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Test: Naruto: Rise of a Ninja

Blonde Igelfrisur, Müllmannsklamotten, frech wie Rotzlöffel – mal ehrlich: Sieht so ein Ninja aus?
 Naruto: Rise of a Ninja
Mit Naruto: Rise of a Ninja erscheint jetzt das erste Abenteuer des populären Manga- und Anime-Helden für die Xbox 360. Es ist eine interessante Mischung aus Adventure, Jump&Run und Fightspiel, die Ubisoft Montreal da zusammengebraut hat. Die Story basiert auf Schlüsselszenen aus den ersten 80 Folgen der Anime-Serie. Bestimmte Zusammenhänge kommen zwar etwas kurz, zum Beispiel wird Narutos Kumpel Rock Lee gar nicht richtig vorgestellt; im Großen und Ganzen kann man dem Geschehen aber ohne großartige Vorkenntnisse folgen. Für alle, die noch nichts von dem kleinen Möchtegern-Ninja gehört haben, hier die Story:
Der rotzfreche Lausebengel Naruto Uzomaki hat sich ein ehrgeiziges Ziel in den Kopf gesetzt: Er will Hokage werden, der oberste Ninja seines Heimatdorfes Konoha-Gakure im fernen Japan. Sein Lehrer Iruka von der Ninja-Akademie bezweifelt jedoch, das der Junge es jemals soweit bringen wird, denn schon mehrfach ist Naruto durch die Abschlussprüfung gefallen. Zudem meiden ihn die meisten Dorfbewohner wie die Pest, weil er von einem neunschwänzigen Fuchsmonster besessen ist. Dieser Dämon verbreitete im Dorf zwölf Jahre zuvor großes Unglück, bevor es dem vierten Hokage unter Aufopferung seines Lebens gelang, das Monster zu verbannen – in den Körper seines eigenen Sohnes. Trotz der widrigen Umstände lässt sich Naruto nicht von seinem Ziel abbringen, sondern wird schon bald dem Lehrmeister Kakashi zugeteilt, der ihm die ersten Lektionen des Ninja-Trainings beibringt.

Banditen, Kräuter und ein Sack Kartoffeln

Einen erheblichen Teil des Spielgeschehens verbringt man innerhalb der Mauern von Konoha-Gakure, dem „Dorf hinter den Blättern“. Damit man sich in der frei begehbaren Siedlung nicht verläuft, kann man sich zur Orientierung neben der Minikarte unten links eine Karte der Stadt und Teile ihrer Umgebung anzeigen lassen, auf der die Positionen von Läden und potentiellen Auftraggebern eingezeichnet sind.
Während als Questgeber für die Ninja-Missionen vor allem Kakashi Sensei und der dritte Hokage in Betracht kommen, werden die Nebenmissionen für gewöhnlich von diversen Dorfbewohnern angeboten. So gilt es unter anderem, ein Banditenlager aufzureiben, einem Spion auf die Schliche zu kommen, im Wald des Todes auf Kräutersuche zu gehen und einem Bauern seinen gestohlenen Sack Kartoffeln wiederzubeschaffen. Wer möchte, kann auch mehrere Aufträge gleichzeitig annehmen.
Die 25 Ninja-Missionen des Spiels hat man zwar relativ zügig abgehakt, sprich: in etwa acht Stunden, allerdings gibt es darüber hinaus noch diverse andere Aufgaben zu erledigen, so dass man unter Umständen auch doppelt und dreifach so lange beschäftigt ist. So kann Naruto in diversen Versteckspielen nach seinem kleinen Freund Konohamaru suchen, in rasanten Checkpointrennen auf Zeit durch die halbe Stadt wetzen und insgesamt rund 700 Münzen sammeln, die in der gesamten Spielwelt zu finden sind.

Lecker Essen und amüsante Verwandlungen

Wer sich nicht unvorbereitet auf eine Mission begeben will, sollte sich vor dem Verlassen des Dorfes erst gut ausrüsten: Im Waffenladen gibt es Kunais (Wurfdolche) zu kaufen, im Ramen-Shop Snacks für die Gesundheitsregeneration und im Kartenladen Schriftrollen zur Verbesserung verschiedener Kampffertigkeiten. Nicht ganz so wichtig ist der Buchladen, wo es nur Videos und Kunstwerke zu kaufen gibt. Bevor es ans Einkaufen geht, muss allerdings jeder Shopbesitzer erst mal zur Eröffnung seines Geschäfts bewegt werden.
Gerade zu Beginn des Spiels gibt es haufenweise Leute, die Naruto böse anknurren oder beschimpfen, wenn er vorbeiläuft. Damit sich das ändert, sollte er versuchen, sich Respekt zu verschaffen, indem er zum Beispiel einer Dame ihre verlorene Handtasche zurückbringt oder nach Pizzabotenart hungrige Dorfbewohner mit lecker Ramen beliefert; Ramen ist Narutos Lieblingsessen. Mithilfe seiner Verwandlungstechnik „Sexy Jutsu“ kann er sogar liebeskranke Dorfbewohner glücklich machen, indem er sich vorübergehend in die Frau ihrer Träume verwandelt ... Praktisch: Die freundlich gestimmten Leute geben dann auf Anfrage Hinweise, in welcher Richtung das nächste Missionsziel oder eine Münze zu finden ist. Folglich ist es nur vernünftig, Narutos Beliebtheit bei den Bürgern zu steigern.
Erst im weiteren Spielverlauf erlernt der Held Techniken wie den Doppelsprung und den Wandlauf, die es ihm ermöglichen, bis auf die höchsten Häuserdächer und abgelegensten Orte vorzustoßen. Nur schade, dass man Gebäude nicht betreten kann. Daher findet die Action überwiegend draußen statt. Dafür fallen kaum Ladezeiten an.

Banditen-Leutnants, Banditen-Anführer und ein Korsett unnötiger Laufwege

Verlässt man das Dorf durch eines der riesigen Tore, gelangt man in eines von mehreren Außenarealen, die mit J&R-typischen Elementen wie Plattformen, Wassergräben und einfachen Hindernissen gespickt sind. Für Abwechslung sorgen zwischendurch Kämpfe, die im Gegensatz zu den Hüpfeinlagen nach Fightspieltradition verlaufen. Leider verlieren die Aufträge auf Dauer an Reiz, da sich vieles mit der Zeit wiederholt – zum Beispiel die Gegner: Außer Banditen, Banditen-Leutnants und Banditen-Anführern bekommt man über weite Strecken kaum was anderes zu Gesicht. Aber auch die Levelgestaltung langweilt langfristig mit ähnlichen Kombinationen aus Hüpfpassagen, schwingenden Baumstämmen, hervorschießenden Stachelpfählen und kurzen Aktionssequenzen, in denen man rund eine Minute lang nach Minispielchenart wie ein Affe von Ast zu Ast hüpfen muss, ohne runter zu fallen. Hinzu kommt, dass neue Spielabschnitte nur über die alten Areale erreichbar sind, folglich mehrere Missionen immer wieder in dieselben Gebiete führen. So hat es teilweise den Anschein, dass da nur ein Korsett unnötiger Laufwege rund um die einigermaßen spektakulär in Szene gesetzten Bosskämpfe geschaffen wurde. Immerhin kann man sich nach vollbrachter Arbeit häufig durch ein Warpfeld zurück in die Stadt beamen lassen.
Screen 1
Das Dorf sieht klasse aus
Screen 2
Sachen gibt´s – der Typ rennt einfach einen Baum hoch!
Screen 3
Endstation Marterpfahl? Nicht ganz ...
Screen 4
Hmm, lecker: Faust!
Screen 5
Verwirrung total: das Jutsu des Schattenklondoppelgängers

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Packshot
Action-Adventure
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 12 Jahren
360Oktober 2007

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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