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Baja
Renn-Simulation
von THQ
PS3September 2008
360September 2008
  Infosheet News (1)

Test

Screens (10) Trailer (2)  

Bewertungen

GameCaptain
70 %
Test lesen
Magazine: 74 %
Unsere Leser: -
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70 %
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Screenshots zum Test

Screen 1
Der Heli als fliegende Werkstatt
Screen 2
Action im Splitscreen
Screen 3
Bekannte Jeeps in der 4x4 Klasse
Screen 4
Mit dem Käfer fing alles an
Screen 5
Haltungsnote 10
Screen 6
Berg hoch geht - aber drüben geht’s genauso steil wieder runter!

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Aktuellste News zum Spiel

Der Rennspielherbst '08 beginnt Offroad. Mit PureWeitere Infos und Baja – Edge of Control erscheinen ziemlich zeitgleich zwei Vertreter des gepflegten Staubaufwirbelns. Was legt THQ mit Baja – Edge of Control in die Händlerregale?

Vom Hippie-Spaß zum Mega-Event

Offroad-Fans nennen sie liebevoll die „Mutter aller Wüstenrennen“. Die Rede ist von der Baja 1000 (Bacha gesprochen) die seit 1967 auf der Halbinsel Baja California (Mexiko) ausgetragen wird. Ausgerechnet einige Spätsechziger begannen mit ihren VW-Käfern im Gelände von Baja den schnellsten Hippie auszufahren. Später wurde das ganze reglementiert, die Wagen wurden immer leistungsfähiger und heute gilt das Event mit seinen 1000 Meilen Länge als das härteste Offroad-Rennen der Welt.
Kein Wunder also, dass man im Baja-Spiel mit einem VW Käfer beginnt. Später darf man dann mit zig Open-Wheel-Buggys sowie aktuellen Trucks wie Ford Ranger, Toyota Tacoma oder Chevy Silverado in Klassen unterteilt an den Start gehen. Die knapp 100 Streckenvariationen sind anspruchsvoll geschnitten, entstammen aber größtenteils der Fantasie der Entwickler.
Neben freien Einzelrennen stehen zudem für Mehrspieler noch ein Splitscreen-Modus (lobenswert!) für vier Zocker und Rennen per System-Link oder über Xbox-Live für bis zu zehn Spieler mit verschiedenen Modi zur Verfügung. Im Free-Ride-Modus düst man allein einfach auf der Map umher und kann hier zusätzliche Boni sowie legale Abkürzungen finden.
Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Baja-Karriere. Hier darf man in Ligen unterteilt Credits und Erfahrungspunkte sammeln. In jeder Rennliga warten dann Rally-, Hill Climb- oder Open Class-Rennen, die meist noch als Minimeisterschaften ausgetragen werden. Viele Rennen dauern anfangs nur wenige Runden. Im späteren Verlauf muss man aber auch Rennen absolvieren, die mehrere Stunden lang sein können. Und das nur mit Pausen- und nicht mit Speicherfunktion! Durch Podestplatzierungen schaltet man immer wieder neue Rennwagen für die Karriere sowie die Einzel- und MP-Rennen frei und für die Erfahrungspunkte gibt es neue Events.

Out of Control

Schon nach den ersten Rennen wird klar, dass man ohne Tuning keinen Blumentopf gewinnen kann. Die eingefahrenen Credits steckt man in Verbesserungen wie neue Motorenteile, bessere Reifen, stärkere Bremsen, usw. Neue Fahrzeuge muss man sich von den Credits übrigens auch erst noch kaufen. Hinter dem Menüpunkt „Tunen“ versteckt sich die Abstimmung der Wagen. Je nach Geschmack dürfen die Boliden in Sachen Stoßdämpfer, Übersetzung, Bremsen, etc. verändert werden.
Dies ist um so wichtiger, da das Spiel eher Simulation und weniger Arcade sein will. Über das „wollen“ kommt man aber aufgrund einer zu sensiblen Steuerung und einem zu bockigen Verhalten der Autos nicht hinaus. Notorische Bleifüße werden es selbst auf dem niedrigsten des zumeist stufenlos einstellbaren Schwierigkeitsgrades sehr schwer haben die Wagen auf den buckeligen Strecken zu halten. Feingefühl mit Gas und Bremse ist genauso gefragt wie eine clevere Gewichtsverlagerung bei den unzähligen Sprungeinlagen um nicht abseits der Strecke zu landen. Frustrierend: Bleibt man durch einen Unfall zu lang vom Kurs weg, wird man genauso mit zeitverzögertem Zurücksetzen bestraft, als wenn man vorsätzlich abkürzt. Genauso frustrierend ist zum Großteil das Verhalten der KI-Gegner, welche die Ideallinie wohl von den Entwicklern gepachtet haben. Stur stoßen sie einen von der Strecke und fahren so sinnlos das Spielerfahrzeug zu Klump, was deutlich spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat. Nur gut das man per Knopfdruck entweder eine Reparatur-Heli rufen oder in eine Werkstatt am Streckenrand fahren kann um seine Wunden, wie defekte Reifen, Ölleck oder kaputte Bremsen in Windeseile reparieren zu lassen.

Mau wie die Wüste selbst

Während das Spiel fahrerisch weder Fisch noch Fleisch ist, fällt die Bewertung der Präsentation mit „nicht mehr zeitgemäß“ eindeutig aus. Immerhin peppen ein paar Original-Videoschnipsel das langweilige aber funktionelle Menü auf. Die Fahrzeuge sind nur mittelprächtig animiert und der Detailgrad der Umgebungsgrafik lässt arg zu wünschen übrig. Der blecherne Motorensound und die sich schnell wiederholende Hintergrundmusik ziehen den Gesamteindruck ebenfalls nach unten. Zudem trüben Zeilenversatz und einige Clippingfehler das Bild.
Die obligatorischen Perspektiven Verfolger, Stoßstange und Motorhaube können zum Fahren genutzt werden. Die Perspektive von schräg seitlich verwirrt genauso, wie das freie Drehen der Kamera während der Fahrt. Letzteres sorgt eigentlich nur bei den unrealistisch steilen Bergauf-, Bergabpassagen im Hill-Climb für mehr Überblick.
Wer will kann auf drei Bildschirmen per Panorama-Funktion fahren. Dazu braucht es aber auch gleich noch drei 360-Konsolen und drei Spiele. Schicker wird das Spiel dadurch sicher auch nicht.



 
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