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R-Type Dimensions
Action
von Microsoft
360Februar 2009
  Infosheet

Test

 

Bewertungen

GameCaptain
75 %
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Magazine: 86 %
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Screenshots zum Test

Screen 1
Die leicht nach hinten gekippte Spielansicht.
Screen 2
Das 2. Level aus dem zweiten Teil in der ursprünglichen Fassung.
Screen 3
Nur mit zahlreichen Extrawaffen hat man eine Chance gegen die Gegnerflut.
Screen 4
Das Riesenraumschiff aus dem dritten Level in der aufgemotzten Version.
Screen 5
Die ständig schwankende Automatenansicht ist zwar witzig, aber nahezu unspielbar.
Screen 6
Der runderneuerte letzte (nicht wirklich bedrohlich wirkende) Endgegner.
Screen 7
Nochmal die gekippte Perspektive.
Screen 8
Das Unterwasserlevel aus Teil zwei. Diesmal in der aufgemotzten Version.

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XBLA ist eine praktische Sache, sowohl für Retrofans als auch für Microsoft selbst. So kann man einerseits nochmal ein paar alte XBox-Spiele an den Mann bringen und andererseits die Neuauflagen alter Arcadeklassiker sinnvoll vermarkten. Letztere würden sich als Vollpreistitel wohl eher schlecht verkaufen, als Download für ein paar Microsoft-Points ist die Hemmschwelle zuzugreifen aber deutlich geringer. Auf den Zug springt auch Tozai Games auf und bringt mit R-Type Dimensions aufgemotzte Neuauflagen der ersten R-Types für Microsofts Onlineplattform. Warum R-Type Dimensions zwar gut, aber nicht um Dimensionen besser ist als die alten Fassungen, das erfahrt ihr im Test.

Strike off and Blast the evil Bydo Empire (now in 3D)!

Wer nicht jenseits der 20 ist, dem sagt der Name R-Type vielleicht nichts, aber da gibt es ja zum Glück unser Special.
Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Der Spieler steuert sein Schiffchen durch von links nach rechts scrollende Level und muss mit seiner Bordwaffe herannahende Gegner abschießen, Hindernissen ausweichen und am Ende einer jeden Stage einen dicken Obermotz besiegen, der in der Regel nur an einer bestimmten Stelle verwundbar ist. Manche Level bestehen sogar nur aus einem einzigen, mehrere Bildschirme großen Endgegner.
Um dieser schieren Übermacht nicht ganz hilflos gegenüberzustehen, gibt es natürlich diverse Extrawaffen. Allen voran der altbekannte Satellit, der unzerstörbar ist und sich sowohl vorne als auch hinten ans Schiff koppeln lässt und so einen prima Schutzschirm gegen den allgegenwärtigen Geschosshagel abgibt. Darüber hinaus gibt es noch Speed-Ups, diverse Laser, zielsuchende Raketen und kleine Sidekick-Orbs, die neben dem Schiff herfliegen und zusätzlichen Schutz bieten.
R-Type Dimensions richtet sich in erster Linie an Fans des Originals, die das Spiel schon kennen. Und die interessiert hauptsächlich die Frage...

Was ist neu?

Tozai Games hat sich nicht mit einer simplen 1-zu-1 Konvertierung des Originals begnügt, sondern die Grafik runderneuert und in ein polygonales Gewand gepackt. Allerdings ist die Frischzellenkur rein optischer Natur, spielerisch wurden die beiden R-Type-Titel nicht angetastet. Der Clou an der Sache ist, dass man per Knopfdruck auf die Y-Taste jederzeit stufenlos zwischen der alten Bitmap-Pixeloptik und der aufgemöbelten Polygon-Version umschalten kann. Zusätzlich kann man den Bildschirminhalt auch leicht nach hinten gekippt darstellen lassen, was dem ganzen einen leichten Pseudo-3D-Effekt verleiht. Sieht zwar cool aus, spielt sich aber ziemlich ungewohnt. Die aufpolierte Optik ist indes zwar gut geworden und bleibt dem Original sehr treu, hätte aber durchaus noch ein paar mehr Polygone und Details vertragen können. Immerhin gibt es nun schicke Hintergründe zu bestaunen und hübsche Lichteffekte an den Wänden, wenn z.B. ein Lasertrahl über den Schirm huscht.
Die Soundeffekte und Musik sind hingegen leider nicht überarbeitet worden. Anstatt die durchaus markante Musik des Originals neu abzumischen, hat man den Soundtrack unverändert übernommen. Was damals noch State of the Art war, klingt in den Ohren heutiger Zocker eher nach einem billigen Keyboard für Kinder.

R-Type – das Spiel für den ganzen Kerl

Von R-Type gibt es mittlerweile diverse Umsetzungen für alle nur denkbaren Systeme (sogar für den Gameboy). Keine von denen war einfach. Aber R-Type Dimensions setzt die Messlatte noch ein Stück höher und ist teilweise echt Knüppel-Hammerschwer. Hier kommt es vor allem auf das schiere auswendig lernen der gegnerische Formationen, auf überlegten Extrawaffeneinsatz und gute Reaktionen an. Ansonsten sind die 3 Leben ruck-zuck futsch. Zwar gibt es zumindest unendlich Continues, aber der Highscore wird dadurch auch unweigerlich gelöscht.
Wer nun nicht die Skills eines Hardcore-Ikaruga-Japaners hat, bekommt durch den Infinity-Mode trotzdem die Möglichkeit, das Ende des Spiels zu sehen. In diesem Modus hat man unendlich Leben und kann nach einem Lebensverlust unmittelbar an derselben Stelle weiterspielen, ohne die Stage von vorne beginnen zu müssen. Hier berechnet sich der Highscore dann auch nicht an den Abschüssen, sondern daran, wie wenig Leben man verbraucht hat.
R-Type bietet sogar einen kultigen Multiplayermodus, der es erlaubt, das Spiel zu zweit an einer Konsole oder über X-Box Live durchzuspielen. Wer die besondere Herausforderung sucht, kann sogar einstellen, dass sich die beiden Schiffe nicht rammen dürfen. Hier gewährt nur ein nahezu perfektes Zusammenspiel das Überleben.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Steuerung, die sich leider nicht frei belegen lässt. Etwas negativ fällt auch die Taste fürs Dauerfeuer auf, deren Schussfrequenz schlicht zu gering ist um wirklich effektiv zu sein. Mit einem schnellen Triggerfinger erreicht man mit der normalen Feuertaste eine wesentlich höhere Feuerrate. Dafür hat man aber nach spätestens 10 Minuten einen Krampf in der Hand.

 
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