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Test: Project Gotham Racing 4

Der erwartete Rennspiel-Kracher?
 Project Gotham Racing 4
Project Gotham RacingWeitere Infos, hervorgegangenen aus Metropolis Street Racer zu Zeiten eines Sega Dreamcast, ist das, was man eine traditionsreiche Arkade-Rennspielserie nennen darf. Während andere Klassiker wie Ridge Racer oder Outrun quasi nur noch von ihren Namen leben, legte PGR 3 letztes Jahr ein Next-Gen-Debüt erster Sahne hin. Kann der von vielen überschwänglich erwartete Nachfolger Project Gotham Racing 4 (PGR4) das nochmals Toppen?

Zwei gegen Vier

Weit über 100 Fahrzeuge mit den schönsten Autos dieser Welt wie Lamborghini Diablo VT 6.0 SE, Ferrari Enzo Ferrari, BMW M5 E60, Mercedes CLK DTM AMG oder Saleen S281E warten in PGR 4 darauf gefahren zu werden. Doch nicht nur vierrädrige PS-Monster, sondern erstmals auch Zweiräder in Form ausgesuchter Bikes wie Yamaha YZF-R6, Suzuki GSX1300R Hayabusa Ltd oder MV Augusta F4 Senna lassen die Herzen der Rennspielfans höher schlagen. Das von vielen erwartete Ungleichgewicht von Autos und Bikes haben die Entwickler Bizarre Creations ganz gut in den Griff bekommen. Was der eine in den Kurven gut macht, kann der andere auf der Geraden wieder aufholen. Einzig beim Kudos sammeln durch Sprünge, Drifts, Windschattenfahren oder Burnouts haben die Kräder einen Vorteil. Denn mit ihnen kann man zusätzlich durch mit Autos unmögliche Stunts wie Wheelies (auf Hinterrad fahren) und Endos (auf Vorderrad fahren) oder anderen waghalsige Dingen wie Fahren im Stehen auf dem Fahrersitz noch schneller Kudos sammeln.
Womit wir auch schon bei der altbekannten PGR-typischen Währung, den Kudos wären. Die durch Siege, Stunts oder perfektes Fahren gesammelte Kudos können diesmal im PGR-Shop eingetauscht werden. Dafür kauft man sich dann paketweise (kein Einzelkauf möglich) Autos, Bikes, Rennstrecken, einen 3D-Foto-Modus, neue Multiplayer-Rennmodi oder neue Helme und vieles mehr. Neu sind dabei die Kudos-Sterne. Wenn man ein stilvolles oder perfektes Manöver oder einen Stunt lange genug hält, gibt es einen oder gar mehrere Kudos-Sterne. Bei den neu eingebauten Superstar-Rennen, ist das Einfahren solcher Kudos-Sterne sogar die Siegbedingung.

Die Weltkarriere

Im Modus Zeitfahren geht es ganz herkömmlich und gnadenlos gegen die Stoppuhr zur Sache. Hierfür lassen sich neben den eigenen Ghost-Fahrzeugen noch die von anderen Spielern über Xbox-Live laden. Dazu gesellt sich der klassische Arkade-Modus bei dem es in zehn Veranstaltungen, die wiederum mehrerer Rennen umfassen, auf Medaillenjagd geht. Dafür gilt es u.a. Runden- oder Elimination-Rennen, Überhole-die-meisten-Gegner-Rennen, Pylonen-Slalom oder Zeitrennen zu meistern. Das ganze ist quasi der Karriere-Modus des Vorgängers, nur neu aufbereitet.
Dreh und Angelpunkt in PGR4 ist hingegen die neue Gotham-Karriere. Diese entpuppt sich als eine Weltmeisterschaft, deren Rennveranstaltungen rund um den Globus verteilt sind. Neben den bekannten Renntypen darf man hier auch Pylonen-Kegeln, Radarfallen-Rennen oder die bereits genannten Superstar-Rennen in Mini-Meisterschaften fahren. Neben Kudos fährt man dabei auch WM-Punkte ein und klettert so von Platz 72 langsam aber stetig auf Rang 1. Dabei rutscht man alle paar Plätze von der Amateurklasse über Profi, Teufelskerl bis zur Meisterklasse nach oben und schaltet so wiederum immer schnellere Fahrzeug der höheren Klasse frei. Dazu gesellen sich noch Einladungsturniere, bei denen man zusätzliche Fahrzeuge gewinnen kann, plus sogenannte Major-Rennen in denen man in Minimeisterschaften gleich einen großen Batzen WM-Punkte holen darf. Alles in allem abwechslungsreich, richtig neu ist das alles aber nicht. Zudem wurde es für unseren Geschmack mit den Elchtest-für-Anfänger-Pylonenfahrten und den Zeitrennen ohne Gegner mengenmäßig etwas übertrieben. Mit Bedacht muss man übrigens an die nur einmal vor den Minimeisterschaften mögliche Fahrzeugauswahl herangehen. Hat man etwa einen super in der Spur liegenden Aston Martin ausgewählt und die Meisterschaft besteht dann überwiegend nur aus Superstar- oder Kudos-für-Zeit-Rennen, geht das kräftig nach hinten los. Dafür hätte es viel mehr ein Bike oder ein willig ausbrechendes Muscle Car für die zum Sieg nötigen Drifts, Burnouts und Stunts gebraucht.

Wetter, Wetter, Wetter

Wer es darauf anlegt, hat die neue Karriere durchaus in zwei bis drei Abenden komplett durchgeackert und somit auch alle Rennorte gesehen. Zu den aus dem Vorgänger bekannten Szenarien wie Las Vegas, London, New York, Nürburgring und Tokio gesellen sich nun noch Shanghai, St. Petersburg, Quebec, Macao und Varianten der Nürburgring Nordschleife, sowie ein Michelin-Testkurs. Zwar gibt es die eine oder andere bekannte Sehenswürdigkeit der Städte zu sehen, die verschieden abgesteckten Stadtkursvarianten sind dennoch immer Fantasieprodukte und entsprechen nicht etwa dem offiziellen Kursverlauf zum Beispiel der WTCC-Rennen in Macao. Der Nürburgring und die Nordschleife sind hingegen ziemlich originalgetreu nachgebildet wurden. Schade ist, dass einige Rennorte nur bei Nacht und andere nur tagsüber gefahren werden können. Tag- und Nachtwechsel während der Rennen gibt es ebenfalls nicht.
Auch der angekündigte dynamische Wetterwechsel, bei dem man bei Sonne losfährt und während dem Rennen in einen Wolkenbruch gerät, ist in dieser Form nicht zu finden. Immerhin gibt es aber ca. zehn statische Wetterzustände, die vom Start bis zum Ziel anhalten. So fährt man bei Sonnenschein, Regen, Gewitter, Starkregen, Nebel oder gar Schneefall. Hat man seine Linie bei einem Schön-Wetter-Rennen auf einem Kurs gefunden, muss man diese dann bei Regen auf selbigem Kurs ändern, da sich an einigen (wenigen) Stellen Pfützen mit Aquaplaninggefahr gebildet haben. Gleiches gilt bei Rennen auf Schnee für Eisflächen. Ansonsten sind Fahrten auf nasser Fahrbahn nur ganz geringfügig rutschiger als bei Schönwetter. In Rennen auf verschneiten Pisten steigert sich dieser Effekt noch etwas, ohne dass die Fahrzeuge dabei (bis auf Eisflächen) unhaltbar von der Strecke fliegen.
Screen 1
Mit solchen Kunststücken verdient man sich als Biker Kudos
Screen 2
Selbst Klassiker sind am Start
Screen 3
Die Nordschleife bei Regen
Screen 4
Dank schickem Himmel und detaillierter Umgebung gibt es Super-Atmosphäre
Screen 5
Wheelies lassen die Kudos-Kasse klingeln

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Project Gotham Racing 4

Packshot
Funracer
von Microsoft, Bizarre Creations
USK-Freigabe ab 6 Jahren
360Oktober 2007

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