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Test: Halo 3: ODST
Nachtest: Diesmal müsst ihr ohne Masterchief auskommen! Trotzdem ein echtes Halo?
| Wenn Halo Star Wars ist, dann ist der Masterchief Luke Skywalker. Doch auch Luke hätte nicht allein dem Imperium den Saft abdrehen können. Er hatte tatkräftige Unterstützung, es waren viele Soldaten die namenlos in den Schlachten starben und über die nie etwas geschrieben wurde. Bungie ist da anderer Meinung und schenkt den Männern an der Front gegen die Allianz ein eigenes Spiel. Ist ODST ein vollwertiges Halo? Der starke, schweigsame TypDie Ereignisse in ODST spielen unmittelbar nach Halo 2 in der Stadt New Mombasa, welche für die Allianz als Ausgrabungsstätte für ein ominöses Artefakt dient.Ihr beginnt eure Geschichte allerdings in einem Schiff im erdnahen Orbit, dort oben macht ihr Bekanntschaft mit einer Meute testosterongeladener Elitesoldaten, den ODST`s (Orbital Drop Shock Troopers). Oder wie es verunstaltet in der deutschen Version heißt: OAST (Orbitale Abwurf Schock Truppen). Und mitten unter ihnen seid ihr, der Anfänger, und genau so werdet ihr auch von den alten Hasen begrüßt. Die Soldaten erzählen sich Witze und Kriegsgeschichten und machen anzügliche Bemerkungen über das andere Geschlecht. Sie haben richtige Persönlichkeiten im Gegensatz zum Chief, was eine willkommene Abwechslung ist. Sherlock RookieDie Mission gerät schon direkt zu Beginn aus den Fugen, als ihr bei dem Sturz aus dem Orbit in eine Explosion geratet und das Ziel verfehlt. Nach der Bruchlandung kommt ihr sechs Stunden nach Missionsbeginn wieder zu Bewusstsein. In New Mombasa ist es mittlerweile Nacht und menschenleer. Zeit sich an das neue Interface zu gewöhnen, das VISR-System, welches euch im Dunkeln besser sehen lässt und die Umgebung mit einem taktischen Farbsystem kennzeichnet. Feinde werden rot markiert, Verbündete grün und wichtige Interaktionen gelb. Mit Hilfe dieses Systems könnt ihr auch eine Karte aufrufen auf der Wegpunkte markiert sind und ihr die Bewegungen der Gegner einseht. Das ist ein nützlicher Vorteil, denn in den höheren Schwierigkeitsgraden wird einem zunehmend bewusst, dass man mit einer Rambomentalität nicht sehr weit kommt. Schließlich spielt ihr diesmal nur einen normalen Menschen und keinen genetischen Supersoldaten.Ihr benötigt Medikits, könnt nur noch eine Waffe abfeuern und seid nicht so schnell oder sprunghaft. Man hat den Helden vermenschlicht was ein ungewohnt anderes Spielerlebnis zur Folge hat. Oft ist es von Vorteil einfach den Gegnern auszuweichen und andere Strecken zu nehmen. Hierbei kommt euch die offene Welt von ODST sehr entgegen so könnt ihr auch Abkürzungen durch Gebäude nehmen und Feinde von hinten überraschen. Nach einer kurzen Orientierungsphase müsst ihr herausfinden was in den sechs Stunden von eurer Ohnmacht vorgefallen ist. Ihr durchkämmt die Stadt nach Hinweisen auf der Suche nach dem Verbleib eurer Kameraden. Mit jedem neuen Hinweis gelangt ihr in eine Flashbackmission, in der ihr die Erlebnisse eines Kumpanen durchspielt – eine gelungene Erzählweise. Das große ExtraDer Einzelspielermodus lässt sich komplett kooperativ mit bis zu vier Freunden spielen, auch online. Hier gewinnt der Spielspaß noch mal deutlich an Fahrt, zu viert ein paar Covenants schnetzeln ist wie auch schon in Teil 3 ein Erlebnis.Zusätzlich liefert Bungie eine zweite DVD mit, auf der ihr Zugriff auf den Multiplayermodus von Halo 3 habt. Es sind alle bisher erschienenen Karten, Spielvarianten und sogar der Editor enthalten. Doch das ist nicht alles, es kommt noch ein neuer Multiplayermodus exklusiv für ODST dazu, der Firefight. Bei diesem gilt es Welle auf Welle von Covenant zurück zu schlagen mit einer begrenzten Anzahl an Waffen und Leben. Firefight ist von der Intensität und vom taktischen Spiel her der beste Hordenmodus im FPS-Genre momentan, jedoch lässt er sich zwar auch online spielen, allerdings nur mit Leuten aus seiner Freundesliste oder lokal im Splitscreen. Are you ready to drop?Grafisch gibt es leider keine Meilensteine zu bewundern. Es wurde wieder die Halo 3-Engine benutzt und hier und da nur etwas getweakt. Die Stimmung in New Mombasa wurde sehr gut eingefangen, man hat ständig das Gefühl an einem Kriegsschauplatz zu sein. Brennende Autos, Trümmerteile und Schutt pflastern den Weg. Lichteffekte kommen nun häufiger zum Einsatz, was viele Szenen aufwändiger erscheinen lässt. Jedoch sind die Charaktermodelle immer noch sehr steif und die Interaktionen puppenhaft geraten.Am Sound gibt es nichts zu mäkeln, egal ob Waffensounds oder Explosionen, alles wirkt wie aus einem Guss. Auch der Soundtrack ist wieder einer besten im Genre. ODST wurde komplett lokalisiert, doch die eingedeutschten Stimmen klingen wie ein Brett. Z.B. ist euer Squadleader Nathan Fillion aus der Kult-Serie Firefly nachempfunden und besitzt im Englischen auch seine markante Original-Stimme. Die deutsche Stimme dagegen wirkt emotionslos, fast schon gelangweilt, was der Atmosphäre schadet. Und leider verzichtete Microsoft auf mehrere auswählbare Audiospuren. |
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