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Test: skate.
Das Skateboarden wird neu erfunden – EA verpasst dem Sport eine Simulation
Wer hätte das gedacht, als die ersten Skateboards auf den Markt kamen? Wer hätte gedacht, dass sich daraus ein Sport entwickeln würde, der sogar seinen Weg auf die Konsolen findet? Vermutlich kaum jemand – und meine ersten Erfahrungen mit dem Brett auf vier Rollen endeten mit einem Rippenbruch. Für mich war das Skateboard zunächst also eher ein Hilfsmittel für Selbstmordkandidaten, aber ich bin lernfähig. Spätestens seit Tony Hawk sein Unwesen auf den Konsolen und dem PC treibt, gibt es im wahrsten Sinne eine Plattform für den Sport. Doch bislang regierte Tony als Genre-König konkurrenzlos und allein herrschend – skate. will jetzt den Thron beanspruchen und frischen Wind bringen. Vier Rollen sind vier Rollen – oder hat EA am Board geschraubt?Solide Karriere, holpriger Online-ModusMeine Rippen schmerzen immer noch, wenn ich zu tief einatme – aber das mag auch Einbildung sein. Sie tun mir genau genommen seit dem Tag wieder richtig weh, seitdem ich das Intro von skate. gesehen habe: Der Junge auf dem Skateboard wird nach einem erstklassigen „Ollie“ und einem anschließenden „Grind“ von einem Auto von den Füßen und vom Board geholt. Ziemlich unsanft, der Krankenwagen ist schnell da und transportiert mich ins nächste Hospital. Mich, denn ich bin dieser ominöse Skater und in diesem Intro werden die verschiedenen Charaktere, auf die ihr im Spiel im Karriere-Modus trefft, kurz vorgestellt. Eine witzige Idee, sehr kurzweilig und toll umgesetzt – einen wirklich Sinn gibt es aber nicht, einen erkennbaren roten Faden für eine Hintergrundgeschichte gibt es auch nicht. Es geht nur darum, wieder auf dem Board zu stehen, die Nummer eins der Skateboarder zu werden, sich über Foto- und Video-Shootings einen Namen zu machen.Am Ende des Videos darf ich meinem Avatar erst einmal einen Namen und ein Gesicht geben, eine Figur, Kleidung und – was am wichtigsten ist – ein Skateboard. Wer im Karriere-Modus dann Rollenspiel-Elemente á la Tony Hawk Proving Ground erwartet, macht schnell einen Abgang: Es geht um das Skaten und das einzige, das sich verbessert, ist mein Umgang mit dem Controller – aber dazu mehr im Kapitel Steuerung. Was ein wenig schade ist: Der Karriere-Modus verliert relativ schnell an Fahrt, weil die einzelnen Challenges den Spielfluss bremsen, was am immens hohen Schwierigkeitsgrad liegt und auch daran, dass der besagte rote Faden fehlt.Neben dem Karriere-Modus gibt es noch den Online-Modus, der aber seine Tücken hat: Erstens scheint sich die Spielgeschwindigkeit nach der Übertragunsgsrate des langsamsten Mitspielers zu richten, denn in einem Online-Spiel wurde es sehr langsam. Zweitens dreht sich bei den Tricks alles um den richtigen Zeitpunkt, was sich bei den eben beschriebenen Ruckeleinlagen aber als lästiges Hindernis herausstellt und drittens sind einige Online-Plätze so klein, dass niemand dazu kommt, eine vernünftige Linie zu finden und das Ganze eher in ein „Ich-rempel-dich-aber-das-war-doch-keine-Absicht“ ausartet. Vielleicht gibt es da noch ein Update von EA, aber in dieser Form ist der Online-Modus sehr unausgegoren. Außerdem habt ihr noch die Möglichkeit, mitgeschnittene Filme oder geschossene Fotos hochzuladen und von anderen Spielern bewerten zu lassen. Das ist eine ganz interessante Funktion, die auch tatsächlich viel benutzt wird, zumal jeder stolz sein kann, wenn er endlich einen bestimmten Trick geschafft hat und sich das Ganze noch mal auf Video ansehen kann. Allerdings hätte ich mir noch ein paar mehr Möglichkeiten zum Editieren der Filme gewünscht, die vorgefertigten Kamera-Perspektiven sind nicht immer optimal, eine Zeitlupenfunktion wäre auch toll gewesen. |
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