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BladeStorm: Der Huntertjährige Krieg
Action-Strategie
von THQ, Koei
PS3November 207
360November 207
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Artikel (2)

Screens (27)  

Bewertungen

GameCaptain
86 %
Test lesen
Magazine: -
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Screenshots zum Test

Screen 1
Das Intro und die Zwischensequenzen sehen gut aus - wenn auch mit zuviel Weichzeichner...
Screen 2
Söldner-Treffpunkt: Hier gibt es Aufträge und noch mehr...
Screen 3
In Reiter und Glied: Gleich geht es gegen den Feind in der Burg...
Screen 4
...oder auch gern mal im Dorf
Screen 5
Das hat gesessen: Diese Attacke bringt Punkte für das Konto...

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Aktuellste News zum Spiel

Der Uralt-Kalauer „Wie lange dauerte der 100-jährige Krieg“ steckt immer noch in meinem Kopf – dabei ist die Antwort auf diese Frage gar nicht so offensichtlich, wie es scheint. Tatsächlich währte die Fehde zwischen den Engländern und den Franzosen ganze 116 Jahre – ausgelöst durch einen Streit um den französischen Thron, den der englische König Edward III. anzettelte. Das sind zweifelsohne olle Kamellen, die heute kaum noch eine Rolle spielen, zumal die Franzosen keinen König mehr haben und die Engländer so auch keinen Anspruch mehr stellen können. Damals war das eben anders und somit hat Bladestorm auch seine historische Berechtigung, in der eben jener 100-jährige Krieg aufgearbeitet wird. Damit aber niemand dauerhaft Partei ergreifen muss, schlüpfen wir in die Rolle eines Söldners und schlagen uns im Spiel immer auf die Seite, die am meisten zahlt – Geld regiert die Welt, das war schon 1337 so. Auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann.

Minimalisten olé: Spiel an oder Spiel aus

Ich schreibe mich gern warm, wenn ich einen Testbericht verfasse, ich handle dann die Spielmodi ab und das Drumherum, lasse die Testphase dabei noch einmal in meinem Kopf Revue passieren. Das fällt bei Bladestorm aber komplett flach, denn im Bereich Spielmodus ist bei dem Gemetzel von KOEI keine Luft im Spiel. Entweder ich starte oder ich lasse es bleiben. Punkt. Gut, ich habe noch die Möglichkeit, ein vorhandenes Spiel fortzuführen und ich kann die Einstellungen der Kamera und der Akustik bearbeiten, aber das war es dann auch endgültig. Wie soll ich mit diesem Schmalspur-Programm in einen Test einsteigen? Zumal KOEI bei den Samurai Warriors 2: EmpiresWeitere Infos schon deutlich mehr in die Waagschale geworfen hat und auf den ersten Blick ist die Verwandtschaft der beiden Spiele nicht von der Hand zu weisen – warum dann diese Armut in den Spielmodi?
Die Antwort ist relativ einfach, denn der Umfang des Spiels ist wahrlich nicht von Pappe: Die zahlreichen Aufträge, die im Spiel auf euch warten, die Hintergrundgeschichte um die beiden Königreiche, die anderen Söldner, die sich mit euch verbünden oder sich euch in den Weg stellen, das alles bietet Spielspaß für viele Stunden. Für sehr viele Stunden. Und letztlich gibt es nicht einen Lösungsweg, es gibt hunderte – wenn es im Krieg überhaupt Lösungen gibt. Aber ich werde jetzt erst einmal erklären, worum es genau geht.

Lustig ist das Söldnerleben…

Der 100-jährige Krieg hat schon begonnen, keine der beiden Parteien kann einen Vorteil verbuchen, und auf der Suche nach neuen Kriegern beginnen die Kriegsherren aus England und Frankreich nun auch Söldner anzuheuern. Zwar ist das Vertrauen in die käuflichen Soldaten noch gering, über die Jahre hinweg erweisen sie sich aber als verlässliche Streitkräfte. Als Spieler übernehmt ihr die Rolle eines solchen Söldners, könnt dabei männlich oder weiblich sein und eines von acht vorgefertigten Äußeren wählen. Die drei Stimm-Varianten haben bei den Kerlen allerdings eher einen Micky-Maus-Charakter, doch das stört später im Kampfgetümmel nicht mehr.
Wer nun ein Spiel erwartet, in dem sich der gewählte Charakter mit dem Schwert durch Feindmassen metzelt, der muss lernen, umzudenken. Bladestorm ist kein simples Action-Spiel, es steckt weit mehr Taktik dahinter, als es auf den ersten Blick scheint. Auf dem Schlachtfeld könnt ihr einzelne Einheiten übernehmen und diese dann anführen, sie strategisch in das Getümmel lenken und den Ausgang des Gefechts beeinflussen. Je höher euer Ansehen ist, desto besser sind eure Führungsqualitäten. Mit einem Knopfdruck übernehmt ihr die Einheit, ein zweiter Druck auf die Taste und ihr seid wieder allein – aber als Einzelgänger endet euer Spiel schon rasch, denn gegen die Übermacht des Feindes geht ihr einfach unter. Alleingänge mit einer Elite-Einheit sind ebenfalls nicht ratsam, sie sind vor allem im späteren Verlauf schnell zum Scheitern verurteilt.
Habt ihr die Kontrolle über eine Einheit, gibt es vier verschiedene Formen, sie einzusetzen: Mit dem rechten Button wird der Nahkampf absolviert – was nicht immer Sinn macht, je nachdem was ihr für eine Einheit kontrolliert. Mit weiteren Buttons werden spezielle Fähigkeiten abgerufen, die aber nicht dauerhaft anwendbar sind, sondern sich wieder langsam aufladen. So macht es dann eben auch Sinn, seine Schützen aus der Distanz per Knopfdruck über Fernschüsse angreifen zu lassen – im Nahkampf haben die Jungs keine Chance. Die wilden Krieger mit dem Hackebeil sind dagegen eher für das Grobe zu haben, sollten dann aber wiederum nicht in einen Pfeilhagel geraten oder in Kontakt mit berittenen Einheiten treten. Da hilft es, dass über den Einheiten entweder ein grünes oder ein rotes Symbol prangt, was schon von weitem anzeigt, ob es schwierig oder leicht wird. Denn bei der Vielzahl von Kriegern auf dem Schlachtfeld sind solche Hilfen einfach unerlässlich.
 
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