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Test: Smash Court Tennis 3

Konkurrenz für die Platzhirsche Top Spin und Virtua Tennis?
 Smash Court Tennis 3
Top SpinWeitere Infos, Virtua TennisWeitere Infos, für die Fun-Fraktion SEGA SuperstarsWeitere Infos – braucht die Xbox 360 ein weiteres Tennisspiel? Diese Frage gilt es nun zu klären, den mit Namcos Smash Court Tennis 3 betritt ein weiterer Herausforderer die hart umkämpfte Bühne, oder sollte man besser sagen den Platz.

Für Bastler

Wie üblich kann man sein Glück unter anderem in schnellen Spielchen zwischendurch versuchen, für die im Schaukampf-Modus diverse Satzzahlen, Gegner und Plätze angeboten werden. Wer hier nicht immer nur gegen die KI antreten möchte, lockt Mitspieler vor die Konsole oder macht sich online auf die Suche. Letztere ist aber nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, denn im Netz tummeln sich nur wenige Kontrahenten und die Duelle haben außerdem mit heftigen Lags zu kämpfen.
Etwas umfangreicher wird es im Arcade-Mode, denn dort ist ein kleines „Turnier“ mit mehreren Matches in wählbaren Schwierigkeitsgrade zu absolvieren.
In beiden Varianten stehen dem Spieler sowohl 16 bekannte Größen des weißen Sports wie Roger Federer, Rafael Nadal und Martina Hingis, als auch selbst erstellte Alter Egos zur Verfügung, welche man in einem recht vernünftigen, wenn auch noch ausbaufähigen Editor entwirft. So entstehen Leutchen mit unterschiedlicher Kopfgröße, Schulterbreite, schwankendem Gewicht, individualisierten Gesichtszügen von Stirn bis Kinnpartie, diversen Frisuren und ein paar exotischen Einstellungen wie der Fußform.

Karriere machen

Die obigen Gestalten kommen dann auch im Herzstück des Spiels zum Einsatz, dem Karrieremodus, hier „Pro Tour“ genannt. Basierend auf dem vier virtuelle Jahre umfassenden Tourkalender sammelt man Erfahrung in Trainingseinheiten, internationalen Turnieren, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Sponsorenherausforderungen, um schließlich in der Weltspitze mitzumischen.
Erreichte Platzierungen oder sonstige Anstrengungen spülen Punkte in die Kasse, die in (ziemlich wenige) Outfits, Schläger und neckische Accessoires wie farbige Kontaktlinsen investiert werden. Wichtiger als die optische Gestaltung des Sportlers sind aber natürlich die inneren Werte, welche sich mit wachsendem Erfolg ausbauen lassen. So steigert man nach den persönlichen Vorlieben die Genauigkeit der verschiedenen Schlagtypen, macht den Nachwuchspieler flinker, verpasst Angaben mehr Power oder erwirbt ganz neue Fähigkeiten wie das Schlagen aus dem Lauf heraus. So weit, so genretypisch und gut gemeint. Das böse Erwachen kommt gleich…

Intuitiv ist was Anderes

„Overpowering realism“ verspricht die Packungsrückseite. Irgendwie wird der Spieler dann auch überwältigt, aber leider anders als erhofft. Das liegt in erster Linie an den ach so „refreshing controls“.
Beim kleinschrittigen Tutorial mit seinen Hilfsmarkierungen ist noch alles in Butter, im Spielfluß kann davon aber leider keine Rede sein. SCT 3 reagiert viel zu ungenau, ist andererseits vor allem bei der Erkennung des Timings für die verschiedenen Schlagvarianten extrem pingelig und macht es dem Spieler dadurch unnötig schwer, die so genannten „schönen Schläge“ (welche durch Gedrückthalten der bunten Buttons entstehen) auszulösen und dann auch noch in attraktiven Lücken auf der gegnerischen Hälfte zu platzieren. Oftmals wird der Ball nur lasch mitten ins Feld befördert – damit ist kein Punkt zu machen.
Die meisten Kontrahenten sind zwar nicht die hellsten, kennen aber dummerweise keine derartigen Probleme und nutzen munter nahezu jede kleine Schwachstelle aus. Daher wird es fast ein Ding der Unmöglichkeit, schnell in der Weltrangliste auf einen grünen Zweig zu kommen. Für die Motivation führt der Weg jedenfalls schnurstracks Richtung Keller. Die erwähnten Upgrades und Fähigkeiten könnten für unsere anfangs verhehrend fußlahmen Tenniscracks Abhilfe schaffen – aber so weit muss man halt erstmal kommen.

Das reicht nicht

Man merkt dem Spiel seine PSP-Herkunft an, denn aktuelle Technik wird hier nicht ganz geboten. Vom nervenden Gedudel in den Menüs bis zum Plastik-Püppchen-Publikum liegt da einiges im Argen. Die echten Stars sind zwar teilweise durchaus als sie selbst zu erkennen, bewegen sich aber hölzern animiert über langweilige Courts, in denen ein paar Schatten schon das höchste der Effekt-Gefühle darstellen. Auch an der Geräuschkulisse wurde ziemlich gespart. Als einziger herausstechender Sound ist mir der seltsame Flugzeuglärm im Hintergrund im Gedächtnis geblieben. Das einsame Highlight im Technikbereich stellt so fast oben beschriebene, halbwegs vernünftige Charaktereditor dar.
Screen 1
Prominenz inklusive Steckbrief
Screen 2
Voller Körpereinsatz
Screen 3
Durch Anstrengung sinkt die Ausdauer (grüne Leiste) und man wird NOCH langsamer
Screen 4
Training – aber so gezielte Schläge sind hier fast ein Ding der Unmöglichkeit
Screen 5
Und wieder zu spät dran
Screen 6
Die Auswahl an T-Shirt-Motiven ist teils sonderbar

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Packshot
Tennis-Simulation
von Namco, Atari
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
360August 2008

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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