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Test: Call of Duty: World at War
Ist der Schritt zurück zum WW2 auch in Sachen Gameplay ein Rückschritt?
Tja, die Pflicht ruft mal wieder. Und wer sich nach dem tollen vierten Teil der altgedienten Serie wieder berufen fühlt, wird sich eventuell erstmal verwundert die Augen reiben und sich fragen „was haben die sich dabei gedacht?“ Anders als der Vorgänger geht Call of Duty: World at War zeitlich nämlich wieder zurück ins mittlerweile doch arg abgenudelte WW2-Szenario. Wer jetzt denkt „Mir egal solange es gut gemacht ist“, der könnte aber durchaus Gefallen an diesem Spiel finden. Vielleicht...Die Welt im Krieg (mal wieder)Call of Duty: World at War (kurz: CoD5) ist im Prinzip ein ganz klassischer, linearer Ego-Shooter der sich grob in zwei Kampagnen aufteilt, die ganz in Serientradition storymäßig nichts miteinander zu tun haben. Zum einen übernimmt man die Rolle des amerikanischen Soldaten Miller, der mit seiner Kompanie japanische Verteidigungsstellungen auf einigen kleineren Inseln hochnehmen muss. Am ehesten erinnert diese Kampagne an Medal of Honor: Pacific Assault , während die russische Kampagne Erinnerungen an die ersten beiden Teile von Call of Duty wach werden lässt. Hier spielt man Dimitri Petrenko, der nach einer verlorenen Schlacht in der Innenstadt von Stalingrad aus der Bewusstlosigkeit erwacht und sogleich vom unheimlich wirkenden Offizier Reznov unter seine Fittiche genommen wird. Fortan weicht er dem Spieler nicht mehr von der Seite und stellt als hasserfüllter Racheengel wohl den markantesten Charakter im ganzen Spiel dar. Zusammen erobern sie mit ihm Stalingrad zurück, rumpeln mit einem T-34 Panzer über die Seelower Höhen und nehmen zum Schluss Berlin ein und hissen (mal wieder) die russische Fahne auf dem Reichstag.Eine richtige Story bzw. einen roten Faden gibt es allerdings nicht wirklich. Eigentlich klappert man nur der Reihe nach die Schlachtfelder ab. Lediglich die unspektakulären Zwischensequenzen versuchen mehr schlecht als recht die einzelnen Missionen erzählerisch zu verbinden, indem Roebuck und Reznov die jeweils nächste Mission auf ihre Art in kurzen Monologen analysieren. Da hatte der Vorgänger deutlich mehr zu bieten. GameplayDie Levels von CoD5 sind grundsätzlich strikt linear aufgebaut und arbeiten stark mit gescripteten Ereignissen. Die Aufgabenstellungen beschränken sich meistens darauf ganze Heerscharen heranstürmender Soldaten über den Haufen zu schießen und dann zur nächsten Stellung vorzurücken. Dazu gibt einem das Spiel so ziemlich alle Waffen in die Hand, die in diesem Krieg Verwendung fanden. Annähernd 30 Knarren, angefangen von der einfachen Pistole bis hin zur Bazooka gibt es im Spiel, u.a. auch einen Flammenwerfer mit dem sich sogar das Gras in Brand stecken lässt. Da sich die Japaner gern mal getarnt im Gras verstecken, kann man so zahlreiche Gegner schon im voraus erledigen. Abseits der hektischen Scharmützel gibt es jedoch nur wenig zu tun. Gelegentlich muss man ein Ziel für einen Luftangriff markieren oder eine Sprengladung legen, aber meist wird wirklich nur aus allen Rohren drauflos geholzt. Das Spiel gibt sich immerhin alle Mühe diesen Umstand möglichst pompös zu verpacken, in dem alle Nase lang Scriptereignisse den Spieler auf Trab halten: Explosionen, überraschende Hinterhalte, einstürzende Gebäude und ständig nachrückende Gegner lassen den Spieler kaum zur Ruhe kommen. Da ist eine Sequenz in der man mit Reznov aus einem brennenden Gebäude fliehen muss noch fast als gemächlich zu bezeichnen.Erwähnenswert sind sicherlich noch zwei Missionen, die vom üblichen Schema abweichen. In der einen steuert man einen Panzer über die Seelower Höhen und erledigt fast im Alleingang dutzende Tigerpanzer, zerlegt einen Funkturm und erobert zum Schluss einen Bahnhof zurück mit dem es anschließend Richtung Berlin geht. |
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Call of Duty: World at War

3D-Shooter
von Activision
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
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| PC | November 2008 | |
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