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Test: NHL 2K10
Nichts Neues auf dem Eis: Alles wie im vergangenen Jahr
Im Eishockey gibt es klare Regeln – zumindest was die virtuelle Welt anbelangt. Die unangefochtene Nummer eins wird von Electronic Arts gestellt, die Konkurrenz von 2KSports gleitet nur hinterher. In diesem Jahr hat EA mit NHL 10 schon wieder mächtig vorgelegt und das Niveau aus dem Vorjahr noch einmal überboten. Können die Jungs von 2KSports mit NHL 2K10 einen Fastbreak setzen und mit dem Gegner gleichziehen? Oder ist das Eis wie schon in den vergangenen Jahren einfach zu kalt zu glatt?Alles schon mal da gewesenWenn es Serien gibt – und bei Sportspielen ist das an der Tagesordnung – geht es immer darum, was sich im Vergleich zum Vorgänger geändert hat. Sind neue Modi am Start, wurde die Grafik weiter entwickelt, sind die Fehler aus dem Vorgänger ausgemerzt worden? Im Fall vom NHL 2K10 ist das schnell beantwortet: Der Preis von unter 40 Euro zeugt schon für eine gewisse Reue der Entwickler, so dass der neueste Ableger nicht zum Vollpreis in die Regale kommt. Statt DLC und Kader-Updates also etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man die „10“ auf dem Cover sehen will.Welche Berechtigung hat nun also NHL 2K10? Gute Frage, denn letztlich ist alles beim Alten geblieben: Es gibt den Franchise-Modus, bei dem wir als Manager ein Team durch die NHL führen. Gab es im vergangenen Jahr auch. Es gibt die Saison, die Play-Offs oder die Mini-Spiele, die auch schon im vergangenen Jahr enthalten waren. Nichts hat sich geändert und während die Konkurrenz mit dem Be-A-Pro glänzt und Online gar zehn Spieler gegeneinander antreten lässt, gucken wir bei NHL 2K10 in diesen Punkten in die Röhre. Spielerisch auf Arcade ausgelegt...Im Grunde genommen ist an der Überschrift nichts auszusetzen. Ein Arcade-Spiel muss nicht schlechter sein als eine Simulation. Allerdings passt bei NHL 2K10 das Konzept nicht zusammen, da wirkt vieles unausgegoren. In der Defensive ist es schwierig, den Gegner auszubremsen, die Sprint-Funktion ist oft auch einfach übermäßig stark. Sicher, es ist möglich über zahlreiche Schieberegler den Schwierigkeitsgrad perfekt anzupassen, aber das ganze Gameplay ist unausgewogen und wenn der Benutzer dann erst dafür sorgen muss, dass alles zusammenpasst und harmonisch ist, dann ist das ein Armutszeugnis für die Entwickler.In der Offensive krankt das Ganze dann am schlechten, unübersichtlichen Passsystem, bei dem der Puck dann auch viel zu oft im Gegner hängenbleibt, ohne dass der etwas dafür kann. Dass dann auch in der Hartgummi-Scheibe irgendeine Kraft zu wohnen scheint, die eine Verschmelzung mit dem Schläger initiiert, war ebenfalls schon im vergangenen Jahr zu finden. Magnetismus gehört in einen Kompass, nicht in einen Puck. Insgesamt ist das alles sehr auf Action ausgelegt mit einem hohen Anteil von zufälligen Elementen – und das macht dann oft auch keinen Spaß. Aber das gab es auch schon im vergangenen Jahr. Optik etwas besser - immerhinBei der Grafik wurde ein wenig geschraubt, die Spielergesichter sehen jetzt noch besser aus, die Identifikation mit den Stars, die hier aber größtenteils Unbekannte sind, fällt somit leichter. Die Animationen sind im Vergleich zur Konkurrenz aber immer noch oft abgehackt, insgesamt wirkt das alles nicht flüssig. Dabei ist das alles noch auf sehr ordentlichem Niveau, die Spielergesichter sehen gut aus, aber bei den Trikots muss man wieder Abstriche machen, das wirkt dann schon wieder alles etwas zu blass. Die Brillanz, die es bei Konkurrent EA zu sehen gibt, fehlt NHL 2K10 einfach.Der Soundtrack kann gefallen, die Kommentatoren auch und die Zuschauer sind dicht am Geschehen – insgesamt ist es ein nettes Paket, das es aber im vergangenen Jahr auch schon mal gab. |
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