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Test: Ace Combat 6: Fires of Liberation

Grafik und Spielspaß auf hohem Luftkampf-Niveau
 Ace Combat 6: Fires of Liberation
Wer sich schon ein wenig länger in der Spielewelt bewegt, der weiß, dass die Zeiten für Fliegerasse schlecht geworden sind. Momentan geht es mehr um Shooter, als um die Könige der Lüfte, echte Simulationen sind eh nur noch handverlesen zu finden, weil sie unter anderem auch aufgrund der hohen Komplexität in der Bedienung auf den Konsolen kaum spielbar sind. Warum also nicht mal ein gutes Luftkampf-Spiel, das die Betonung mehr auf Arcade legt? Warum dann nicht mal etwas anderes als die Propeller-Maschinen aus dem Zweiten Weltkrieg, warum dann nicht mal ein fiktives Szenario, das aber trotzdem Spannung bietet? Warum dann nicht mal Ace Combat 6 spielen? Wer Filme wie „Independence Day“, „Top Gun“ oder „Firefox“ mag, wer schon Strike Commander liebte, der sollte sich mal mit dem japanischen Luftkampf-Spiel auseinandersetzen – es lohnt sich.

Gut sortierte Modusauswahl

Ein Luftkampf-Simulator. Na ja, fast, Ace Combat 6 ist nicht so sehr auf die realistische Steuerung aus, sondern hier geht es mehr um packende Action in der Luft. Dabei sind die Cockpits von modernen Kampfjets die Basis für das Spiel, mit dabei sind da unter anderem die „A-10 Thunderbolt“, der „Tornado“, der „F15E Strike Eagle“ oder auch „F22A Raptor“ – wobei zu Beginn des Spiels erst einmal nur ein Flugzeug zur Verfügung steht. Die Action kommt für die Solisten mittels einer Kampagne, die aus 15 Missionen besteht und am Ende etwas kurz geraten ist. Zwar kann die Geschichte trotz des Pathos überzeugen, aber geschickte Piloten können entgegen des zum Ende hin massiv ansteigenden Schwierigkeitsgrades bereits nach sieben, acht Stunden den Abspann sehen. Nach dem Durchspielen des „SP-Modus“ steht eine weitere Spielform zur Verfügung, doch verbirgt sich dahinter eben jene Kampagne mit den 15 Missionen, die nun aber mit den bereits freigespielten Flugzeugen bestritten werden kann und so deutlich einfacher wird. Schön wäre es, die Missionen mal aus der anderen Perspektive heraus fliegen zu können, als Pilot der estovakischen Luftflotte.
Außerdem ist es natürlich auch möglich, jede freigespielte Mission einzeln anzuwählen und zu durchfliegen – sogar im wahrsten Sinne, denn für jeden Level gibt es den Freiflug-Modus, in dem keine Gegner aktiv sind. So könnt ihr in aller Ruhe umherfliegen und euch entspannt die umwerfende Grafik ansehen. Doch dazu später mehr.
Schließlich gibt es auch noch den Online-Modus, der dem Spiel die gewisse Würze verleiht, tadellos funktioniert, Spaß macht und damit auch langfristig für Motivation sorgt. Aber hier haben die Entwickler wohl zu früh den Schleudersitz gewählt, denn der Modus ist unausgegoren. Warum? In der Kampagne fliegt man in Geschwadern – warum geht das nicht im Online-Modus? Warum kann ich nicht aus meinen Freunden eine Gruppe zusammenstellen, die es mit anderen Gruppen aufnimmt (was für Clans sehr interessant hätte sein können)? Und warum kann ich die komplette Kampagne nicht im Koop-Modus online spielen, sondern nur zwei magere Missionen? Hätte, wenn und aber: Mit diesen Funktionen, wäre wohl der ganz große Wurf gelungen.

Die tollkühnen Männer in ihren düsenden Kisten

In der Kampagne ist mal wieder das alte Ringen zweier Supermächte die Basis für die Geschichte. Ganz fiktiv geht es hier um das böse Land Estovakia, das ohne Vorwarnung die Hauptstadt der Emerians besetzt und das Land kurzerhand kontrolliert. Wer jetzt Emeria so ähnlich wie „Ämäria“ ausspricht, der kann sich schon denken, welche zwei Supermächte hier Pate gestanden haben. Gut, der Innovationspreis für die beste Hintergrundgeschichte geht demnach nicht an die Entwickler, doch sonst ist das Spiel wirklich gelungen. Gut gemachte Zwischensequenzen sorgen für Atmosphäre und für Stimmung, eine lückenlose Einführung hilft jedem Einsteiger, sich mit dem Kampfjet vertraut zu machen. Und die Steuerung geht wirklich flüssig von der Hand, auch wenn ich in den ersten Momenten einen „Flightstick“ vermisst habe. Kurioserweise wird das Spiel in den USA in einer „Special Edition“ inklusive eines Xbox-Flightsticks verkauft – ob dieses Paket tatsächlich auch im Frühjahr nach Deutschland kommt, müssen wir erst einmal abwarten.
Screen 1
Schicke Zwischensequenzen machen Lust auf mehr.
Screen 2
Alles nur Fassade? Nein, das sieht wirklich so gut aus.
Screen 3
...und dieser Flieger wird gleich in der Luft betankt.
Screen 4
Eine F15 mit den Farben der Estovakier
Screen 5
Im Himmel ist die Hölle los - anschnallen nicht vergessen.

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Ace Combat 6: Fires of Liberation

Packshot
Action
von Namco, Atari
USK-Freigabe ab 12 Jahren
360November 2007

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Bewertungen zum Spiel

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