Kennt ihr noch
Battlefield 1942
? Klar kennt ihr es, aber kanntet ihr es auch vor seinem Erscheinungstag? Manche Spiele (und Filme) werden übermäßig und oftmals zu Unrecht gehyped, andere echte Perlen dagegen bedauerlicher Weise nicht und so stehen sie nur im Schatten ihrer werbeoptimierten Konkurrenz. Das aber kaum oder keine Werbung nicht unbedingt auch ein schlechtes Spiel bedeuten, wissen wir eben spätestens seit Battlefield 1942. Ist Darksiders auch so ein Kandidat?
Mit Krieg in den Krieg
Die himmlischen Abgesandten - oder auch Engel genannt – kommen in letzter Zeit bei Videospielen nicht allzu gut weg. Bereits in
Bayonetta
gehörten die eigentlich harmlosen Flügelwesen zum Beuteschema. Auch bei der Geschichte von Darksiders ist der Himmel nicht unbedingt auch himmlisch, sondern liefert sich regelmäßig erbitterte Kämpfe mit den Höllenschergen, leider auf Kosten der Zwischenwelt der Menschen. Zum Schutz dieser und des weltlichen Gleichgewichts wurde darum eine Art Aufsichtsrat ins Leben gerufen, der bei Bedarf vier mystische Reiter an die Fronten schickt, die für Recht und Ordnung sorgen. Einer davon sind wir, gestatten: Krieg.
Doch Krieg hat zurzeit ganz andere Probleme. Fälschlicherweise glaubte er nämlich, dass mal wieder ein Einsatz anstand und machte sich daraufhin in die Zwischenwelt auf, um dort den Streitsuchenden einzuheizen. Ohne direkten Befehl des Rates ist eine derartige Vendetta natürlich unduldbar und dementsprechend angefressen ist dieser auch. Eigentlich sollte Krieg daher zum Ableben verurteilt werden, dieser kann seine Chefs jedoch glücklicherweise davon überzeugen, dass etwas hinter dem Fehlalarm steckt und erklärt sich bereit der Sache auf den Grund zu gehen. Und hier fängt das eigentliche Spiel an: Ziel ist es den Obermotz zur Rede zu Stellen, der für den Konflikt verantwortlich scheint und auf den netten Namen Der Zerstörer hört. Natürlich lässt sich bei ihm nicht einfach eine Audienz vereinbaren, vorab müssen wir uns mit Krieg durch zahlreiche Dungeons und Untergebene schlagen, um schließlich unsere Antworten zu bekommen.
Der Allrounder
Jeder der hier an einen simplen
God of War
- Klon glaubt, hat sich geschnitten. Auch wenn die erste Stunde des Spiels vornehmlich aus Prügeln besteht, werden spätestens beim eigentlichen Spielstart erste große Unterschiede deutlich: Wir bewegen uns in einer weitestgehend offenen Spielwert, deren Zentrum vier große Dungeons darstellen, die jeweils von einem Obermotz behaust werden. Wir bekommen den Auftrag alle Bosse zu töten und ihnen die Herzen zu entreißen. Also beginnt die lustige Reise durch die teils moderne, teils altertümliche Spielwelt, die immerhin gute 15 Stunden anhält. Alleine sind wir dabei aber nicht. Stets begleitet uns ein meist unsichtbarer „Aufpasser“ des Rates und versorgt uns gelegentlich mit Befehlen und herablassenden, wenn auch lustigen Kommentaren.