmorde, Wandmorde um Ecken herum, waffenloses Erwürgen und mehrere lautlose Morde in rascher Folge werden in der Statistik am Missionsende mit vielen Punkten belohnt. Die Abschlussstatistik ist zwar nicht ganz so komplex wie zum Beispiel bei Splinter Cell: Double Agent , berücksichtigt aber auch besondere Umstände wie das Nicht-Einsetzen von Objekten, das Töten von Unschuldigen, das Entdeckt-Werden und Alarmzustände. Aus der erreichten Gesamtpunktzahl ergibt sich nicht nur ein entsprechender Rang in der Ninja-Hierarchie, sondern in Kombination mit dem gewählten Schwierigkeitsgrad auch die anschließende Entlohnung in Gold. Bereits abgeschlossene Missionen können erneut gespielt werden, um mehr Gold zu verdienen.Aus den Augen, aus dem SinnFür eine übersichtliche Perspektive ist dank manueller Kameraführung überwiegend gesorgt. Nur während der offenen Kämpfe wird es trotz Auto-Zielfunktion etwas hektisch, vor allem bei mehreren Gegnern. Da manövriert sich der Held mit seiner vorwärts gerichteten 3-Schlag-Combo zu oft mit dem Rücken zum Gegner und damit in eine kampftaktisch unangenehme Situation. So reduziert sich das Kampfsystem leider zu oft nur auf stumpfes Hauen, Stechen und Herumpositionieren, ohne dass Zeit bleibt, in der allgemeinen Hektik die neu erlernbaren Combos, Parademanöver und Fähigkeiten auszuprobieren. | ||||||||||||||||||
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