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Test: Fallout 3: Broken Steel
Der Kampf gegen die Enclave geht weiter - lohnt die Rückkehr ins Ödland?
In Bezug auf die Motivationskurve hatte das ansonsten hervorragende Endzeit-Rollenspiel Fallout 3 bisher zwei kleine Schönheitsfehler. Zum einen wurde mit der Level 20-Grenze der Weiterentwicklung des Alter Ego seitens Entwickler Bethesda ein Riegel vorgeschoben. Zum anderen endete das Spiel nach Abschluss der Hauptgeschichte, ein weiteres Durchstreifen des Ödlands war nicht mehr möglich. Aber: Wer die letzte Hauptquest bei Level 20 abschloss, hatte noch längst nicht alles vom Ödland gesehen.Mit dem DLC Broken Steel soll hier endlich Abhilfe geschaffen werden. Die Levelgrenze liegt nun bei 30. Zudem ist ein Weiterspielen nach dem Ende der eigentlichen Hauptgeschichte möglich. Ob sich die Rückkehr ins Ödland lohnt, erfahrt ihr im folgenden Test... Aqua PuraSagten wir gerade, dass die Geschichte weitergeht? Nicht unbedingt! Dies ist davon abhängig, wie man sich am Ende der Hauptquest entschieden hat. Lassen wir den Purifier explodieren, ist Schluss. Schicken wir hingegen Sarah Lyons in die radioaktiv kontaminierte Kammer, so stirbt sie den Heldentod und taucht in Broken Steel nicht mehr auf. Auch der Einsatz des FEV, also des Virus, den uns Präsident Eden in Raven Rock überreicht, hat Einfluss auf die Spielwelt in Broken Steel. Sowohl das Erscheinungsbild des Ödlands als auch die Reaktionen der NPCs in den Dialogen sind von unserem Entschluss abhängig.Wir haben uns natürlich für den klassischen Heldenweg entschieden, marschieren in die Kammer, starten das Project Purity und sehen wie unser Alter Ego zusammenbricht. Zwei Wochen später wachen wir in der Zitadelle der Brotherhood of Steel wieder auf und werden von Elder Lyons über das bisher Geschehene informiert. Wir sind noch einmal mit dem virtuellen Leben davongekommen und konnten rechtzeitig gerettet werden. Project Purity wurde zwar erfolgreich gestartet, aber dafür gibt es gleich haufenweise alte und neue Probleme. Die Enclave ist nicht wie erwartet zusammengebrochen, sondern kämpft erbittert gegen die stählernen Ritter. Zudem ist das durch Project Purity von jeglicher Verunreinigung gesäuberte Wasser zu einer heiß begehrten Ressource geworden. Wasserkarawanen werden von Banditen überfallen. Andere zwielichtige Gestalten versuchen mit krummen Geschäften Profite aus dem Aqua Pura zu ziehen. Neue FeaturesDas Ödland ist also noch längst nicht gerettet...packen wir’s an! Zunächst einmal bekommen wir die Meldung, dass die Levelgrenze auf 30 erhöht wurde. Das ist vor allem deswegen eine prima Sache, da es jetzt ungleich mehr Spaß macht, bisher liegen gebliebene Nebenquests abzuarbeiten. Darüber hinaus wurden drei Hauptquests, die den Kampf gegen die Enclave thematisieren und die Hauptgeschichte weiterführen, sowie mehrere neue Nebenquests rund um das Aqua Pura eingebaut. Natürlich gilt es auch hier wieder, rollenspieltypisch moralische Entscheidungen zu treffen. Des Weiteren gibt es wie gewohnt für das Erfüllen von Quests virtuelle Streicheleinheiten in Form von Achievements.Broken Steel glänzt mit zahlreichen originellen Perks, die nach jedem zweiten Levelaufstieg neu hinzukommen. Darunter gibt es solche wie die Fähigkeit, 10 Nuka Cola-Flaschen in eine Nuka Cola-Quantum zu verwandeln – prima, wenn man noch nicht die entsprechende Nebenquest in Gridershade erledigt hat – oder die Möglichkeit, auf Level 24 sein Karma noch einmal komplett zu ändern. Zudem gibt es in Broken Steel neue Orte, die sich teilweise nicht auf der bekannten Weltkarte befinden sowie neue Rüstungen und Waffen, die sinnvoll in das Spiel eingebunden wurden und den Spielspaß erhöhen. DrahtseilaktDoch wie sieht es eigentlich mit dem Balancing aus? Ist es überhaupt noch eine Herausforderung, mit einem Level 25-Charakter durch das Ödland zu pflügen? Die Antwort darauf ist ein klares Jein. Zwar gibt es in Broken Steel etliche neue und stärkere Gegnertypen wie Super Mutant Overlords und Elite-Enclave-Truppen. Allerdings stellen auch diese für erfahrene Spieler nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eine Herausforderung dar. Dafür kommt insbesondere in Abschnitten, in denen wir solo unterwegs sind, Spannung auf – beispielsweise, wenn wir uns allein im Kampf gegen mehrere Deathclaws und Enclave-Soldaten befinden. Hier glüht das Plasmagewehr so intensiv, dass es bald abgenutzt ist. Während uns also allmählich aufgrund des handgerechten Zerteilens der tödlichen Feinde die Waffen ausgehen, macht sich schon die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn breit. Bevor wir jedoch mit bloßen Fäusten weiterkämpfen müssen, finden wir glücklicherweise Räume mit Werkbänken sowie eine Menge nützlichen Kram, um uns von der Mine bis zur Nahkampfwaffe alles selbst zusammenzubasteln. So funktioniert gutes Balancing – wie gesagt aber nur auf der höchsten Schwierigkeitsstufe, da hier die Gegner mehr aushalten und Schaden anrichten sowie die Waffen schneller abnutzen. |
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