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Test: Summer Athletics
Solide Leichtathletik-Kost mit einem großen Manko
Die Olympischen Spiele stehen in diesem Jahr auf dem Programm und mit Beijing 2008 gibt es schon einen Vertreter, der uns das Dabeisein nahe legen will. Jetzt kommt mit Summer Athletics noch so ein Rüttel- und Drück-Spiel, das Tastaturen, Gamepads und Controller auf eine harte Probe stellt und den Unterarm des Spielers auf seine Muskulatur testet. Keine Lizenzen, aber viele Disziplinen, wenn auch nicht so viele wie bei Beijing 2008: Können die Sommer Athleten im Konzert der Großen mitspielen?Drei Modi für die RüttlerHöher, schneller, weiter – so lautet das auch das Motto von Summer Athletics. In insgesamt 26 Disziplinen gilt es, Höchstleistungen zu bringen, darunter diverse Lauf- und Schwimmwettkämpfe, Bogenschießen sowie Sprung- und Wurfwettbewerbe. An Auswahl mangelt es nicht, auch wenn die Konkurrenz rein numerisch mehr zu bieten hat – aber das ist so lange Augenwischerei, bis es an die Spielbarkeit geht. Und in diesem Punkt macht Summer Athletics deutlich Boden gut.Kann die Karriere, bei der drei Mehrfach-Wettkämpfe mit verschiedenen Disziplinen ausgetragen werden, nur als Solist gespielt werden, so dürfen die anderen beiden Modi mit bis zu vier virtuellen Athleten gleichzeitig bestritten werden. Neben dem Splitscreen-Modus ist auch ein „Hotseat-Modus“ mit dabei, der sowohl auf dem PC als auch auf der Xbox für die Besitzer von nur einem Controller eine Menge Spielspaß zu viert versprüht. Auf dem PC können die Controller und Gamepads genau angepasst werden – was aber immer nicht ganz so zuverlässig funktioniert. Tatsächlich spielt sich der Titel über die Tastatur einfacher und auch flüssiger. Beim Mehrkampf stehen fünf vordefinierte Veranstaltungen, darunter auch der Zehnkampf, zur Verfügung, aber auch die freie Auswahl von Disziplinen ist möglich, so dass alle 26 Wettkämpfe in beliebiger Reihenfolge ausgetragen werden können. Einen Online-Modus gibt es leider nicht, auch die Bestzeiten werden nicht hochgeladen – genau genommen gibt es gar keine Bestzeiten, denn für jede Leistung werden Punkte vergeben und diese werden dann gespeichert. Mein Hochsprungweltrekord von 2,40 Metern ist knapp 1200 Punkte wert. Leider ist dann eben nur diese nüchterne vierstellige Zahl zu sehen, die Bestleistung müssen wir uns denken oder merken. Ärgerlich, dass es 49 Games nicht geschafft hat, einen Online-Modus zu spendieren, denn das wäre noch ein gewaltiger Pluspunkt gewesen. Dafür gibt es die Möglichkeit, die freien Wettkämpfe entweder im Sport- oder im Arcade-Modus auszutragen – letztgenannter bietet die Möglichkeit eines „Boosts“ an, sozusagen virtuelles Doping, mit dem dann besser Zeiten erreicht werden können. Die Computer-Gegner können in vier Schwierigkeitsgraden antreten, was gerade bei den Mehrspieler-Zockern Sinn macht, um die vier nicht menschlichen Gegner eher zu Statisten zu degradieren. Charaktererstellung und AuflevelnFür Solisten ist der Karriere-Modus interessant: Was sich umfangreich anhört, ist auf dem PC an einem langen Nachmittag durchgespielt, auf der Xbox dauert es bedingt durch einige Steuerungsschwierigkeiten etwas länger. Der Karriere-Modus klingt nach viel Arbeit, beinhaltet aber letztlich nur das Spielen der Wettkämpfe und das Aufleveln des virtuellen Avatars. Zu Beginn erstellen wir uns einen weiblichen oder männlichen Sportler, mit dem wir uns durch die Disziplinen kämpfen. Eine Nationalität darf ebenso ausgewählt werden, wie das Äußere angepasst werden kann, damit wir unseren Athleten in der Menge auch wieder erkennen. Allerdings ist das niemals ein Problem, denn die immer wieder wechselnde Kameraperspektive ist absolut eindeutig.Nach jedem Wettkampf gibt es 100 Punkte, die im Training auf fünf Fähigkeiten verteilt werden müssen – zu Beginn ist der Sportler noch reichlich schwach auf der Brust, entwickelt sich aber so relativ schnell zum Vorzeigeathleten. Addiert werden aber nicht die eingesetzten Punkte, sondern je nach Leistungsstand und Trainingsaufwand zwischen einem und acht Punkte. Auf diese Weise können die Fähigkeiten zu Beginn schnell, im weiteren Verlauf dann immer langsamer aufgewertet werden – bis schließlich die Fähigkeiten maximiert sind. Es ist dabei egal, wie der vorherige Wettkampf abgeschlossen wird, es stehen immer 100 Punkte zum Training zur Verfügung. |
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