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Test: Borderlands
Hellgate London scheiterte bereits am RPG-Shooter-Mix, macht Borderlands es besser?
Auf der Gamescom konnten wir uns bereits einen ersten Eindruck des interessanten RPG-Shooter-Genremixes machen, nun flatterte das fertige Spiel ins Haus und…erfüllte manch Erwartung, andere leider nicht. Wir klären auf, ob sich der Ausflug in die Randländer wirklich lohnt.Hellgate PandoraDer Planet Pandora könnte glatt der gleichnamigen Büchse entsprungen sein: Trostlos, karg und feindlich. Demnach ein perfektes Setting um vier zwielichtige Halunken in die Welt zu schicken, die eine sagenumwobene Kammer finden sollen. Doch eigentlich war es lange Zeit ruhig in der Einöde, erst seit kurzem machen diverse Parteien, darunter auch wir, Jagd auf die unermesslichen Reichtümer, die auf den Finder warten.Viel mehr Story wird leider nicht geboten, besonders in den ersten Spielstunden merken wir bis auf eine mysteriöse Frau, die sich ab und an in unseren Kopf drängt, nicht viel von einem roten Faden geschweige denn Höhepunkten. Vielmehr geht es in Borderlands darum, ein Gebiet zu entdecken, dessen MMO-ähnlichen Quests zu erledigen, vielleicht noch einen Endboss zur Strecke zu bringen und anschließend in das nächste Gebiet weiterzuziehen. Zu Beginn können wir uns einen von vier Charakteren aussuchen, von denen jeder besondere Vorlieben für bestimmte Waffengattungen hat und eine ausbaufähige Spezialfähigkeit mit sich bringt. So kann der Soldat einen automatischen Geschützturm aufstellen, der sowohl Gegner beharkt als auch die Gruppe mit hilfreichen Boni versorgt. Der Jäger ist Spezialist im Fernkampf und kann auf Befehl einen zahmen Falken auf die Gegner hetzen, die Sirene sich unsichtbar machen und Feinde von hinten beharken und zu guter Letzt ist der Berserker der Mann fürs Grobe, der seine Gegner mit Schlaghageln bearbeitet. Unser ausgewähltes Ego erhält untypisch fürs Shooter-Genre für getötete Feinde und erledigte Quests Erfahrungspunkte, die ihn Level aufsteigen und Punkte in den Ausbau der Fähigkeiten investieren lassen. Das Fähigkeitensystem ist lange nicht so komplex wie in klassischen Rollenspielen, bietet aber dennoch genug Spielraum um verschiedene Stile zu ermöglichen. Sämtliche Fähigkeiten sind nützlich, doch erst in höheren Levels werden Balancing-Unterschiede deutlich. So verkommt der Soldat vor allem zum Supporter, da sein Geschützturm später kaum noch Schaden macht, die Sirene hat mir ihren vergleichsweise schwachen Hinterhaltangriffen ebenfalls das Nachsehen gegen den übermächtigen Berserker oder den distanzspezialisierten Jäger. Bereits hier wird deutlich, dass Borderlands vor allem für das kooperative Spielen ausgelegt ist, da die einzelnen Klassen enorm voneinander profitieren, alleine aber stellenweise zu unflexibel sind. Mad Max meets DiabloBorderlands schafft erfolgreich den Spagat zwischen Ego-Shooter und Rollenspiel: Anstatt uns an einem linearen Faden entlang der Story zu hangeln, haben wir eine gewisse Freiheit bei unserer Missionsauswahl. Dennoch gibt es stets eine Hauptquest, die uns in der Geschichte weiterbringt. Um dort eine Chance zu haben, müssen wir allerdings die zahlreichen Nebenaufträge absolvieren um in den Levels aufzusteigen. Das Spiel läuft also stets nach einem immer wieder ähnlichem Schema ab, was leider durchaus seine Hänger hat. |
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