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Test: Kung Fu Panda
Dicke Pandas sollte man nicht unterschätzen...
Reichlich träge auf dem dicken schwarz-weißen Pelzhintern sitzend und genüsslich an einem Bambuszweig kauend, mit langen Krallen, aber ausgesprochen friedfertig - so kennt man das Wappentier des WWF. Und auch Po gehört eigentlich zu den harmloseren Vertretern der Bärenfamilie. In einer von vermenschlichten Hasen, Vögeln, Schweinen und anderem Getier bewohnten, chinesisch angehauchten, Welt arbeitet der junge Panda als einfacher Nudelkoch, hat jedoch große Träume. Durch einen mehr oder weniger verrückten Zufall wird Po vom uralten Schildkrötenmeister Oogway zum legendären Drachenkrieger auserkoren. In den 13 spaßigen Levels des actionorientierten Jump&Runs zum neuen Dreamworks-Kinohighlight begleitet man den Nachwuchshelden deshalb auf seinem Weg, dieser besonderen Rolle gerecht zu werden. Everybear was kung fu fighting, the paws were fast as lightningDen größten Teil der mit ca. fünf Stunden leider arg knapp bemessenen Spielzeit verbringt man in der kuscheligen Haut des Pandabären, zwischendurch dürfen aber auch mal andere zentrale Charaktere der Vorlage ran. So gilt es als Meister Crane durch bedrohliche Gewitterwolken zu fliegen, als Kampfkatze Tigress ein Bossgefecht zu bestreiten oder als sprunggewaltiger Monkey über die Pagodendächer zu turnen.Das hauptsächliche Gameplay weckt trotz kindgerechter Aufmachung Erinnerungen an erfolgreiche Actiontitel wie Ninja Gaiden oder God of War, von denen teils unter anderem auch die Steuerung "inspiriert" wurde, um es mal vorsichtig auszudrücken...Mit schnellen oder starken Angriffen, den dazugehörigen Combos und besonders durchschlagenden Attacken wie dem Pandabeben nach Sprüngen (Pos dicke Wampe ist eben doch zu was gut) räumt der Ex-Koch so richtig unter den Schergen seines neuen Feindes Tai Lung auf, die sich ihm gleich scharenweise entgegenwerfen. Neben der schlichten Gegnervernichtung stehen dann beispielsweise auch mal die Verteidigung von Artefakten, das Abfeuern von Feuerwerksraketen per Riesenarmbrust oder das Zerlegen von Trainingspuppen unter Zeitdruck auf dem Programm. Und gelegentlich müssen außerdem in Quicktime-Events wie bei Sonys Kriegsgott schnell die angezeigten Buttons betätigt werden, damit die Figuren vorgefertigte, besonders spektakuläre Moves vom Stapel lassen. Immer fairZwischen den Kämpfen sind immer wieder kleine Geschicklichkeitseinlagen zu bewältigen. Der Held hüpft auf versinkenden Seerosenblättern durch von Krokodilen terrorisierte Biotope, rollt wie eine Fellkugel Abhänge hinab oder meistert die Gefahren eines Spaziergangs zwischen kleinen Wolken. Viel zu befürchten hat er dabei aber nicht - der Schwierigkeitsgrad stellt keine hohen Ansprüche an den Spieler und macht das Abenteuer so selbst für ungeübte Hüpfer weitestgehend frustfrei. Zumal sich nach eventuellen Abstürzen oder anderen Missgeschicken garantiert einer der zahlreichen Rücksetzpunkte in der Nähe befindet. Die Steuerung macht ihre Sache fast immer sehr gut, reagiert nur manchmal ein wenig träge und muss was die Kamera betrifft in einigen Ecken nachkorrigiert werden.Mit gesammelten Münzen rüstet sich Po zwischen den Levels für kommende Ereignisse wie die etwas anspruchsvolleren Boss-Kämpfe, indem man ihm mehr Lebensenergie oder zusätzliche Power für die diversen Angriffsarten verschafft. Passionierte Sammler können sich in den Arealen darüber hinaus nach versteckten Medaillen und Figuren umsehen, die schicke Konzeptzeichnungen, von Musik untermalte Videoschnipsel oder Zeug für den Multiplayermode freischalten. Letzterer eignet sich für vier Spieler an einer Konsole und ist dank verschiedener Varianten durchaus für ein paar unterhaltsame Runden gut, auch wenn man einen kooperativen Storymode vermisst. Wahlweise trägt man etwa in unterschiedlichen Umgebungen Kämpfe im Stil von Nintendos Super Smash Bros. aus, teilt sich im Team-Survival die Lebensenergie mit den Kumpanen oder startet einen Memory-Ableger. Sympathischer KuschelbärPrachtvolle Rendersequenzen und witzige Texte erzählen die Geschichte weiter und lassen den Spieler nicht zuletzt das äußerst hübsche Fell der Protagonisten bewundern. Die toll animierten tierischen Helden machen ihren Kino-Pendants also absolut keine Schande, auch wenn nicht die Original-Sprecher des Films für die Synchronisation (auf den Konsolen wahlweise deutsch oder englisch) engagiert wurden.Auch landschaftlich hat Kung Fu Panda einiges zu bieten, was unter anderem den schönen, leuchtenden Farben und gelungenen Licht- oder Wassereffekten zu verdanken ist. Manche Texturen wirken etwas undetailliert und auch die Häuser hätten mehr Pfiff gebrauchen können, insgesamt wurde aber alles mit viel Liebe gestaltet und sticht schon dadurch aus dem Einheitsbrei typischer Zeichentrickumsetzungen heraus. |
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