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Test: Alien Breed: Evolution
Die Alien Brut kommt zurück. Genauso gruselig gut wie damals?
Bevor Team 17 mit ihren Worms -Spielen Kultstatus erlangten, ließen die Entwickler 1991 die Aliens auf den Amiga 500 los. Stark angelehnt an den Klassiker Aliens – Die Rückkehr, galt es aus der Vogelperspektive auf einer Raumstation einer außerirdischen Brut Einhalt zu gebieten. Die Ballerei punktete durch starke Technik und eine unheimlich dichte Atmosphäre. Um den Grusel erträglicher zu machen und gleichermaßen den knackigen Schwierigkeitsgrad, konnte man zu zweit auf die Jagd gehen. So verbrachte ich damals etliche Stunden zusammen mit meinem Bruder vor Commodores bester Freundin.Alien Breed gebar zwei klassische Nachfolger – mit Tower Assault übrigens ein nichtlinearer, knüppelharte Ableger – bevor Team 17 1995 auf die verdoomte 3D-Welle aufsprang und die Amiga-Gemeinschaft mit Alien Breed 3D beglückte. Nach einem pixeligen Nachfolger 1996 wurde es still im Weltall. Sie sind zurückMit Alien Breed Evolution melden sich die schleimigen Wesen von einem anderen Stern nun lautstark zurück und zwar im Episodenformat. Ausschließlich als Download sollen insgesamt drei Folgen erscheinen, von denen die erste ab sofort für 800 MS-Punkte auf dem Xbox-Marktplatz zu finden ist. Die Versionen für PS3 und PC sollen im Frühjahr erscheinen.Die zwischen den Levels in Comicbildchen erzählte Handlung gibt sich spartanisch. Der Raumkreuzer Leopold springt aus dem Hyperraum und rammt dabei ein riesiges, nur vermeintliches Geisterschiff. Als man gerade den Schaden beheben will, strömen auch schon die ersten Horden aufs Deck und sorgen für Chaos. Mit dem MG im Anschlag gilt es der Brut Einhalt zu gebieten. Bugs!!!Der Unterschied zum Original aus dem Jahre 1991 ist schon auf den ersten Blick ersichtlich. Statt aus der Vogelperspektive, wird aus einer isometrischen 3D-Ansicht aus allen Rohren gefeuert, die Kamera ist frei drehbar. Die ersten Opfer wollen auch nicht lange warten und springen einem quasi vor die Flinte. Die kleinen Viecher erinnern noch etwas an die Facehugger aus den Alien-Filmen, die restlichen Horden scheinen eher von den Bugs aus Starship Troopers inspiriert zu sein, und haben wenig Ähnlichkeit mit den grausigen Monstern, die einst H.R. Giger in Leben rief.Das eigentliche Spielprinzip ist größtenteils unangetastet. Es wird hauptsächlich geballert bis der Notarzt kommt. Um das ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, rennt man durch das Raumschiff und erweist sich z.B. als rettender Engel indem man einen Haufen Überlebender vor dem Erstickungstod bewahrt. Dafür gilt es die Belüftungsanlage zu reparieren. Eine Markierung auf dem Radar zeigt an wo es lang geht. Auf dem Weg dorthin versperren einem immer wieder garstige Biester den Weg, die aus Luftschächten hervorspringen oder plötzlich aus dem Boden brechen. Dabei gibt es Außerirdische die einen einfach nur anknabbern, andere die wie wild auf einen lostürmen und solche die stilecht aus der Entfernung mit Säure spucken. Im Weltall hört dich nur dein Kumpel schreienUm der Schar Herr zu werden, unterstützen diverse Bleispritzen die Einhaltung unkontrollierter Fortpflanzung der seelenlosen Rasse. Diese werden nicht mehr wie einst in einen Shop gekauft, sondern liegen einfach in der Gegend herum, genau wie Munition, die auf den ersten beiden von insgesamt drei Schwierigkeitsgraden ausreichend vorhanden ist. Allgemein ist Evolution deutlich leichter zu bewältigen als das Original.Besser als jede Wumme ist aber eine Kollege an der Seite. Für jede Aktion die man durchführt, z.B. das Drücken eines Schalters, vergeht eine gewisse Zeit, in der man sich nicht bewegen und schießen kann. Mit Rückendeckung vergeht dieser Zeitraum deutlich entspannter. Dicke Brocken, die es leider viel zu selten gibt, lassen sich zu zweit auch deutlich leichter knacken. Wer zu Hause keinen Partner findet, darf sich auch online einen suchen. Der Koop-Modus macht richtig Laune und war auch damals schon ein Grund, warum der Titel so erfolgreich war. KrachbummpengAlien Breed Evolution wird mit der Unreal 3 Engine betrieben und die zeigt sich hier mal wieder von der guten Seite, besonders was die Lichteffekte angeht. Der Lichtkegel der Taschenlampe zaubert schummrige Schatten und Explosionen spenden gleißendes Licht und grelle Flammen. Gelegentlich haben die Entwickler es aber übertrieben. Da rummst es an allen Ecken und Kanten, so dass die eigene Spielfigur im Chaos untergeht.Soundtechnisch hat man für Nostalgiker wie mich auf einige alte Files zurückgegriffen. Danke für die Erinnerung ;-) Musikalisch ist es an den richtigen Momenten still und wenn die Post abgeht, gibt es peitschende Rhythmen. |
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