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Test: Frontlines: Fuel of War

Nach ausgiebigen Dienst an der Front meldet sich der Redakteur zurück. Ist eine Besetzung des Genre-Throns möglich?
 Frontlines: Fuel of War
Das Team der Kaos Studios debütieren mit Frontlines: Fuel of War auf dem PC, wie auch auf der Xbox 360. Eine PS3-Fassung war angekündigt, wurde aber eingestampft. In der Vergangenheit werkelte ein großer Teil der Jungs an der grandiosen Desert Combat-Mod für Battlefield 1942Weitere Infos und konnten somit schon viel Erfahrung im Bereich der Mehrspieler-Shooter sammeln. Der Titel ist keine reine Online-Ballerei, sondern bietet Solisten folgende Story …

Das Öl wird knapp

Die Krise beginnt im Sommer 2008, als der Ölpreis plötzlich einen gewaltigen Sprung nach oben macht. Wie wir alle wissen, sinkt der Ölpreis so gut wie nie und so ist es auch hier der Fall. Im Laufe der Jahre geht die Weltwirtschaft den Bach hinunter und flächendeckende Arbeitslosigkeit macht sich breit. Frust und viele Unruhen führen 2014 zu einem Atomkrieg, der viele wichtige Ölfelder für immer verseucht. Die letzten großen Reserven befinden sich in Zentralasien, wo im Jahr 2024 ein neuer Weltkrieg entfacht wird. Zwei Supermächte kämpfen um die Vorherrschaft: Die Westkoalition, bestehend aus Europa und den USA, und die Rotstern-Allianz, ein Verbund von China und Russland.
Die nun folgende Geschichte wird aus der Sicht der „Stray Dogs“ - ein Trupp verdammt harter Jungs - und eines Reporters erzählt, der die Geschehnisse für die Nachwelt festhält. Die Grundthematik ist düster und dementsprechend wurden die vielen Ingame-Cutscenes inszeniert. Wirklich spannend ist die Story rund um die harten Jungs nicht und bereits nach rund sechs actionreichen Stunden flimmert der Abspann.

Eins nach dem anderen

Die Aufgaben während der Gefechte sind allesamt sehr ähnlich. Man kämpft sich aus der Ego-Perspektive von Deckung zu Deckung um letztlich einen Punkt einzunehmen oder ein Kriegsgerät der Rotstern-Allianz zu zerstören. Um einen Platz einzunehmen, stellt man sich einfach daneben und wartet eine kurze Zeit. Artillerie oder ähnliches zerstört man, indem man C4 anbringt, was ebenfalls einige Sekunden in Anspruch nimmt.
Unterstützung erhält man von vielen KI-Kollegen, die sich auf dem Schlachtfeld tummeln. Zu mehr als mobilen Deckungen taugen die Kameraden jedoch nicht. Die Treffsicherheit der „Elite“-Truppe lässt zu wünschen übrig und wichtige Ziele kann man eh nur alleine einnehmen. Die KI der feindlichen Soldaten ist deutlich treffsicherer und in Massen sind die roten Genossen gefährliche Widersacher. Granaten werfen gehört, genau wie Deckungen suchen und gelegentliches Erstarren, zu ihren Hobbys. Besonders kameradschaftlich scheinen die Bad Guys aus dem Osten aber nicht zu sein. Während draußen viele Redstars ihr Leben lassen müssen, machen es sich die Kämpfer innerhalb von Gebäuden so lange gemütlich, bis man den ersten Raum betritt.

Ich sehe Rote, gleich gibt’s Tote

Die „Stray Dogs“ sind harte Hunde, aber auf Blei reagieren sie genauso allergisch wie jeder andere Mensch auch. Färbt sich der Bildschirm rot und wird unscharf, ist es dringend an der Zeit ein Versteck zu finden, um sich dort für eine gewisse Zeit zu erholen. Frontlines folgt dem allgemeinen Shooter-Trend und somit sind Medi-Packs ein Tabuthema auf den Schlachtfeldern von morgen. Hat man es mal nicht rechtzeitig hinter eine Barrikade geschafft und Bekanntschaft mit dem virtuellen Sensenmann gemacht, besteht die Möglichkeit an einem eroberten Punkt zu respawnen. Pro Missionen hat man eine gewisse Anzahl an Versuchen, eine Speicherfunktion während der Gefechte gibt es nicht. Hat man alle Soldaten verheizt, bleibt nur der Neustart des Auftrags. Die Chance, dass diese Misere mal eintreten sollte, ist allerdings sehr gering, da der Schwierigkeitsgrad allgemein nicht sonderlich hoch ist und immer genügend Leben zur Verfügung stehen.

Wenig Weiterentwicklung in der Zukunft

Die Schlachten der Zukunft verbindet man gerne mit Laserwaffen oder Strahlenkanonen, doch im Jahre 2024 hat sich die Waffentechnik anscheinend nicht in diese Richtung weiterentwickelt. Statt dessen gibt es die Standardauswahl an Schießprügeln, darunter z.B. ein schweres MG oder die panzerknackende Bazooka. Die Werkzeuge des Todes reißt man nicht aus den kalten Händen gefallener Soldaten, sondern schnappt sie sich an Waffenkisten, die überall und sehr zahlreich im Level verteilt sind. Gleiches gilt für Munition und Granaten. Dank des Überflusses an Blauen Bohnen, dürfen diese sehr großzügig verteilt werden.
Schwebende Panzer a la Battlefield 2142Weitere Infos bleiben Zukunftsmusik. Hier wird noch auf festem Boden mit schweren Ketten gekämpft. Neben den dicken Panzern gibt es geräumige Truppentransporter, raketenspuckende Helikopter und flinke Jeeps, die sich ähnlich wie die Warthogs aus HaloWeitere Infos fahren. Wer in einen Hubschrauber steigt, braucht glücklicherweise keinen Pilotenschein um das Ding in die Luft zu kriegen. Die fliegenden Festungen steuern sich erfreulich unkompliziert.

Klein, aber explosiv

Neben den großen Fahrzeugen, die meist mit mehreren Leuten besetzt werden dürfen, gibt es noch die unbemannten Drohnen. Es gibt z.B. ein sehr flaches, mit Sprengstoff bestücktes Fahrzeug, das man per Fernbedienung unter einen Panzer lenken kann. Per Knopfdruck zündet man den Sprengsatz und das Kettenfahrzeug verabschiedet sich mit lautem Getöse. Um unbeschadet ein besetztes Gebiet zu durchqueren, eignet sich ein kleiner Panzer, der mit einer todbringenden Minigun bestückt ist. Dank der guten Panzerung, lässt sich mit ihm problemlos eine ganze Horde von Soldaten auslöschen.
Screen 1
Die Zukunft sieht nicht rosig aus
Screen 2
Die Schlachtfelder sind teilweise wirklich riesig
Screen 3
Scharfschützen sind tödlich
Screen 4
Sieht der Bildschirm so aus, sollte man schnell Deckung suchen
Screen 5
Wer einen Hubschrauber fliegen will, braucht keinen Pilotenschein. Das Fliegen ist schnell erlernt

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Frontlines: Fuel of War

Packshot
3D-Shooter
von THQ
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCFebruar 2008
360Februar 2008

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