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Test: Grand Theft Auto IV
Nach ausführlichem Test unser Eindruck aus Liberty City...
Es ist soweit: GTA IV ist da, der mit Pauken und Trompeten angekündigte neueste Teil von Rockstars weltberühmter Actionserie. Überglücklich, dieses Spiel testen zu dürfen, bin ich eingetaucht in eine Welt, die mich erfasst hat wie ein Strudel und wohl die kommenden Monate nicht mehr so schnell loslassen wird ...Sein Name ist Bellic, Niko Bellic ...Beginnen wir mit der Story. Die Hauptfigur Niko Bellic ist ein serbischer Ex-Soldat, der in Aussicht auf ein luxuriöses Leben von seinem Cousin Roman nach Amerika gelockt wurde. Doch als Niko per Schiff in Liberty City, dem virtuellen New York, ankommt, ist alles anders, als ihm der Cousin versprochen hatte: Der vermeintliche Sportwagen entpuppt sich als quietschende Rostlaube, die Luxusvilla ist ein schäbiges Zimmer voller Kakerlaken, und mit schönen Frauen, na ja, waren offensichtlich auch nur die Damen aus dem nächsten Strip Club gemeint. Einen Haufen Schulden hat der Herr Cousin obendrein, und weil Niko zufällig Romans Verwandter ist, sind Romans bald auch Nikos Probleme. Dem illegalen Einwanderer Niko bleibt jedoch erstmal keine andere Wahl, als für Roman und dessen zwielichtige Freunde Jobs anzunehmen, die man bei keinem Arbeitsamt bekommt ...Im Gegensatz zu Tommy Vercetti, C.J. und Co ist Niko Bellic ein ausgesprochen starker, schlagfertiger und wortgewandter Hauptcharakter, der eine dunkle Vergangenheit und so manche Gewissenskonflikte zu bewältigen hat. Das merkt man, wenn man zum Beispiel einen Gangster, den man eigentlich von der Dachkante stoßen sollte, auch am Leben lassen kann. Doch nicht nur Niko, sondern auch sämtliche Nebencharaktere, darunter der jamaikanische Drogendealer Little Jacob und der Muskelprotz Brucie, sind stark überzeichnet und hervorragend durchdacht, so dass es einfach Spaß macht, der packenden Story bis zu ihren unterschiedlichen Enden zu folgen. Wer sich nicht anschnallen will, muss fühlen ...Serienkennern werden viele Missionen bekannt vorkommen, denn am klassischen GTA-Gameplay hat sich größtenteils erst mal wenig geändert: Im Vordergrund stehen also wieder Schießereien und rasante Verfolgungsjagden innerhalb einer offenen Spielwelt. Entscheidend ist aber, dass GTA IV qualitativ einen Riesenschritt nach vorn gemacht hat. Besonders die neue Physik-Engine vermittelt ein ganz anderes Spielgefühl als die bisherigen Serienteile. Kräfte wie Trägheit, Masse, die intensive Federung und auch das generalüberholte Schadensmodell der Fahrzeuge kommen nun viel stärker zur Geltung. Die Bremswege sind länger, die Lenkung feinfühliger, und wenn man ein anderes Auto rammt, wird man erstaunt sein, mit welcher Wucht da Scheiben bersten und gefühlte Tonnen von Stahl aufeinander prallen. Wohl gemerkt sollte auch ein Mr. Bellic die Gefahr, bei einem Crash durch die Windschutzscheibe zu segeln, nicht unterschätzen! Auch übertriebene Drifts und spektakuläre Sprünge (insbesondere Monstersprünge!) sind kein Problem, sofern man es versteht, mit wohldosierten Gegenlenkbewegungen die ausbrechenden Kräfte in Zaum zu halten. Somit macht das Fahren eine Menge Spaß, allein das Geschwindigkeitsgefühl ist nicht ganz so übertrieben wie etwa bei Burnout Paradise . Neben den klassischen Pay´n´Spray-Shops gibt es neuerdings auch Waschanlagen, wo verschmutzte Karren wieder auf Hochglanz poliert werden können.Gespeichert wird diesmal automatisch nach jeder abgeschlossenen Mission, so dass man sich zum Abspeichern nur noch selten zu einem Unterschlupf begeben muss. Auch sehr komfortabel: Nach verlorenen Missionen erhält man eine SMS, ob man die Aufgabe nochmal neu angehen möchte. Völlig frustfrei geht es aber auch bei GTA IV nicht zur Sache, da es wieder keine Checkpoints zwischendurch gibt, folglich auch mehrteilige Missionen “in einem Rutsch” gespielt werden müssen. Dennoch überwiegt die Begeisterung den Frust bei weitem. Klingelingeling, hier ist Mama aus Serbien ...Wie im richtigen Leben erschließen sich geschäftliche und private Kontakte nun häufig über das Handy. Damit können Anrufe getätigt und empfangen, SMS gelesen, Termine abgesagt und die Multiplayer-Modi gestartet werden. Nach einem Billighandy zu Spielbeginn bekommt man später ein besseres Gerät mit speziellen Funktionen wie integrierter Kamera und MP3-Player. Nicht nur die schiere Masse an Handygesprächen und Unterhaltungen ist bemerkenswert, sondern auch die vorzügliche Qualität der englischen Sprachausgabe. Da gibt es kaum irgendwelche Charaktere ohne markante Stimmen oder Akzente, und auch gelacht und geflucht wird eine ganze Menge.So verabredet man sich zu einer Partie Bowling, Dart, Billiard, oder besucht Lokalitäten wie Restaurant, Kneipe, Kabarett oder Strip Club. Oder man geht Klamotten einkaufen, am Spielautomaten eine Runde 3D-Tetris zocken oder schaltet in seinem Appartment den Fernseher ein. Weiterhin kann man insgesamt 200 Tauben in der ganzen Stadt eliminieren oder mal im nächsten Internetcafe vorbeischauen. Allerdings ist ein Teil der virtuellen Internetseiten englisch gehalten, so dass die Infos und subtilen Werbebotschaften darin wohl nicht jeder verstehen kann. Wichtige Emails wie von Nikos Mutter aus Serbien wurden aber alle eingedeutscht. Die insgesamt deutlich gesteigerte Spielqualität fordert freilich ihren Tribut: So kann der Held nun selbst keine Flugzeuge mehr fliegen, (wohl aber bei der Landung zuschauen), nicht mehr tauchen (wohl aber schwimmen) und auch die physische Charakterentwicklung wurde gestrichen. Kleines Gerät, große HilfeEine große Hilfe bei vielen Missionen und besonders den Rennen ist das neue Navigationssystem. Es weist auf der Minikarte ähnlich wie bei Saint´s Row , die schnellste Route zum Ziel und wird bei einigen Wagen durch eine elektronische Ansage ergänzt. Auch neu ist das Fahndungssystem: Nach einem Verbrechen entsteht ein kreisförmiges Suchgebiet um den Tatort herum; je schlimmer das Verbrechen, desto größer der Kreis. Da bei jedem Polizeikontakt ein neuer Suchkreis entsteht, darf man sich bei der Flucht aus dem Fahndungsgebiet nicht vor irgendwelchen Cops blicken lassen. Ansonsten geht das Spielchen wieder von vorne los. Aber auch nach Verlassen der Gefahrenzone muss man entweder noch ein paar Sekunden ungesehen in dem verdächtigen Wagen durchhalten, oder man steigt einfach aus und hat sofort eine reine Weste.Auch die klassischen Taxi- und Copmissionen stehen wieder zur Verfügung, neuerdings kann man sich aber in den Polizeicomputer hacken. Einfach Namen oder Foto eines potentiellen Verbrechers eingeben, und mit etwas Glück erhält man die Adresse des Verdächtigen. Oder man sucht sich aus einer Liste mit den meistgesuchten Verbrechern inklusive der begangenen Straftaten gezielt einen Burschen heraus. Wer möchte, fordert sogar die Unterstützung durch andere Cops an. |
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Grand Theft Auto IV

Action
von Take 2, Rockstar Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
von Take 2, Rockstar Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
| PC | Dezember 2008 | |
| PS3 | April 2008 | |
| 360 | April 2008 |
| will ich haben | habe ich angespielt | besitze ich | bin Profi (durchgespielt) |
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