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Test: Fight Night Round 4

Boxen in feinster Form - mit kleinen Fehlern.
 Fight Night Round 4
Ich prügle mich wirklich gern, ich bin im Grunde genommen ein richtiger Schlägertyp – allerdings nur virtuell, in der Realität verweigere ich Gewalt. Dafür macht es beim Spielen dann noch mehr Spaß, wenn ich meinem pixelhaften Gegenüber richtig eine reinsemmeln kann. Ohne großes Brimborium, einfach direkt auf die Fresse. Ein Sport für Männer wie Mike Tyson oder Muhammad Ali, womit jetzt auch jedem klar sein sollte: Es geht ums Boxen. Genauer gesagt um Fight Night Round 4, dem mit Spannung erwarteten Nachfolger von – ja, wir sind wieder bei EA - Fight Night Round 3Weitere Infos.

Zwei Jabs und ein Aufwärtshaken...

Wenn es ums Boxen geht, kann man das Rad oder den Handschuh nicht neu erfinden: Immer munter druff und dann die Deckung hoch und geschickt ausweichen. Wer dann am Ende mehr Treffer landet oder überhaupt noch stehen kann, hat gewonnen. Ein simples Prinzip, das Zuschauer und Sportler aber schon über Jahre zu begeistern weiß – und die Fight-Night-Serie hat auch eine Menge Anhänger. Und auch dieses Mal dürfen wir die Karriere eines einsamen Boxers verfolgen – entweder eines selbst erstellten oder den Weg einer Legende nachempfinden. Darunter auch Mike Tyson oder eben Muhammad Ali. So wirklich viel geändert hat sich auf den ersten Blick nicht, aber Muskeln sind auch nicht immer sofort zu erkennen, da muss man schon die schmerzhafte Erfahrung machen und entdecken, was unter der Haut steckt.

Keine Nase, aber Muskeln...

Gut, die Karriere hatte ich schon erwähnt – dazu gesellt sich dann noch der Schnellkampf, bei dem entweder ein Solo-Boxer antritt oder auch zu zweit an einem Bildschirm gefightet werden darf. Die Boxer dürfen dabei aber nur zwei Gewichtsklassen auseinander liegen, ein Vergleich zwischen einem Fliegengewicht und einem Schwergewicht ist sinnvoller Weise nicht möglich.
Dazu gesellt sich ein feiner Online-Modus, in dem so ziemlich alles möglich ist - von der Weltrangliste über Schaukämpfe bis zum Ranglisten-Fight ist alles drin. Viel mehr geht wirklich nicht, zumal die Kämpfe wie schon beim Vorgänger flüssig und problemlos ablaufen.
In „Meine Ecke“ finden wir dann alles rund um das Training und damit verbundene Tutorials, einige Statistiken und die gespeicherten Wiederholungen unserer besten Schlagkombinationen oder Knockouts, die im Verlauf eines Kampfes gespeichert werden können. Hinter dem Mogel-Menüpunkte „EA-Extras“ verstecken sich die Credits, die sich vermutlich jeder interessierte Spieler als erstes ansehen wird. EA hatte schon immer einen sonderbaren Humor.
Nicht unerwähnt bleiben soll der Editor, mit dem wir uns einen eigenen Kämpfer erstellen dürfen. Was das Äußere anbelangt, so ist das Ganze aber eher spärlich ausgefallen: Wir dürfen für den Kopf einen von 85 vorgefertigten Schädeln auswählen, Modifikationen sind da nicht mehr vorgesehen. Dafür kann dann noch ein wenig an der Ausstattung geschraubt werden und am Ende dürfen mal wieder Punkte verteilt werden, um die Fähigkeiten des Boxers aufzupolieren. Wer das geschickt anstellt, hat so einen sehr starken Boxer am Start. Für die Karriere werden die Werte aber wieder zurückgesetzt, weil wir unseren Boxer im Verlauf durch intensives Training immer weiter verbessern können. Sonst würde der Aufstieg vom kleinen Boxer bis zum Superstar ja auch keinen Sinn machen

Erst einmal ins Trainingscamp...

Die beste Art sich mit dem Boxen und der damit verbundenen Steuerung vertraut zu machen, ist die Karriere. Nachdem wir uns einen Boxer in einer der acht Gewichtsklassen erstellt haben, dürfen wir loslegen und bekommen ein ausführliches Tutorial vorgesetzt, das im Grunde genommen keine Wünsche offen lässt. Wer sich damit auseinandersetzt, hat schon mal die beste Grundlage für erfolgreiche Kämpfe.
Wichtig ist dabei, nicht einfach drauflos zu schlagen, sondern die Möglichkeiten abzuwarten, die sich bieten. Gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden kämpft die KI sehr taktisch und lässt wenig Spielraum für eigene Fehler. Die Möglichkeit, Fehlschläge des Gegners in direkt und vor allem verheerende Konter umzusetzen, wird von der KI gut genutzt. Wer sich mit dem Blocken und Ausweichen vertraut gemacht hat, kann aber mit gleicher Münze zurückzahlen.
Screen 1
Mike Tyson kriegt mächtig auf die Glocke...
Screen 2
...und auch Muhammad Ali muss sich warm anziehen.
Screen 3
Die Einmärsche dürfen mit eigener Musik verziert werden...
Screen 4
...und der Boxer wird optisch angepasst.

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Packshot
Sportspiel
von EA Sports
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PS3Juli 2009
360Juli 2009

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