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Test: Civilization Revolution

Alles neu? Die Xbox wird bunt und grell zivilisiert
 Civilization Revolution
Spiele mit Suchtfaktor sind gefährlich für Schule, Arbeit und Freunde, denn die müssen darunter leiden. Civilization hatte schon vom ersten Tag an das Suchtpotential, das in den drei Nachfolgern immer weiter gewachsen ist. Der vierte Teil stellte mit seiner Komplexität und dreidimensionaler Darstellung vieles in den Schatten und sorgte dafür, dass gerade Fans der Reihe ins Schwärmen gerieten. Jetzt kommen auch die Konsoleros in den Genuss, denn mit Civilization Revolution dürfen sich endlich die Xboxer (und auch PS3ler) an die Bevölkerung und Eroberung der Welt machen. Aber hat der Titel bei der Portierung auch sein Suchtpotential behalten, wurde es vielleicht noch verstärkt oder sind Konsolen für komplexe Spielideen einfach nicht geschaffen?

Barbaren, Schrumpfköpfe und Reduzierungen

Gewiefte Zocker erkennen schon früh, dass bei der Konsolenversion einiges anders sein dürfte, dass einiges fehlt, dass die Portierung nicht ohne ein Abspecken vonstatten ging. Umfasst das Handbuch der PC-Version von Civilization IV statte 200 Seiten, so kommt die Konsolenversion mit gut 30 aus. Kenner der Serie wissen, wie komplex der vierte Teil ist – auf der Xbox 360 sieht das anders aus. Statt der Seriosität bekommen die Konsoleros ein buntes Spiel, das eher an die Titel erinnert, die es auf Xbox-Arcade so gibt. Animierte Charaktere, Landesfürsten und Barbaren, die durch Bildschirme mit dem Spieler kommunizieren – in einer fiktiven Sprache. Wer ein ernsthaftes, komplexes Simulationsspiel erwartet, bei dem mit einem Volk die Welt beherrscht werden muss, der sollte an dieser Stelle lieber mit dem Lesen des Testberichtes aufhören.
Civilization Revolution ist die Arcade-Version des PC-Vorbildes, das macht sich schon beim ersten Spielen bemerkbar. Der Einzelspieler- und auch der Multiplayer-Modus stehen zur Auswahl, letzterer über System-Link oder Xbox-Live, doch dazu später mehr. Für Einzelspieler stehen das „Jetzt spielen“, das Einzelspiel mit minimalen Auswahlmöglichkeiten und die Szenarien auf dem Programm, von denen zehn gelöst werden wollen. Die Auswahlmöglichkeiten im Einzelspiel beschränken sich auf das Volk und den Schwierigkeitsgrad – das Erstellen der Welt (wie große Landfläche, Größe der Kontinente...), das bei Civilization schon immer dazu gehörte, hat in der Konsolenversion keinen Platz bekommen. Wir müssen uns also mit der zufälligen Welt begnügen, die generiert wird – es ist auch nicht möglich, auf einem Abbild der Erde zu spielen. Alles ist einfacher, direkter auf der Konsole, da muss nicht lange an Einstellungen herumgefummelt werden, denn nach der Auswahl des Volkes geht es auch schon los.

Die Weltgeschichte im Zeitraffer

Wir starten mit einem Siedler-Trupp, der eine Stadt gründet und einer Kriegereinheit, die sich auf der Karte vorsichtig umsieht. Städte gründen, Gebäude errichten und militärische Einheiten ausbilden, das Territorium schrittweise erweitern und dabei die Forschung nicht außer acht lassen, um die kulturelle Entwicklung der eigenen Zivilisation anzutreiben, das ist das Spielprinzip von Civilization, das auf der Konsole auch funktioniert, aber eben auch deutlich minimiert wurde. Zum einen läuft das Ganze im Zeitrafferverfahren ab, denn spätestens nach zwei, drei Stunden seid ihr mit einer Partie am Ende. Das liegt unter anderem daran, dass vieles automatisch abläuft: Straßen werden auf Knopfdruck gebaut und sind sofort fertig, das Bewässern von Feldern oder der Minenbau wird von stillen Helfern erledigt, ohne dass wir den Controller bemühen müssen. Entscheidend ist nur, dass wir die Technologie für Bewässerungen oder Minen, dass wir die Steinmetzkunst oder die Auto-Produktion bereits erforscht haben – dann klappt es auch mit den Produktionsabläufen. Anders als beim PC-Vorbild ist es auch unwichtig, ob wir einen Zugang zu einem Ölfeld und zum Eisenerz haben: Wer den Panzer erforscht hat, kann ihn bauen. Und das sollte er dann auch tun, denn die KI schläft nicht und will sich eure Ländereien zu eigen machen.
Screen 1
Alles sehr schon in 3D-Grafik...
Screen 2
...die Städte sehen ganz nett aus...
Screen 3
...dafür nerven die Berater, die nicht abzuschalten sind.
Screen 4
Die Landschaft sieht fast so aus wie in der PC-Version

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Civilization Revolution

Packshot
Zivilisations-Strategie
von Take 2, Firaxis
USK-Freigabe ab 6 Jahren
PS3Juni 2008
360Juni 2008

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