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Test: Fallout 3: The Pitt
Nach dem shootermäßigen Operation Anchorage kommt das zweite AddOn wieder rollenspiellastiger daher.
| Zahlreiche 360-Spieler staunten nicht schlecht, als sie am Releasetag vom AddOn The Pitt das apokalyptische Pittsburgh betraten. Am virtuellen Himmel gab es unter anderem riesige Ausrufezeichen auf roten Quadraten sowie plötzlich verschwindende Texturen zu bewundern. Das Staunen wich schließlich der Verärgerung, da The Pitt die Angewohnheit hatte, nach rund 30 Minuten Spielzeit regelmäßig abzustürzen. Immerhin konnten diese Probleme innerhalb von rund 24 Stunden gelöst werden. Grund für die Unannehmlichkeiten war laut Bethesda ein Fehler während des Uploads auf den Xbox Live-Marktplatz. Wernhers NotrufDas zweite Fallout 3 - AddOn beginnt nach dem selben Strickmuster wie Operation Anchorage . Sobald wir im Ödland die ersten Schritte gemacht haben, empfangen wir ein Radiosignal. Dieses entpuppt sich als Notruf eines gewissen Wernher. Markiert man die Quest im Pipboy 3000 als aktuelle, wird wie gewohnt ein Pfeil auf der Karte angezeigt, der den Weg zum Questziel anzeigt. Als wir schließlich Wernher gefunden haben, erzählt er uns, dass er ein entflohener Sklave aus The Pitt sei. Die Zustände dort wären grausam, den Einwohner drohe ein düsteres Schicksal. Entweder würden sie von einer Krankheit befallen und zu grässlichen Mutanten, den sogenannten Trogs, oder aber während der harten Arbeit, die sie für die dort ansässigen Raider in einem Stahlwerk leisten müssen, umkommen. Allerdings gebe es Hoffnung. Die Raider hätten ein Heilmittel entdeckt, dass wir natürlich besorgen sowie die Sklaven befreien sollen...Wieder mehr RollenspielDas Szenario ist den Entwicklern hervorragend gelungen, da nicht alles so klar und einfach, d.h. schwarz und weiß, ist wie es auf den ersten Blick erscheint. Wer sich auf die Spielwelt einlässt, Tagebucheinträge liest und mit NPCs redet ,erhält ein viel differenzierteres Bild von der düsteren Stadt und ihren Bewohnern.Nachdem wir Wernhers Auftrag angenommen haben, wird sofort deutlich, dass sich The Pitt weniger shootermäßig als Operation Anchorage spielt, sondern ebenso rollenspielastig wie das Hauptspiel daherkommt. Wernher rät uns, Sklavenkleidung aufzutreiben und uns auf diese Weise in die Stadt zu schmuggeln. Idealerweise befindet sich gleich in der Nähe ein Sklavenlager. Um an die Kleidung zu kommen, können wir nun kurzerhand unser Sprachtalent nutzen, die Sklavenhändler ins virtuelle Jenseits befördern oder uns den ganzen Spaß schenken und sofort per unterirdischer Bahn ins apokalyptische Pittsburgh fahren. Sind wir schließlich dort angekommen, haben wir wieder die Wahl, wie wir nun in die Industriestadt kommen wollen: als vermeintlich entlaufener und reumütig zurückkehrender Sklave, als Jobsuchender oder als Rambo, der sich den Weg frei ballert. Unabhängig wie wir uns entscheiden, bleibt eines gleich: Wir verlieren (vorerst) unsere komplette Ausrüstung. Dies ist bezüglich des Gameplays insofern eine prima Idee, als dass wir uns auf diese Weise noch mehr auf die Spielwelt von The Pitt einlassen müssen, auf die dortigen Waffen und Rüstungen sowie die NPCs angewiesen sind und nicht als gottähnlicher Level 20-Charakter mit Powerrüstung und Plasmagewehr alles niedermetzeln können. Aber keine Angst! Neue Waffen und Rüstungen gibt es genug. Beispielsweise kann man sehr früh an eine Auto Axe gelangen, die sich als verheerend im Nahkampf erweist. Besonders vorteilhaft ist sie gegen die schnellen Trogs, die sich in den Ruinen der Industriestadt tummeln. Klasse SzenarioDie Spielwelt ist den Entwicklern prima gelungen. The Pitt, das sich in eine Unterstadt für die Sklaven und eine Oberstadt für die Raider teilt, wirkt sehr glaubwürdig und düster. Insbesondere ein riesiges Fabrikgelände, auf dem sich massenweise Trogs rumtreiben, sieht klasse aus. Zwischen den hohen Fabriken und Türmen wurden Brücken gespannt, so dass wir immer weiter nach oben klettern und schließlich einen atemberaubenden Blick auf die zerstörte Stadt haben. Am Himmel sehen wir einige wenige Lichtstrahlen, die Mühe haben, durch die dichten Rauchschwaden der riesigen Schornsteine zu dringen. Überall gibt es lodernde Feuer und Explosionen. Die stimmungsvolle Soundkulisse trägt ihr Übriges zur dichten Atmosphäre bei.Bisweilen erinnert das AddOn bezüglich des Szenarios und der Atmosphäre an Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel. Eine solche Donnerkuppel gibt es übrigens auch. Zwar ist es hier eher ein Loch, aber auch dort werden in einer Arena Kämpfe ausgetragen. Im Laufe einer Quest durften wir dieses Loch natürlich auch noch genauer begutachten. Insgesamt bietet The Pitt neben den schon erwähnten einzigartigen Waffen und Rüstungen vier neue Quests samt Achievements sowie mehrere neue Perks. |
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