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Test: Call of Juarez: Bound in Blood

Der Schatz von Juarez ruft bereits zum zweiten Mal.
 Call of Juarez: Bound in Blood
Das Rad neu zu erfinden ist ja bekanntlich nicht ganz einfach, besonders im Bereich der Actionspiele: jede Spielidee, jedes Szenario scheint bereits dutzendfach verwurstet worden zu sein. Trotzdem gibt es auch hier Ausnahmen, die für die Spielentwickler irgendwie unattraktiv zu sein scheinen. Der erste Weltkrieg und der wilde Westen sind da gute Beispiele. Während WW1 aber immer noch auf eine adäquate spielerische Umsetzung wartet, gab es in den letzten Jahren immerhin eine Hand voll guter Westernspiele: GUNWeitere Infos, Red Dead RevolverWeitere Infos und Call of JuarezWeitere Infos sind hier wohl die erwähnenswertesten Titel. Von letzterem ist nun der Nachfolger Call of Juarez: Bound in Blood (kurz BiB) erschienen und stellt dieses Jahr die große Hoffnung für Genrefreunde dar. Zurecht?

Rüpel-Ray, Lasso-Thomas und Bibel-William

Zeitlich gesehen spielt der „Nachfolger“ etwa 20 Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils und ist damit eher ein Prequel. Die Brüder Ray und Thomas kämpfen im Sezessionskrieg auf Seiten der Südstaatler. Die Luft brennt: gerade starten die Yankees eine groß angelegte Offensive auf die eingebunkerten Soldaten. Dank einer waghalsigen Aktion der beiden Brüder gelingt es jedoch den Angriff aufzuhalten. Als die beiden jedoch hören, dass die Nordstaatler in das heimische Städtchen eingefallen sind desertieren sie, um die elterliche Farm zu verteidigen. Aber es ist bereits zu spät: als die McCalls zu Hause ankommen ist die Farm verwüstet und Mama McCall tot.
Nur der jüngste Bruder William, ein gottergebener Jungprediger und im Gegensatz zu den beiden raubeinigen älteren eher von zartem Bau, ist noch am Leben. Die drei machen sich auf nach Mexiko, nicht nur um dem Militär zu entkommen, sondern auch weil dort angeblich ein legendärer Schatz versteckt sein soll, mit dem die Brüder ihre Farm neu aufbauen wollen. So zumindest der Plan...

Im Western nichts neues

BiB ist im Prinzip ein weitestgehend linearer Egoshooter, der im Laufe seiner 7-8 Stunden dauernden Handlung so ziemlich jedes Klischee aufgreift, das der wilde Westen hergibt. Vor den meisten Levels hat man zunächst die Wahl, ob man mit Ray oder Thomas losziehen will. Manchmal ist die Spielfigur aber auch fest vorgegeben.
Ray ist der Mann fürs Grobe. Dank seiner körperlichen Stärke tritt er verschlossene Türen auf, feuert zwei Waffen gleichzeitig ab und kann prima mit Dynamit umgehen. Thomas hingegen mag es etwas subtiler, schaltet seine Gegner aus der Entfernung mit Gewehren aus und erklettert mit Hilfe seines Lassos so manch ansonsten unzugängliche Stelle. Beide beherrschen zudem leicht unterschiedliche Bullet-Time-Moves, mit denen sich eine Vielzahl von Gegnern leicht ausschalten lässt. Um diese ausführen zu können muss der Spieler zunächst eine Adrenalinanzeige auffüllen, was durch Abschüsse von Gegnern bewerkstelligt wird.
Wie bei den meisten Shootern neuerer Prägung sorgt auch in BiB eine Auto-Selbstheilung dafür, dass man nach ein paar Sekunden hinter einer geschützten Deckung topfit weiterballern kann. Sogar das in-Deckung-gehen haben die Entwickler weitestgehend automatisiert. Allerdings kann das auch richtig nervig werden wenn man irgendwo langläuft und ein anvisierter Gegner plötzlich aus dem Fadenkreuz hüpft, weil die Spielfigur mal wieder meint sich hinter einer im Weg stehenden Kiste ducken zu müssen. Deswegen habe ich das Feature auch lieber ausgestellt.

Man bin ich heute wieder geschlaucht!

Die meisten Level im Spiel sind ziemlich linear gehalten. Ein eingeblendeter (manchmal schwer zu erkennender) Wegpunkt zeigt stets das nächste Ziel in den stark geskripteten Missionen an. Zwar wirken die Locations oft sehr weitläufig und offen, aber durch einen Trick der Entwickler wird verhindert, dass man sich allzu weit vom vorgegebenen Pfad entfernt. Meistens werdet ihr ja von Ray bzw. Thomas begleitet und wenn man sich zu weit von ihm entfernt heißt es schlicht „Mission gescheitert“. Allerdings kommt man eh kaum auf die Idee die Gegend auszukundschaften, da man ständig von einem Shoot-out in den nächsten stolpert.
Screen 1
Auch in Bound in Blood gibt es natürlich die altbekannten explosiven Tonnen :)
Screen 2
Die beiden Brüder desertieren um ihr Hab und Gut zu retten.
Screen 3
Im Maisfeld kann man sich gut verstecken. Das wird im Spielverlauf noch sehr hilfreich sein.
Screen 4
Weil wir uns mit dem Sheriff angelegt haben, müssen wir per Postkutsche aus der Stadt fliehen.

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Call of Juarez: Bound in Blood

Packshot
3D-Shooter
von Ubisoft, Techland
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCJuli 2009
PS3Juli 2009
360Juli 2009

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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