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Test: Viking: Battle For Asgard

Blutiges Gemetzel zu Großvater Wikingers Zeiten…
 Viking: Battle For Asgard
Um mal mit einem Klischee in eine Rezension einzusteigen: Wenn sich echte Männer schlagen, dann fließt eben auch Blut. So ganz widerlegen kann ich das nicht, denn Frauen prügeln sich nun mal sehr selten. Vor allem bei den Wikingern war der Kampf eine Domäne der Männer, dort gab es auch keine alleinerziehenden Väter und der Beruf „Hausmann“ war noch meilenweit von seiner Entstehung entfernt. Die wahren Kerle waren aber keine gewöhnlichen Männer, sondern von den Göttern Auserwählte, die mit allerlei übersinnlichen Kräften und der Unsterblichkeit gesegnet waren. Tja, und mit der Unsterblichkeit lässt es sich doch bedeutend einfacher und länger leben, vor allen Dingen kann man damit bei Viking – Battle for Asgard auch furchtlos kämpfen.

Aus einer längst vergessenen Zeit…

Bei den Wikingern geht es rau zu, vor allem als plötzlich eine dunkle Armee von Untoten der Göttin Hel in das Land einfällt. Zwar wehren sich die Menschen nach Kräften, aber gegen Untote ist kaum ein Kraut gewachsen. Erst als Skarin Unterstützung von der Göttin Freya bekommt, beginnt sich das Blatt zu wenden und die Menschen haben wieder Hoffnung. Na klar, es geht wieder um den Wettstreit von Gut und Böse, die Menschen stecken inmitten eines göttlichen Zweistreits und der Held Skarin ist freilich der Protagonist, der von uns Zockern mittels des Controllers gelenkt wird. Der Wikinger-Recke muss seine Armee vergrößern und sie für den Feldzug gegen Hels Armee rüsten, um das Land von den dunklen Horden zu säubern. Überall finden sich Verbündete, überall gibt es Missionen, die bewältigt werden müssen, um dem Spielziel, dem Sieg der Wikinger über Hels Armee näher zu kommen. Das ist nicht sonderlich tiefschürfend, solche Konstellationen sind den eingefleischten Spielern nicht neu und auch Frischlinge sollten sich im Wettstreit von Gut und Böse, im Kampf um den Frieden bestens auskennen. Die Hintergrundgeschichte dient demnach auch nur als roter Faden, der allerdings schon ein wenig ausgeblichen ist, aber dennoch eine gute Richtschnur ist. Spannung kommt auf Dauer allerdings nicht auf, dafür ist das Thema einfach zu ausgelutscht.

Wieder einmal verschenktes Potential…

In einem Loriot-Sketch antwortet der Protagonist auf die Frage, wie er das Essen fände mit „Sehr übersichtlich.“ Gleiches gilt im Übrigen auch für das Menü von Viking, denn das fällt sehr spartanisch aus – was unter anderem daran liegen mag, dass die Entwickler auch für Spartan: Total WarriorWeitere Infos verantwortlich zeichneten. Letztlich ist der Grund für das „sehr übersichtliche“ Menü faktisch klar zu belegen: Es gibt nur einen Spielmodus und zwei Schwierigkeitsgrade – ein Online-Modus entfällt demnach ebenso wie das Anwählen von einzelnen Gefechten oder Spielstufen. Geübte Spieler sehen nach rund 25 Stunden - oder auch etwas früher – das Ende, was als Spieldauer für so ein Action-Adventure vollkommen in Ordnung ist. Aber mehr Fleisch hätte es aber schon sein dürfen, denn so ist nach dem Durchspielen der Kampagne Schluss – bis irgendwann mal ein Addon angeboten wird und Viking auf diese Weise erweitert wird. Bis dahin haben die Entwickler aber erst einmal viel Potential verschenkt, denn der Käufer darf von einem Spiel mehr erwarten.

Aufleveln: Was kostet die Welt?

Mit Skarin schlagt ihr euch die Level: In der rechten Hand ein Schwert, in der linken eine schicke Kurzaxt rückt ihr den Untoten zu Leibe, befreit Soldaten und erweitert euer Heer, das ihr zum Erfüllen des Level-Ziels braucht. Meuchelt ihr einen Gegner, dann hinterlässt dieser rote und mitunter auch grüne Kugeln. Während letztere den Lebensbalken wieder auffüllen, um nicht zu schnell von der Unsterblichkeit Gebrauch machen zu müssen, lassen die roten Kugeln die Balken für die Spezial-Fähigkeit anschwellen. Je voller diese rote Leiste ist, desto länger könnt ihr den Spezial-Angriff basierend auf Feuer, Blitz oder Frost nutzen. Damit euch überhaupt so feine Extras zur Verfügung stehen, müsst ihr diese beim ortsansässigen Händler für teures Geld erwerben. Stück für Stück können so die Fähigkeiten von Skarin erweitert werden, was auch für die Angriffs-Aktionen gilt: Neue und vor allen Dingen effektive Bewegungen, die dann durch Button-Kombinationen abgerufen werden können, erwerben wir in der Duell-Arena für teures Geld. Wer seinen Helden auf Vordermann bringen will, der muss sich demnach nur nach den Schatzkisten, Urnen und Geldsäcken umsehen, die überall in Asgard verteilt sind. Auf diese Weise bekommt das Aufleveln des Charakters eine ganz neue, allerdings auch zweckentfremdete Dimension. Schließlich geht es hier nicht mehr um Erfahrungswerte, sondern um den Wert der klingenden Münze. Dabei sind die Kämpfe mit den Untoten sehr dynamisch, wenn sie sich auch ab einem gewissen Punkt wiederholen. Dass dabei jede Menge Blut fließt und Körper in Einzelteile zerlegt werden, ist gewöhnungsbedürftig und mitunter auch übertrieben. Ob das Spiel auch ohne diese Gewaltdarstellung funktionieren würde, kann sich dann jeder selbst denken.
Screen 1
Knackige Endgegner...
Screen 2
...und flammende Schwerter des Helden...
Screen 3
...treffen in epischen Schlachten aufeinander.
Screen 4
Die Drachen unterstützen uns von oben...

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Viking: Battle For Asgard

Packshot
Hack&Slay
von Sega
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS3März 2008
360März 2008

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